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Digitaler Führerschein fürs Smartphone: Endlich da – doch es gibt ein kleines Problem

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Von: Jasmin Pospiech

Startschuss für den digitalen Führerschein: Dieser wird nur mithilfe des Personalausweises über eine App namens „ID Wallet“ online erstellt und verwendet. Doch es gibt einen Haken.

Berlin – Diese Nachricht wird viele Autofahrer freuen: Denn nicht selten passiert es, dass man den Führerschein vergisst. Verlegt man ihn etwa beim Säubern des Handschuhfachs oder beim Ausräumen des Geldbeutels und gerät in Situationen, wo man ihn dringend benötigt, wird es nervig. Hat man den Führerschein nicht dabei, kann das ein Bußgeld von zehn Euro kosten. Abhilfe soll nun der digitale Führerschein schaffen.

Digitaler Führerschein fürs Smartphone: Endlich da – doch es gibt ein kleines Problem

Mithilfe einer App namens „ID Wallet“ lässt sich der digitale Führerschein nun ganz einfach auf dem eigenen Handy erstellen und dort abspeichern. Das Interessante daran: Dazu braucht es gar nicht die Fahrerlaubnis selbst, sondern lediglich neben einem modernen Smartphone einen aktuellen Personalausweis mit aktivierter Online-Funktion, einen sogenannten „E-Perso“.

In der App müssen die Anwender zudem ihre Geheimzahl eingeben, die sie bei der Übergabe des Ausweisdokumentes erhalten haben. Ist das erledigt, werden die Daten von der App übermittelt und eine Abfrage an das Kraftfahrt-Bundesamt gestartet. Abschließend wird der digitale Führerschein auf das Smartphone übertragen. (Auto bleibt Nummer eins für Pendler – Bus und Bahn weit abgeschlagen)

Startschuss für den digitalen Führerschein
Der digitale Führerschein lässt sich ganz einfach online am Smartphone erstellen. © Christoph Dernbach/dpa

„Der digitale Führerschein hat das Potenzial, den Alltag von Autofahrern deutlich zu erleichtern“, freut sich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (46, CSU) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Denn zusätzlich soll mithilfe des digitalen Führerscheins die Anmietung von Leihwagen, aber auch die Nutzung von Carsharing-Angeboten erleichtert werden. Daher werde aktuell gemeinsam mit BMW und dem Autovermietungs-Unternehmen Sixt an Anwendungen gesprochen, bei denen der digitale Führerschein zum Einsatz kommen soll. (Gemeinde zahlt Bürgern Prämie – wenn sie Verbrenner abmelden)

Digitaler Führerschein fürs Smartphone: Endlich da – doch noch nicht vollwertig

Doch es gibt noch einen Haken: Denn „parallel dazu arbeiten wir auf EU-Ebene daran, dass der digitale Führerschein auch als offizieller Nachweis der Fahrerlaubnis zum Beispiel in Polizeikontrollen anerkannt wird“, so der Bundesverkehrsminister weiter. Demnach weist das Kraftfahrt-Bundesamt darauf hin, dass der digitale Führerschein noch kein vollkommener Ersatz für den EU-Kartenführerschein oder die Papier-Varianten ist. (Ehemaliger VW-Mitarbeiter gibt freiwillig Führerschein ab: „Zu viele Egoisten am Steuer“)

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Allerdings bietet die „ID Wallet“-App noch einen weiteren Vorteil: Denn der Personalausweis, den man für die Anwendung benötigt, wird ebenfalls dort hinterlegt werden können, womit dann beispielsweise Check-ins bei Hotels möglich wären. Auch hierzu läuft bereits ein Pilotprojekt der Bundesregierung in Kooperation mit der Deutschen Bahn, der Lufthansa, Bosch und dem IT-Systemhaus der Bundeswehr BWI. (Mit Material der dpa)

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