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An Haltestelle: Kinder tyrannisieren Öffis – Busfahrer haben „die Schnauze voll“

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Von: Jasmin Pospiech

Pflastersteine, gespannte Seile und ein Tischtennis-Schläger als Wurfgeschoss: Halbstarke Kinder tyrannisieren die Öffis in Hagen. Busfahrer haben „die Schnauze voll“.

Hagen – Rette sich, wer kann! Eine Bushaltestelle im Ruhrgebiet macht jetzt in ganz Deutschland Schlagzeilen. Im negativen Sinne. Denn sie wird seit einiger Zeit von Halbstarken regelrecht tyrannisiert. Hauptangriffsziel: die Busse des öffentlichen Nahverkehrs! Und die Busfahrer haben jetzt endgültig „die Schnauze voll“. Denn die Attacken gehen weit über normale oder harmlose Jungenstreiche hinaus.

Brennpunkt Haltestelle: Kinder randalieren auf Straße – Busfahrer haben „Schnauze voll“

Stattdessen machen sich die Kinder einen „Spaß“ daraus, plötzlich zwischen parkenden Fahrzeugen auf die Fahrbahn zu springen oder absichtlich auf der Straße zu spielen, wenn sich der Bus nähert. Zudem blockieren sie eine Haltestelle namens „Akku Hawker“, sodass die Busfahrer der Hagener Verkehrsgesellschaft ihre liebe Müh und Not haben, diese überhaupt anzufahren. (Jugendlicher surft auf Dach von Toyota: Mutter „traut ihren Augen nicht“ – so reagiert sie)

Darüber hinaus sollen die Kids die Busse sogar mit Steinen und sogar Eisenstangen beworfen haben.* Teilweise haben sie sogar Seile als Hindernisse über die Straße gespannt oder Fußbälle gegen fahrende Busse geschossen, berichtet die Bild-Zeitung. Zu viel für die Busfahrer! (Škoda zieht ganze Straße runter: Frau mit Zettel an Windschutzscheibe gedemütigt)

Wütender Busfahrer zeigt Faust. (Symbolbild)
Mehrere Hagener Busfahrer haben „die Schnauze voll“, weil ihnen halbstarke Kids Probleme machen. (Symbolbild) © Dolgachov/Imago

Schließlich soll bei solch einer Attacke sogar ein Fahrgast verletzt worden sein, als ein Tischtennis-Schläger durch ein gekipptes Fenster geflogen ist. Der Vorfall wurde zwar bei der Polizei angezeigt, dennoch gibt es immer mehr betroffene Busfahrer, die über den katastrophalen Zustand an der Bushaltestelle klagen. „Ich möchte hier keine Vollbremsung einleiten oder eines der Kinder erfassen“, meint einer gegenüber der Bild. Dagegen haben diese zwei Polizeistreifen mit Besatzung die „geniale“ Idee, sich in einem dicht besiedelten Wohngebiet ein illegales Straßenrennen zu liefern.

Brennpunkt Haltestelle: Kinder randalieren auf Straße – Busse werden umgeleitet

Nun ziehen immer mehr Verkehrsgesellschaften drastische Konsequenzen, darunter auch die Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr (VER), die ebenfalls durch das Hagener Problemviertel gefahren ist. Nach einem Unfall mit einem fünfjährigen Kind machen sie jetzt um die Straße im wahrsten Sinne des Worte einen großen Bogen, heißt es. Auch die Leitstelle der Hagener Straßenbahn AG (HST) hat angeordnet, dass deren Linienbusse eine Umleitung fahren sollen. Insgesamt soll es sich dabei um 64 Busse handeln. (Gruselige Szene: Mann rast fast „Kind“ auf Autobahn um – wer ist die mysteriöse Gestalt?)

Darüber hinaus hat auch die Hagener Verkehrsgesellschaft angekündigt, entsprechend reagieren zu wollen. Ein Sprecher meint dazu: „Wir rechnen nicht damit, dass das Problem von sich aus aufhört.“ Und kündigt an: „Vielleicht wird die Fahrtroute verlegt. Bei weiteren Angriffen auf unsere Busse sind kurzfristige Umleitungen jedenfalls nicht ausgeschlossen.“ Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können. *kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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