1. 24auto
  2. News

Diesel teurer als Benzin – Preis nun dauerhaft über zwei Euro

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Marcus Efler

Kommentare

Kurze Zeit war Diesel wieder günstiger Benzin. Jetzt sind die Kurse für den einstmals billigsten Sprit wieder stark gestiegen.

Update vom 3. Juli 2022, 11:55 Uhr: Der Preis für Diesel-Kraftstoff bewegt sich an den Tankstellen fast kontinuierlich nach oben. Kostete der Liter vor über einem Jahr rund 1,03 Euro, und war er laut ADAC Mitte Januar 201 mit 97,2 Euro sogar richtig billig, sind es mittlerweile rund 2,03 Euro. Die höchsten Preise wurden bislang Mitte März 2022 mit im Schnitt rund 2,29 Euro verlangt.

Im ersten Halbjahr 2022 lag der durchschnittliche Diesel-Preis noch bei 1,91 Euro. Damit hat der Sprit für Selbstzünder eine deutlich stärkere Steigerung hinter sich als Super E10, das vielfach schon um oder sogar unter 1,90 Euro zu bekommen ist.

Abbildung der Preise an einer Tankstelle als Symbolbild
Diesel bleibt teurer als Super E10. (Symbolbild) © IMAGO/Arnulf Hettrich

Update vom 20. Mai 2022, 11:00 Uhr: Der Preis für Diesel notiert erstmals seit längerer Zeit wieder unter dem von Benzin. Denn während Super E10 mit einem Anstieg von 5,4 Cent auf 2,09 Euro deutlich teurer geworden ist, sank laut ADAC der Dieselpreis durchschnittlich um 2,1 Cent auf 2,028 Euro.

Zuvor hatte die durchschnittliche Preisdifferenz über Jahre hinweg bei rund 14 Cent pro Liter gelegen. Die extremen Preissteigerungen durch den Ukraine-Krieg hatten Diesel stärker betroffen als Benzin, da es zu 30 Prozent aus Russland exportiert wird.

Diesel wieder günstiger als Benzin – aber wie lange noch?

Dieser Effekt hat sich offenbar wieder gelegt. Doch es wartet schon der nächste: Wenn im Juni die Steuersenkung für Kraftstoff greift, wird Diesel wahrscheinlich wieder teurer sein als Super E10 – und zwar deutlich. Denn Benzin wird um 35,2 Cent pro Liter entlastet, Diesel um lediglich 16,7 Cent pro Liter. Die Differenz bei der Subvention von 18,5 Cent ist also deutlich größer als der aktuelle Minderpreis von Diesel. Trotzdem wird das Tanken für alle aber natürlich spürbar preiswerter.

Erstmeldung vom 24. März 2022, 14:11 Uhr: München – Nachdem Tanken über viele Wochen regelrecht zum Luxus geraten war und zu schrägen Reaktionen seitens der Autofahrer führte (wie dem Tanken von Salatöl oder schlichtem Diesel-Diebstahl), ist nun auf breiter Front Entlastung in Sicht. Dafür sorgen schon allein die umfangreichen Maßnahmen der Bundesregierung.

Doch die sind zeitlich begrenzt. Da ist es umso beruhigender, dass der Preis für Kraftstoff jetzt ohnehin sinkt – und somit die Tankstellen-Rechnung bald insgesamt deutlich günstiger ausfallen dürfte.

ADAC: Kraftstoffpreise sinken – kehrt die Normalität zurück?

So ist der Preis für einen Liter Super E10 seit vergangener Woche um 11,2 Cent gesunken (Stand Mitte März). Danach kostet ein Liter derzeit im bundesweiten Durchschnitt 2,080 Euro, wie der ADAC ermittelt hat. Ähnlich deutlich ist der Preis für Diesel gefallen: Für einen Liter müssen die Autofahrer aktuell im Schnitt 2,173 Euro bezahlen – ein Rückgang von 11,9 Cent.

Auch wenn der Preis-Rückgang aktuell wieder zum Stillstand gekommen ist: Nachdem sich die Kraftstoffpreise trotz deutlich sinkenden Rohöl-Notierungen zuerst kaum bewegt hatten, zeigt der Trend nun klar nach unten.

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

ADAC: Kraftstoffpreise sinken – aber Diesel bleibt teuer

Viele Autofahrer hoffen nun, dass der Preis sich – auch nach dem Auslaufen des Entlastungs-Pakets – wieder auf das Niveau einpendelt, das er vor dem Überfall Russlands auf die Ukraine hatte. Mit einer Anomalie allerdings werden sie sich wohl noch länger abfinden müssen: Dass Diesel nämlich, entgegen jahrzehntelanger Erfahrung, teurer ist als Super E10.

Durch die zeitweise Senkung der Energiesteuer wird diese Schieflage vorerst noch mal deutlich verstärkt: Während Benzin mit 30 Cent pro Liter subventioniert wird, sind es bei Diesel nur 14 Cent. Nach derzeitigem Stand würde die Differenz pro Liter also 25 Cent betragen. Der niedrige Verbrauch (ca. 20 Prozent) eines Selbstzünders gegenüber dem eines Ottomotors würde sich also bei der Tankrechnung kaum noch bemerkbar machen. Da außerdem die Kfz-Steuer für einen Diesel deutlich höher liegt, sind die meisten Halter eines Diesel-Fahrzeuges künftig teurer unterwegs, als sie es per Benziner wären.

Auch interessant

Kommentare