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E-Reichweite steigt durch Beethoven-Musik – behauptet Kia

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Vielleicht braucht es gar keine größeren Batterien in E-Autos – sondern einfach nur die richtige Musik. Eine Studie von Kia brachte nun ein erstaunliches Ergebnis.

London – Nach wie vor gibt es immer wiederkehrende Kritikpunkte an der E-Mobilität: Da ist beispielsweise die Ladedauer, die immer noch schwach ausgebaute Ladesäulen-Infrastruktur in Deutschland – aber vor allem die teils knappe Reichweite der Elektroautos. Je aggressiver und schneller ein Fahrer fährt, desto weniger weit kommt man mit einer Akkuladung – das ist bei Verbrennerfahrzeugen natürlich nicht anders. Allerdings scheint es einen relativ einfachen Trick zum Stromsparen im E-Auto zu geben, behauptet nun Kia: Einfach Beethoven hören.

Ein Elektroauto lädt an einer Stromtankstelle (Symbolbild)
Laut dem Hersteller Kia schaffen E-Auto-Fahrer, die Beethoven hören, eine größere Reichweite. (Symbolbild) © Future Image/Imago

E-Reichweite steigt durch Beethoven-Musik – behauptet Kia

Wie eine Untersuchung von Kia UK ergab, kann sich die Art der im Elektroauto abgespielten Musik auf die reale Reichweite auswirken. Die Tests des koreanischen Autobauers – dessen neues Logo häufig als „KN“ missverstanden wird – wurden von Dr. Duncan Williams, einem führenden Experten in den Bereichen Akustik und Klangforschung, überwacht. Williams ist Dozent an der School of Science, Engineering and Environment der Universität Salford und außerdem Mitbegründer von WaveTrace, einem psychoakustischen Beratungsunternehmen, das sich auf die biometrische Erfassung menschlicher Reaktionen auf Klang- und Musikreize spezialisiert hat.

Für die Studie setzten sich die Teilnehmer, die zuvor noch nie ein reines Elektrofahrzeug gefahren hatten, hinter das Steuer eines Kia EV6 und absolvierten eine vorgegebene Teststrecke. Während des 18 Meilen (umgerechnet rund 29 Kilometer) langen Kurses wurde im Fahrzeug eine festgelegte Wiedergabeliste mit verschiedenen Musikgenres und Liedern abgespielt.

Blick auf ein Kia-Infotainment-Display
Laut Forscher Duncan Williams hat die abgespielte Musik einen „dramatischen Einfluss“ auf die reale Reichweite von Elektroautos. © Kia

Elektroauto: Musik kann laut Forscher „dramatischen Einfluss“ auf die Reichweite haben

„Nach nur zwei Testtagen haben wir festgestellt, dass Musik einen dramatischen Einfluss auf die reale Reichweite eines Elektrofahrzeugs haben kann“, erklärt Forscher Duncan Williams. Die Studie zeige, dass Wiedergabelisten mit klassischen Ambient-Stücken und berühmten symphonischen Kompositionen von Künstlern wie Ludwig van Beethoven (56, † 1827) die Batterieleistung weitaus besser erhalten als andere Musikgenres und Künstler.

Experte: „Wenn Sie weiter fahren wollen, hören Sie Beethoven“

„Kurz gesagt: Wenn Sie weiter fahren wollen, hören Sie Beethoven und andere entspannende klassische Musik – wenn Sie sich keine Sorgen machen, dass die Reichweite etwas schneller sinkt, spielen Sie auf jeden Fall ein paar schnellere Titel ab“, sagt Experte Duncan. Klassische Musik – wie etwa Beethovens 9. Sinfonie – schaffe eine ruhige, konzentrierte und ausgeglichene Umgebung für den Fahrer, was zu einem ruhigen und besonnenen Fahrstil führe. Die Testteilnehmer fuhren bis zu viermal effizienter, wenn sie Beethoven hörten, als bei bestimmten anderen Titeln der Testwiedergabeliste. Ob ruhige Musik auch Fahrfehler verhindern kann – wie bei dieser Tesla-Fahrerin, die mit ihrem Auto auf einem Rettungswagen „parkte“ – darüber sagt der Kia-Test indes nichts.

Ein Kia EV6
In ihrem Test benutzten die Musik-Probanden einen Kia EV6. © Kia

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Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Elektroauto: Musik von diesen Künstlern ist schlecht für die Reichweite

Auf der anderen Seite wurde festgestellt, dass Up-Tempo-Pop-Songs – wie „Blinding Lights“ von The Weeknd – bei den Testfahrern intensive Emotionen auslösten. Dies führte zu einem temperamentvolleren und energischeren Fahrstil, der sie doppelt so ineffizient machte, da sie mehr Leistung aus dem Auto herausholten. Als eher schlecht für den Stromverbrauch von E-Autos stellte sich im Test Musik von The Weeknd, Kanye West und Adele heraus.

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