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Daimler-Chef Ola Källenius spricht Klartext: Chipmangel bleibt ein Problem

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Von: Simon Mones

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Die Automobilbranche leidet unter dem anhaltenden Chipmangel. Daimler-Boss Ola Källenius sieht erstmal keine Besserung der Situation.

Stuttgart – Die Lage könnte für die Automobilindustrie aktuell kaum schlechter sein. Erst legte die Corona-Pandemie die Werke über Monate still und nun fehlen wichtige Chips. Die Folge: Immer wieder kommt es zu Produktionsausfällen und Kurzarbeit. Kunden müssen entsprechend bei Neuwagen lange Wartezeiten in Kauf nehmen.

Und Besserung scheint nicht in Sicht. Zumindest, wenn es nach Daimler-Chef Ola Källenius (52) geht. Auf einer Branchenkonferenz des „Handelsblatts“ erklärte der Top-Manager, die Situation sei „sehr volatil“ und bisweilen auch von Unsicherheit und Sprunghaftigkeit geprägt. (Wegen Chipmangel – Autoexperte Dudenhöffer gibt düstere Prognose ab)

Daimler-Chef Ola Källenius mit Ansage: Chipmangel bleibt ein Problem

Der gebürtige Schwede sagte, dass die größten Chiphersteller bereits berichteten, dass sie auch im kommenden Jahr Angebot und Nachfrage nicht ausgleichen können. „Es wird uns im Kalenderjahr 2022 definitiv auch beschäftigen“, betonte Daimler-Chef Källenius. (Daimler in Bedrängnis: Kraftfahrtbundesamt sorgt nach Gutachten für Klarheit)

Ola Källenius hält eine Rede. (Symbolbild)
Ola Källenius hat sich auf einer Branchenkonferenz zur Chipkrise geäußert. (Symbolbild) © Daimler AG

Zum Teil ist dieses Problem jedoch auch hausgemacht. Denn während der Corona-Krise haben zahlreiche Hersteller, darunter auch Daimler, ihre Bestellungen storniert. Allerdings haben auch nicht vorhersehbare Faktoren dafür gesorgt, dass nicht genug Chips produzierten werden konnte. (BMW ohne Touchscreen: Folgen des Chipmangels immer heftiger)

Daimler-Chef Ola Källenius mit Ansage: Zahlreiche Autos stehen auf Halde

Entsprechend musste auch Daimler mehrfach die Produktion an mehreren Standorten ganz oder teilweise einstellen. Sowohl im Pkw- als auch im Lkw-Bereich stehen viele Fahrzeuge fast fertig auf Halde, weil noch einzelne Chips fehlen. Sobald die benötigten Teile vorhanden sind, könnten diese jedoch schnell fertiggestellt werden.

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Auch andere Hersteller haben bereits reagiert, so hat Volkswagen seinen Managern ein Bestellverbot für Elektroautos auferlegt, um die Nachfrage der Kunden bedienen zu können. Bei BMW zeigte sich derweil der Aufsichtsrat erbost über die aktuelle Situation und erwägt sogar rechtliche Schritte gegen Zulieferer Continental. (Mit Material der dpa)

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