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Von Corona-Hilfen: Mutmaßlicher Betrüger gönnt sich diesen Bentley – und noch viel mehr

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Von: Sebastian Oppenheimer

Ein mutmaßlicher Betrüger soll sich in den USA rund zwei Millionen US-Dollar Corona-Hilfen erschlichen und davon unter anderem einen Bentley gekauft haben. Doch dabei blieb es nicht.

Las Vegas – Es ist ein Fall, der viele durch die Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geratene Firmenbesitzer ziemlich zornig machen dürfte. Im US-Bundesstaat Nevada wurde nun ein Mann angeklagt, auf betrügerische Weise an knapp zwei Millionen US-Dollar (rund 1,64 Millionen Euro) an Bundesgeldern aus dem sogenannten Paycheck Protection Programm (PPP) gekommen zu sein. Das Geld ist eigentlich als Unterstützung für durch die Corona-Krise angeschlagene und in Not geratene Unternehmen gedacht. Stattdessen wirft die Bundesanwaltschaft dem Angeklagten vor, sich von dem mutmaßlich erschlichenen Betrag in Las Vegas zwei luxuriöse Eigentumswohnungen gekauft zu haben – und dazu noch zwei schicke Fahrzeuge: einen Bentley sowie einen Tesla.

Von erschlichenen Corona-Hilfen: Mutmaßlicher Betrüger gönnt sich diesen Bentley

Wie das „Las Vegas Review-Journal“ in seiner Online-Ausgabe berichtet, habe der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft unberechtigterweise gleich mehrere Anträge auf Staatshilfen gestellt. Dabei gab er immer unterschiedliche Firmennamen sowie unterschiedliche Mitarbeiterzahlen an. In den Anträgen erklärte der Mann, das Geld für Miete und Gehälter zu benötigen – und bestätigte bei jedem Antrag, kein weiteres Darlehen zu erhalten. Mit dieser Masche soll es der mutmaßliche Betrüger auf eine Summe von knapp zwei Millionen US-Dollar gebracht haben. (Autokennzeichen für 1,3 Millionen Euro: Dieser Mercedes-AMG C 43 fährt ein echtes Vermögen spazieren)

Ein schwarzes Bentley Continental GT Cabrio (Symbolbild)

Von erschlichenen Corona-Hilfen soll sich ein US-Amerikaner ein Bentley Continental GT Cabrio gegönnt haben (Symbolbild). © Bentley

Von erschlichenen Corona-Hilfen: Bentley Continental GT Cabrio für 260.982 US-Dollar

Laut Anklage kaufte sich der Mann im Sommer von dem Geld ein Bentley Continental GT Cabrio im Wert von 260.982 US-Dollar (rund 215.000 Euro). Dem Preis nach zu urteilen dürfte es sich um die Zwölfzylinder-Version handeln, mit einer Leistung von 635 PS, einem maximalen Drehmoment von 900 Nm und einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,8 Sekunden. Doch selbst wenn er sich „nur“ die V8-Variante des Bentley-Cabrios gegönnt haben sollte, leistet der Motor immer noch 550 PS, das maximale Drehmoment liegt bei 770 Nm und der Spurt vom Stand auf 100 km/h gelingt in 4,1 Sekunden – eine Höchstgeschwindigkeit von 318 km/h ist ebenfalls respektabel. (Mann soll von Corona-Staatshilfen diesen Lamborghini gekauft haben)

Ein Tesla Model 3 auf einer Messe in Shanghai (Symbolbild)

Auch ein Tesla Model 3 gönnte sich der Mann von den offenbar erschlichenen Corona-Hilfen (Symbolbild). © imago images / Xinhua

Von erschlichenen Corona-Hilfen: Fehlende Zahlungen an Arbeitslosenversicherung machten Mann verdächtig

Doch der mutmaßliche Betrüger beließ es nicht beim Bentley, nur zwei Wochen später erwarb er auch noch ein Tesla Model 3 – für vergleichsweise günstige 54.904 US-Dollar (rund 45.300 Euro). (Fertigungsexperte inspiziert neues Tesla Model 3: „Das ist nicht akzeptabel“)

Der größte Teil des Geldes floss laut Staatsanwaltschaft jedoch in zwei Luxus-Eigentumswohnungen in den Veer-Towers in Las Vegas, wobei eine der Wohnungen rund 225.000 US-Dollar (rund 185000 Euro) kostete und die andere 412.000 US-Dollar. Verdächtig gemacht hatte sich der Mann laut dem Bericht des „Las Vegas Review-Journal“ offenbar durch fehlende Zahlungen an die Arbeitslosenversicherung. Daraufhin hätten die Ermittler begonnen, die Geschäftsräume des Angeklagten zu überwachen – und waren so dem mutmaßlichen Betrüger so auf die Schliche gekommen.

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