1. 24auto
  2. News

Autofahrer blockiert Rettungswagen – die Strafe ist saftig

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Marcus Efler

Kommentare

Weil er lieber herummaulte statt zu helfen, oder sich zumindest schnell vom Acker zu machen, behinderte ein Autofahrer die Rettungskräfte. Und das hat er nun davon.

Hamm – Ein Unfall ist schon schlimm genug – vor allem, wenn dabei Personen verletzt werden. Wenn dann noch rücksichtslose Zeitgenossen (wie jenem, der die Reifen eines Rettungswagens zerstach) dann schnelle Hilfe verhindern, setzt es hoffentlich eine hohe Strafe.

In diesem Fall geschah genau das. Es geschah kurz nach dem schweren Sturz einer Radlerin: Die Fahrzeuge eines Ersthelfers und der schnell eingetroffenen Polizei standen auf der Fahrbahn, die aber noch zu passieren gewesen wäre. Was einen Autofahrer aber nicht davon abhielt, anzuhalten, auszusteigen – und sich über die Engstelle zu beschweren. Dass sich hinter ihm bereits ein Rettungswagen mit Blaulicht näherte, ignorierte er dabei (vorbildlich dagegen: Dieser Einsatz zum Bilden einer Rettungsgasse).

Autofahrer blockiert Rettungswagen – die Strafe ist heftig

Erst nach mehrmaliger Aufforderung konnte ihn die Polizei dazu bewegen, weiterzufahren. Allerdings hielt der Mann nach kurzer Strecke erneut an, und blockierte den mittlerweile herangefahrenen Rettungswagen durch seine offenstehende Autotür. So verzögerte er die Arbeit der Retter um mindestens eine Minute – die in einer solchen Situation entscheidend sein kann.

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Rettungswagen bei der Fahrt (Symbolbild)
Die Behinderung eines Rettungswagens kann richtig teuer werden. (Symbolbild) © Nicolas Armer/dpa

Autofahrer blockiert Rettungswagen – und bekommt langes Fahrverbot

Das Oberlandesgericht Hamm wertete die Behinderung (wie schon zuvor das zuständige Amtsgericht Ibbenbüren) als Straftat. Folgerichtig verurteilten die Richter den Rüpel zu einer Strafe von 90 Tagessätzen, was in dem Fall wahrscheinlich auf etwa 6.000 Euro hinausläuft.

Zudem habe der Angeklagte sein Fahrzeug „in schwerwiegender Weise im Straßenverkehr missbraucht“, sodass es eines Denkzettels bedürfe. Ergebnis: Ein viermonatiges Fahrverbot. (Mit Material von SP-X)

Auch interessant

Kommentare