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Japanischer Autobauer stoppt Verbrenner-Entwicklung – mit einer Ausnahme

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Ein Autobauer nach dem anderen schwört dem Verbrennungsmotor ab – nun auch ein japanischer Hersteller. Die Marke will aber eine Ausnahme machen.

Yokohama (Japan) – Schluss. Aus. Vorbei. Die Ära des Verbrennungsmotors neigt sich ganz offensichtlich dem Ende entgegen. Die Zeichen stehen auf Elektro. Schon seit Jahren schrumpft die Zahl der Zylinder, selbst in vielen sportlichen Modellen der Hersteller. Das wiederum scheint hochmotorisierte Supersportwagen mit zwölf Zylindern (oder gar 16 im Bugatti Chiron) als Anlagemöglichkeit sehr attraktiv zu machen. So ist nicht nur der mit 16 Zylindern ausgestattete Bugatti Chiron ausverkauft, sondern auch der Lamborghini Aventador mit purem V12-Motor – und auch selbst der V12-Bolide Gordon Murray T.33 war schon kurz nach seiner Ankündigung in festen Händen. Nun hat sich ein weiterer Autobauer entschieden, keine Verbrenner mehr zu entwickeln – dennoch lässt sich der japanische Hersteller ein Schlupfloch offen.

Japanischer Autobauer stoppt Verbrenner-Entwicklung – mit einer Ausnahme

Wie „Nikkei Asia“ berichtet, will der japanische Autobauer Nissan die Entwicklung neuer Verbrennungsmotoren in allen wichtigen Märkten beenden – und sich stattdessen auf elektrische Antriebe konzentrieren. Damit folgen die Japaner Marken wie Volvo und Audi, die ebenfalls keine Verbrennungsmotoren mehr entwickeln wollen. Die Entwicklung von Benzinmotoren für den europäischen Markt haben die Japaner bereits auf Eis gelegt, weil die Kosten für die Entwicklung solcher Aggregate unter der Euro-7-Emissionsnorm wohl zu hoch geworden wären – auch VW sieht die verschärfte Norm aus Kostenperspektive skeptisch.

Ein Nissan Ariya
Nissan will seinen Kurs ändern – und vor allem auf E-Autos setzen, wie etwa den Ariya. © Nissan

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Japanischer Autobauer stoppt Verbrenner-Entwicklung – aber nicht für den US-Markt

Bei dem Entwicklungs-Aus für Verbrenner macht Nissan jedoch eine Ausnahme: Und zwar bei Fahrzeugen, die für den US-Markt bestimmt sind. Dort sollen Benzinmotoren laut „Nikkei Asia“ in „begrenztem Umfang“ weiterentwickelt werden – speziell für die dort gefragten Pick-up-Trucks.

Bereits existierende Verbrenner-Aggregate will Nissan aber weiter optimieren – und Motoren für Hybridfahrzeuge sollen auch weiterhin entwickelt werden. Laut dem Bericht sollen aber trotz der Kurswende des japanischen Autobauers derzeit keine Stellenstreichungen geplant sein. *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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