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Für Audi wird Erfolg zur Pflicht – VW erhöht Druck auf Chef Duesmann

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Von: Dominik Jahn

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audi und VW
Audi muss erfolgreich sein – VW-Maßnahmen erhöhen Druck auf Chef Duesmann. © dpa/ FrankHoermann/SVEN SIMON

Erfolge müssen bei Audi her. VW erhöht den Druck auf seine Konzern-Tochter und rückt mit einigen Maßnahmen noch dichter ran an die Ingolstädter Autohersteller.

Ob ab 2023 alles besser wird, darf für Audi keine Frage bleiben. Der Autohersteller muss erfolgreich sein. Die Absatzzahlen 2022 haben sich verschlechtert und Experten sehen in der VW-Konzern-Tochter den großen Verlierer der Premiumhersteller in Deutschland, wie echo24.de berichtet hat.

Am 26. Januar werden die Ingolstädter laut eigener Angaben im Rahmen der „Celebration of Progress“ den nächsten Vertreter einer Familie von vier Konzeptfahrzeugen - den Audi activesphere concept - präsentieren. Ein weiteres Projekt mit dem Prädikat „Erfolgshoffnung für die Zukunft“. Doch der Blick auf Audi bleibt skeptisch.

Audi-Führungsetage unter Druck – der Erfolg muss her

Diese neuen Konzeptfahrzeuge sollen laut Konzern „die Premium-Mobilität von morgen“ präsentieren. Gerade im Luxusbereich sieht man beim „Handelsblatt“ (Bericht hinter der Bezahlschranke) für die Autoindustrie Grenzen kommen. In einem der letzten Berichte schreibt das Fachmagazin, dass es den Konzernen wie Audi, BMW und Mercedes egal sei, wer von ihnen die meisten Autos verkauft. „Wichtig ist der Gewinn pro Fahrzeug. Doch diese Strategie der Autoindustrie könnte sich nun rächen“.

Unternehmen:Audi
Hauptsitz:Ingolstadt
Gründung:16. Juli 1909, Zwickau
Dachorganisation:Volkswagen AG

Und die „Automobilwoche“ (Artikel hinter der Bezahlschranke) sieht die aktuelle Lage bei Audi noch kritischer. Hier heißt es: „Zu wenig neue Modelle, Probleme in China und angezählte Manager: Der Premiumhersteller braucht in diesem Jahr dringend Erfolge.“ Demnach stünden dazu noch Audi-Chef Markus Duesmann und Vertriebschefin Hildegard Wortmann unter Beobachtung.

Mehr Kontrolle? VW-Konzern mit gezielten Maßnahmen

Nach den Pleiteäußerungen von Wortmann und der Einordnung der Aussagen durch Audi gegenüber echo24.de sowie dem Machtwort von VW-Chef Oliver Blume beim Artemis-Projekt ist die Annahme, dass die Vertriebschefin und Duesmann unter Druck stehen, durchaus nachvollziehbar.

Auch die Tatsache, dass VW seine Konzern-Tochter mit neuen Umstrukturierungen noch enger an sich bindet, spricht für mehr Kontrolle. Schon im Jahr 2019 wurde immer wieder über Zukunftsprobleme von Audi im VW-Konzern berichtet. Zuletzt wurde bekannt, dass der Autohersteller bei seinen Werken in Ingolstadt und Neckarsulm die Kosten bis 2033 halbieren möchte. Eine Maßnahme hierfür sind Zusammenlegungen bei der Produktion. Heißt: „Autos, die auf derselben Plattform basieren, im selben Werk gebaut werden“. Beispiel ist dabei der Audi Q4 e-tron, der in Zwickau bei VW gefertigt wird, weil er auf derselben Plattform wie der VW id3 basiert.

Audi und VW rücken noch enger zusammen

Und Volkswagen rückt auch auf den Entscheidungsebenen noch dichter mit Audi zusammen und stellt dafür die Schlüsselressorts Qualität und Design im Konzern neu auf. Laut VW-Mitteilung soll eine enge Anbindung an die Marken Audi und Porsche eine konsequente Ausrichtung auf Kundenbedürfnisse sicherstellen.

Konzern-Chef Blume erklärt dazu: „Erstklassige Qualität und ikonisches Design sind seit jeher die Leistungsmerkmale des Volkswagen Konzerns und seiner Marken. Mit der konzernweiten Führung über die Marken verstärken wir den Fokus auf unsere Kunden.“

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