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Radarfalle bekommt selbst 15-Euro-Ticket – ausgerechnet von der Polizei

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Von: Jasmin Pospiech

Wer geblitzt wird, bekommt kurze Zeit später einen Bußgeldbescheid. Doch nun hat die Polizei Bielefeld ausgerechnet einem Blitzer ein 15-Euro-Ticket verpasst. So was nennt man wohl Instant Karma.

Bielefeld – „Guntram“: Was sich nach dem Namen für ein erneutes Wettertief anhört, ist die Bezeichnung für einen Blitzer, der in Bielefeld steht. Dass die Blitzer in Nordrhein-Westfalen Namen tragen, ist übrigens nichts Ungewöhnliches. Und „Guntram“ tut, was er tun soll: Die Geschwindigkeit von Autofahrern kontrollieren und Temposünder der Reihe nach blitzen.

Blitzer „Guntram“ bekommt Knöllchen – ausgerechnet von der Polizei selbst

Schließlich werden die Daten weitergeleitet und kurze Zeit später landet beim jeweiligen Raser ein Bußgeldbescheid der örtlichen Bußgeldstelle im Briefkasten. Doch nun hat Blitzer „Guntram“ selbst ein Knöllchen kassiert – weil er falsch gestanden hat! Dagegen hat ein Blitzer kürzlich einen Mercedes-SUV-Raser abgestraft – doch der rastet am Ende so aus, dass er sich an dem Gerät bitter rächt.

Ein Auto wird auf einer Straße geblitzt. (Symbolbild)

Wenn es blitzt, haben Raser Pech gehabt. Doch neulich ist es genau andersherum gelaufen. (Symbolbild) © imago images / Christian Grube

Der Grund dafür: Die Ordnungsamtsmitarbeiter, die das Gerät im Wert von 180.000 Euro dort aufgebaut haben, haben es nur zwei Meter vor einer Einmündung aufgestellt. Doch das ist eigentlich verboten. Wie nahe übrigens Autofahrer mit ihrem Pkw an Straßeneinfahrten parken dürfen, hat tz.de in Erfahrung gebracht.*

Blitzer „Guntram“ bekommt Knöllchen – doch wer muss das Knöllchen zahlen?

Dumm nur, dass just ein Streifenbeamter vorbeikommt, dem der Parkverstoß sofort auffällt. Also greift er zum Stift, schreibt ein Knöllchen über 15 Euro und befestigt es am Blitzer. Für viele Passanten sicherlich ein kurioser Anblick! (Mann bekommt kurioses Knöllchen – nicht alle finden es lustig: „Ha ha ha! Das war sch***e!)

Doch eine Frage stellt sich natürlich: Wer muss am Ende für das Bußgeld aufkommen? Oder hat sich der Polizeibeamte nur einen Spaß erlaubt und es muss niemand dafür geradestehen? Wahrscheinlicher ist allerdings, dass derjenige Mitarbeiter der Stadt dafür aufkommen muss, der den Blitzer so nah an der Einmündung abgestellt hat. („Bislang teuerster Parkverstoß“: Lkw-Fahrer erhält Bußgeld über 14.200 Euro – Polizei „kurzfristig sprachlos“)

Schließlich hat jetzt ein Polizist gegenüber Bild.de verraten: „Wir müssen auch zahlen, wenn die Stadt uns blitzt oder wir falsch parken.“ *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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