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Continental entwickelt Laderoboter – mithilfe von Start-up

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Von: Simon Mones

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Neben Saugrobotern könnten uns bald auch Laderoboter für das Elektroauto das Leben leichter machen. Daran arbeitet Continental zusammen mit einem Start-up.

Frankfurt – Roboter erleichtern uns schon jetzt in vielen Bereichen das Leben. So mähen sie beispielsweise für uns den Rasen oder saugen beziehungsweise putzen die Wohnung. Auch das lästige Fensterputzen nehmen uns die intelligenten Helfer inzwischen ab.

Doch nicht nur im Haushalt müssen wir viele Aufgaben längst nicht mehr selbst erledigen, auch im Auto unterstützt die Technik den Fahrer immer mehr. So macht beispielsweise das autonome Fahren immer mehr Fortschritte, längst hat Mercedes einen Autopiloten auf Level 3 eingeführt. Doch tanken oder laden muss der Autofahrer immer noch selbst. Doch zumindest Letzteres könnte bald der Vergangenheit angehören, denn Continental und das österreichische Start-up Volterio arbeiten an einem Laderoboter für Elektroautos. (Elektroautos ohne Strom: So viele Ladesäulen fehlen in Deutschland)

Continental entwickelt Laderoboter – mithilfe von Start-up

Dabei handelt es sich um eine vollautomatische Lade-Lösung, die aus zwei Komponenten besteht. Die eine Einheit befindet sich auf dem Garagenboden, während die andere am Unterboden des Elektroautos montiert ist. Anders als beispielsweise Volkswagen setzen Continental und Volterio nicht auf induktives Laden, sondern auf eine leitende Verbindung zwischen den beiden Komponenten. So geht weniger Energie verloren.

Ein Laderoboter von Continental.
Der Laderoboter könnte schon 2024 in Serie gehen. © Continental

Zudem hat die Lösung noch einen weiteren Vorteil: Das Elektroauto muss nicht immer exakt am selben Platz stehen, da der Laderoboter in der Lage ist, eine Abweichung von bis zu 30 Zentimetern zu korrigieren. Durch die kegelförmige Steckverbindung ist auch schiefes Parken möglich. Die Komponenten kommunizieren dabei über eine Ultra-Breitband-Verbindung. (Elektroautos verlieren enorm viel Strom beim Laden – Besitzer zahlen drauf)

Continental entwickelte Laderoboter – Schnelllade-Lösungen für öffentlichen Raum geplant

„Unser Laderoboter ist ein echter Evolutionsschritt, um die Elektromobilität komfortabler und alltagstauglicher zu machen“, erklärt Dr. Christoph Falk-Gierlinger, Geschäftsführer von Continental Engineering Services (CES). Entsprechend soll die Lösung zunächst in privaten Garagen zum Einsatz kommen. Geladen wird mit 22 kW Wechselstrom. (Elektroauto laden wird einfacher: Neues Gesetz beseitigt App-Chaos)

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Erste seriennahe Systeme des Landeroboters sind noch für 2022 geplant, die Serienfertigung soll ab 2024 erfolgen. Die Komponenten sollen sich dann auch bei bestehenden Modellen nachrüsten lassen. Zudem soll eine im Boden versenkbare Schnelllade-Lösung für den öffentlichen Raum entwickelt werden, „die zum Beispiel in Parkhäusern, Tankstellen oder auf Betriebsflächen mit einer Ladeleistung von mehr als 50 kW Gleichstrom zum Einsatz kommt“.

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