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CO₂-Emissionen: Bauen Autohersteller mehr Verbrenner, als sie eigentlich dürften?

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Die Ära des Verbrennungsmotors neigt sich ihrem Ende entgegen – doch laut einer Greenpeace-Studie geht der Umstieg auf Alternativen nicht schnell genug voran.

Einige Autobauer wie etwa Audi oder Volvo haben bereits den Ausstieg aus der Verbrenner-Technik verkündet, um auf das batteriebetriebene Elektroauto zu setzen. Und auch viele andere Hersteller setzen künftig auf das E-Auto. Doch einer Greenpeace-Studie zufolge geht die Abkehr der Autobauer vom Verbrennungsmotor nicht schnell genug voran. Das Fazit: Die Hersteller bauen bis zum endgültigen Ausstieg 400 Millionen Benziner und Diesel zu viel, um das 1,5-Grad-Klimaziel einhalten zu können.

CO₂-Emissionen: Bauen Autohersteller mehr Verbrenner, als sie eigentlich dürften?

Mit beteiligt an der Studie war unter anderem Autoexperte Stefan Bratzel, der kürzlich erklärte, dass aktuell weder die Brennstoffzelle noch E-Fuels in naher Zukunft Chancen im Pkw hätten. Spitzenreiter im negativen Sinn ist den Berechnungen zufolge Toyota: Die Japaner überziehen ihr Verbrenner-Budget angeblich um 63 Millionen Fahrzeuge, was 164 Prozent entspricht. Danach folgen Hyundai und Kia, die um 142 Prozent zu viele Benziner und Diesel produzieren. Auf Rang drei folgt Volkswagen mit 118 Prozent. Verhältnismäßig moderat überzieht der Hersteller General Motors mit 57 Prozent.

Autoabgase kommen aus einem Auspuff
Laut einer Greenpeace-Studie passen die Verbrenner-Absatzpläne der Autohersteller nicht zu den Klimazielen. (Symbolbild) © Marcel Kusch/dpa

Zu langsamer Verbrenner-Ausstieg: Greenpeace warnt Autobauer vor finanziellen Risiken

Greenpeace appelliert mit der Studie aber nicht nur an das „grüne Gewissen“ der Hersteller, sondern warnt konkret vor den wirtschaftlichen Folgen der Absatzpläne der Autobauer: Weil in immer mehr Ländern, Städten und Regionen aufgrund der Folgen der Erderhitzung Fahrverbote für Verbrenner beschlossen würden, drohten die Konzerne „auf Millionen unverkäuflicher Diesel und Benziner sitzen zu bleiben“. Die finanziellen Folgen könnten Unternehmen wie VW oder Toyota schnell in eine „brenzlige Situation“ bringen, so die Umweltorganisation.

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Um den Straßenverkehr bis zum Jahr 2050 CO₂-neutral zu bekommen, müssten der Studie zufolge die Autobauer die Produktion von Verbrennungsmotoren bis spätestens zum Jahr 2030 auslaufen lassen – doch einige haben noch gar keinen Ausstiegszeitpunkt genannt. Grund für die 20-jährige Zeitspanne ist die verbleibende Lebensdauer, der bis 2030 verkauften Verbrenner-Fahrzeuge.

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