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Spritpreise auf Rekordniveau: Benziner und Diesel oder E-Auto fahren - was ist günstiger?

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Von: Michelle Brey

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Die Spritpreise in Deutschland sind enorm gestiegen.
Die Spritpreise in Deutschland sind enorm gestiegen. © Marijan Murat/dpa

Die Spritpreise erreichen Rekordwerte. Benzin und Diesel sind so teuer wie nie - und der Vorteil für E-Autofahrer enorm. Doch wie lange bleibt das so?

München - Die Spritpreise in Deutschland liegen mit weit über zwei Euro pro Liter auf nie gekanntem Niveau. Seit der Eskalation des Ukraine-Konflikts sind die Preise beispiellos in die Höhe geschossen. Laut ADAC gab es seit dem 24. Februar enorme Preissprünge:

Jetzt will Finanzminister Christian Lindner (FDP) Autofahrern mit einem Tank-Rabatt unter die Arme greifen. Auf Twitter häufen sich indes einige Kommentare von Verbrauchern: Im Fokus stehen E-Autos, wie etwa von Tesla. So schrieb ein User etwa: „Wem der Spritpreis zu teuer ist, soll sich ein neues Elektroauto kaufen.“ Ein anderer User scheint froh: „Bei den Spritpreisen komme ich nicht umhin, ganz leise in mich hinein zu jubeln, dass wir schon vor längerer Zeit entschieden haben, unseren Alltag mit Lastenrad und Elektroauto zu bestreiten.“

Indes wird es wohl auch der ein oder andere Autofahrer überlegen, auf ein Elektroauto umzusteigen. Einer aktuellen Berechnung zufolge sind Fahrer von E-Autos nämlich klar im Vorteil, wie Merkur.de* berichtet.

Strom oder Diesel, Benzin und Super? - Was ist günstiger?

Wie aus einer Rechnung des Portals Verivox hervorgeht, können Fahrer von Elektroautos profitieren. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf das Vergleichsportal. Demnach liege die Ersparnis eines Elektroautos gegenüber einem Benziner bei 59 Prozent und gegenüber einem Dieselauto bei 57 Prozent. Doch wie werden sich die Strom- und Spritpreise mit Hinblick auf den Ukraine-Krieg entwickeln?

Wie der Bereichsleiter Energie bei der Verbraucherzentrale NRW, Udo Sieverding, gegenüber dem Handelsblatt sagte, sei zunächst davon auszugehen, dass Energiepreiserhöhungen zuerst an Tankstellen ankommen. Strompreiserhöhungen würden sich hingegen erst mit Verzögerung bei Haushalten bemerkbar machen.

Darüber hinaus ist die Entwicklung der Strom- und Spritpreise auch von den Maßnahmen der Bundesregierung um Kanzler Olaf Scholz und Finanzminister Lindner abhängig. Wie genau die Politiker eingreifen wollen, ist zunächst nur vage abzusehen und umstritten. Während Lindner den bereits erwähnten Tank-Rabatt anpeilt, hatte die Union um CDU und CSU eine Senkung der Mineral- und Mehrwertsteuer ins Gespräch gebracht.

Eine befristete Senkung der Mehrwertsteuer soll es nach Aussage von Lindner allerdings nicht geben. „Wenn die Union eine sogenannte Spritpreisbremse fordert, dann muss sie sagen, was sie im Haushalt kürzen will“, sagte Lindner dem Tagesspiegel. „Oder so muss bekennen, dass sie dafür neue Schulden aufzunehmen bereits ist.“

Strompreis: EEG-Umlage entfällt ab Juli 2022 - Energiegeld im Gespräch

Hinsichtlich der Strompreise ist indes bereits sicher: Ab Juli entfällt die EEG-Umlage. „Zum 1. Juli 2022 müssen Stromkunden keine EEG-Umlage („Ökostrom-Umlage“) mehr über ihre Stromrechnung zahlen“, hieß es zu dem Beschluss der Regierung in einer Pressemitteilung. Stromanbieter müssen demnach die Entlastung „in vollem Umfang an ihre Endverbraucher weitergeben“. Der Strom wird im Sommer also günstiger.

Baden-Württembergs Finanziminister Danyal Bayaz schlug indes eine weitere konkrete Maßnahme auf die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs vor. Aus seiner Sicht wäre ein „sozial gestaffeltes Energiegeld“ die richtige Maßnahme, wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte. Das wäre eine Direktzahlung an Bürgerinnen und Bürger“, führte er aus.

Bis dahin können Autofahrer zumindest einen Faktor ausnutzen. Um bestimmte Uhrzeiten tanken Autofahrer nämlich günstiger. (mbr mit dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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