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Mega-Bußgeld über 14.200 Euro – dabei stand der Lkw-Fahrer nur im Parkverbot

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Von: Jasmin Pospiech

Als ein Lkw-Fahrer verbotenerweise auf einem Radweg steht, rückt die Polizei an. Sie verlangt zunächst nur 20 Euro Bußgeld. Doch eine Entdeckung macht es richtig teuer.

Bochum – Da hätte er wohl lieber mal nicht so vorlaut sein sollen, denn nun kommt auf einen 57-jähriger Lkw-Fahrer ein riesiger Batzen Bußgeld zu. Der Mann aus dem Raum Nürnberg hat kürzlich seinen Truck in Bochum auf einem ausgeschilderten Radweg geparkt, wodurch ein Befahren nicht mehr möglich war.

„Bislang teuerster Parkverstoß“: Lkw-Fahrer erhält Bußgeld über 14.200 Euro – Polizei „kurzfristig sprachlos“

Nur kurze Zeit später erspäht ihn die Kontrolltruppe Sonderverkehr der Polizei Bochum und die Beamten sprechen den 57-Jährigen darauf an. Sie verhängen ein Bußgeld über 20 Euro, aber das passt dem Lkw-Fahrer so gar nicht. Der Mann soll sich stattdessen „völlig uneinsichtig“ gezeigt haben und „lautstark seine Missachtung über die polizeiliche Kontrolle“ kundgetan haben. Das hat auch ein Mann aus Wien, als er abgeschleppt wird, als er im Corona-Lockdown im „Parkverbot“ steht. Doch hier ist die Lage nicht ganz so eindeutig.

„14.220 EUR - Bochums bislang teuerster Parkverstoß!“, berichtete die Polizei, die dieses Foto veröffentlichte.

„14.220 EUR - Bochums bislang teuerster Parkverstoß!“, berichtete die Polizei, die dieses Foto veröffentlichte. © Polizei Bochum

Doch das war keine gute Idee: Die Polizeibeamten lassen nicht locker und wollen schließlich auch den Fahrtenschreiber des Lkw sehen, wie tz.de berichtet.* Bei der Überprüfung wird der Brummi-Fahrer der Polizei zufolge allerdings „umgehend kleinlauter“, als das digitale Kontrollgerät ausgelesen und ausgewertet wird. Zu Recht. Das finden auch zahlreiche User im Netz bei einer Frau, die bei voller Fahrt einen Zigarettenstummel aus dem Auto geschmissen hat und nun eine saftige Strafe zahlen soll.

„Bislang teuerster Parkverstoß“: Aus ursprünglich 20 Euro Bußgeld werden am Ende über 14.200 Euro

Schließlich stellen die Polizisten fest, dass er im Kontrollzeitraum von 28 Kalendertagen nicht nur diverse Tempoverstöße begangen, sondern fast täglich gegen die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten verstoßen hat. Am Ende sind die eingesetzten Polizeibeamten „kurzfristig sprachlos“, als sie sehen, was die digitale Auslesesoftware an Bußgeld ausspuckt. (373 Punkte – neuer Flensburg-Rekord: So lange muss ein Verkehrssünder dafür in den Knast)

Schließlich kommt dabei eine horrende Summe heraus: satte 14.200 Euro – und das allein im vergangenen Monat. Da hat der Lkw-Fahrer Glück, dass das Gerät „nur“ einen Zeitraum von 28 Tagen auswertet. Und zusätzlich kommen ja noch 20 Euro für den eigentlichen Parkverstoß obendrauf. Wobei das sicher das kleinste Problem des Lkw-Fahrers ist. (Raser unglaubliche 32-mal geblitzt: Hat er den BMW 7er auch noch gestohlen?)

Außerdem sollen ihm und dem Speditionsunternehmer, für den er arbeitet, jeweils noch eine Ordnungswidrigkeitenanzeige drohen. Na, diese Tour hat sich ja wirklich gelohnt. *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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