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BMW-Fahrer flüchtet vor Polizei: Deutsches Gericht verhängt kuriose Strafe

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Von: Simon Mones

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In Ludwigsburg flüchtete ein BMW-Fahrer vor der Polizei. Das Landgericht hat nun eine kuriose Strafe verhängt.

Ludwigsburg – Wilde Verfolgungsjagden durch Innenstädte kennt man meist nur aus Kinofilmen oder Computerspielen. Manchmal wird aus der Fiktion jedoch Realität und die Polizei muss flüchtige Raser verfolgen. So auch im April dieses Jahres, als ein 23-jähriger BMW-Fahrer die Flucht vor den Beamten ergriff.

Der Mann wollte wohl mit dem BMW 4er vor seinen Freunden angeben, als ihn die Polizei erwischte, wie er mit quietschenden Reifen losraste. Wie die „Stuttgarter Nachrichten“ berichteten, entschied sich der BMW-Fahrer dagegen, sich den Beamten zustellen und ergriff stattdessen die Flucht. (Verfolgungsjagd im Radlader: Mann flüchtet vor Polizei im GTA-Stil)

BMW-Fahrer flüchtet vor Polizei: Deutsches Gericht verhängt kuriose Strafe

Die Verfolgungsjagd erinnerte dabei an das Videospiel „Need for Speed“, denn der 23-Jährige soll zeitweise mit Tempo 120 durch die Ludwigsburger Innenstadt gerast sein und dabei auch rote Ampeln ignoriert haben. Zudem nutzte er den Gehweg, um wartenden Autos auszuweichen. (Polizei liefert sich Verfolgungsjagd mit BMW i8 – und findet Drogen für 600.000 Euro)

Typenbezeichnung 440i auf dem Kofferraumdeckel eines BMW (Symbolbild)
Ein Raser wurde vom Gericht verurteilt, seinen BMW 440i verkaufen zu müssen. (Symbolbild) © Fabian Kirchbauer/BMW AG

Tatsächlich gelang es dem BMW-Fahrer, die Polizei abzuhängen, da diese die Verfolgung wegen der Gefahr für die anderen Verkehrsteilnehmer aufgab. Doch die Beamten kamen ihm schnell wieder auf die Spur. Denn: Der 23-Jährige hatte den 326 PS starken BMW 440i auf dem Hof einer Feuerwache geparkt und von dort die Flucht zu Fuß fortgesetzt. (Jugendliche Raser (13, 16) liefern sich irre Verfolgungsjagd mit der Polizei – es geht böse schief)

BMW-Fahrer flüchtet vor Polizei: Raser setzt Flucht zu Fuß fort

Dort blieb das Fahrzeug natürlich nicht unbemerkt: Ein Feuerwehrmann hatte beobachtet, mit welch hohem Tempo der Mann unterwegs war. Zudem war ihm das Polizeiauto mit Blaulicht aufgefallen, daher meldete er den geparkten BMW bei der Leitstelle. Wenig später konnte der 23-Jährige festgenommen werden. (Autofahrer rast vor Polizei davon und fliegt zehn Meter hoch in Obstkisten – deshalb hebt er ab)

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„Ich hatte Angst gekriegt, als ich die Polizei gesehen habe, und hatte einen Blackout“, begründete dieser seine Flucht. Nun muss der Mann die Konsequenzen tragen und wurde vom Amtsgericht Ludwigsburg verurteilt. Er muss seinen Führerschein für ein Jahr abgeben und 7.200 Euro Strafe zahlen. (Zehn Polizei-Streifen jagen Mercedes-Raser: „Er versuchte, sich der Kontrolle zu entziehen“)

BMW-Fahrer flüchtet vor Polizei: Raser muss 440i verkaufen

Doch das war es noch nicht: Die Richterin sprach zudem eine Einziehung unter Vorbehalt für den BMW 4er aus. Der Mann hat nun drei Monate Zeit, um das Auto zum bestmöglichen Preis zu verkaufen. Behalten darf er jedoch nur einen Teil des Erlöses. 7.000 Euro gehen an die Staatskasse. Sollte er den Wagen in diesem Zeitfenster nicht verkauft bekommen, wird er eingezogen.

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