Pöbelei geht schief

Stinkefinger, Auffahren, Lichthupe – Rowdy im Audi erlebt böse Überraschung

Ein Mann zeigt aus dem Fenster eines Autos den Mittelfinger. (Symbolbild)
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Stinkefinger: Mit dieser obszönen Geste schmähte ein 33-Jähriger Drängler die Insassen des vorausfahrenden Autos. (Symbolbild)
  • Christian Schulz
    vonChristian Schulz
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Auf der A52 verhielt sich der Fahrer eines Audi völlig rücksichtslos: Er drängelte und beleidigte, hatte allerdings keine Ahnung, wem er da den Mittelfinger zeigte.

Mönchengladbach – Gefährdung des Straßenverkehrs durch grob verkehrswidriges und rücksichtsloses Fahren sowie Nötigung und Beleidigung – das sind die Tatvorwürfe, mit denen sich ein 33-jähriger Autofahrer aus Erkelenz nach seinem völlig unangebrachten Verhalten im Straßenverkehr konfrontiert sieht.

Stinkefinger, Auffahren, Lichthupe – Audi-Proll erlebt böse Überraschung

Der Drängler rauschte mit seinem Audi über die Autobahn A 52 vom Autobahnkreuz Mönchengladbach in Fahrtrichtung Düsseldorf. Zusätzlich zu seinem Verhalten gab er dabei auch noch ein äußerst schlechtes Beispiel ab – er hatte nämlich ein kleines Kind auf dem Beifahrersitz. (Porsche Taycan Turbo: Peinlicher Crash bei Tempo 190, weil der Fahrer ...)

Bei seiner Rüpel-Fahrt fuhr er einem Škoda gleich mehrfach derart auf, dass es dessen Lenker nicht mehr möglich war, im Rückspiegel die Frontscheinwerfer des Audi zu sehen. Gleichzeitig versuchte der 33-Jährige wutentbrannt, das vorausfahrende Fahrzeug mittels permanenter Lichthupe zu einem Wechsel des Fahrstreifens zu nötigen. Dass die rechte Fahrspur durchgängig von anderen, deutlich langsamer fahrenden Wagen belegt war, interessierte den Audi-Fahrer dabei nicht wirklich. (98 km/h drüber: 39-jähriger Raser im BMW 7er liefert sich Duell mit Autobahn-Polizei)

Stinkefinger, Auffahren, Lichthupe – Drängler bepöbelt ausgerechnet Zivilstreife

An der Ausfahrt Mönchengladbach-Nord verließ der ungeduldige Mann schließlich die Autobahn, jedoch nicht ohne zuvor den Insassen des Škoda, über die er sich so aufgeregt hatte, seinen ausgestreckten Mittelfinger zu zeigen. Dummerweise war der Škoda eine Zivilstreife der Polizei. Und die zeigte sich vom Stinkefinger des Mannes wenig begeistert. (Seltsamer roter Punkt auf Verkehrsschild: Wissen Sie, was er bedeutet?)

„All das sind nicht nur Verhaltensweisen, die sich grundsätzlich nicht gehören, sondern es sind Straftaten“, ermahnt die Polizei Mönchengladbach, die den unschönen Vorfall gegenüber 24auto.de bestätigt: „Völlig ungeschickt ist es obendrein, all dies zu machen, wenn es sich bei dem vorausfahrenden Fahrzeug um einen zivilen Funkstreifenwagen der Polizei handelt.“ (Capital Bra: Mit 100 km/h durch Berliner Berufsverkehr – den Beweis liefert er selbst)

Stinkefinger, Auffahren, Lichthupe – Polizisten bringen Aggression zur Anzeige

Und so erlebte der Drängler letztlich eine böse Überraschung: Aus dem vermeintlich schleichenden Škoda wurde urplötzlich ein Blaulicht aufs Dach gepackt – und es hieß: „Bitte folgen!“ Die Zivilpolizisten stoppten den Audi-Fahrer und nahmen ihn sich zur Brust. (Illegales Autorennen auf A66: Spezial-Einheit und „Aktenzeichen XY“ suchen Raser)

Zur Sache wollte der 33-Jährige vorsichtshalber keine Angaben machen – er fragte allerdings laut Polizei kleinlaut nach, ob eine Entschuldigung Sinn ergebe. Im Beisein des kleinen Kindes gab er sich wie verwandelt und behauptete angeblich ganz zahm, dass ihm sein ungebührliches Verhalten „wirklich leidtue“ tue. Aus der Verantwortung stehlen konnte er sich allerdings nicht – die erzürnten Beamten zeigten ihn an.

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