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Auto-Wissen fehlt zunehmend: Kennen auch Sie Ihr Fahrzeug nicht richtig?

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Von: Christian Schulz

Autoland Deutschland – das gilt bei weitem nicht immer: Wenn es ums Wissen und das Verständnis fürs eigene Auto geht, sieht es manchmal übel aus. Wie gut kennen Sie Ihr Auto?

München – Nach wie vor gilt Deutschland als das Autoland schlechthin – und das eigene Auto als der Deutschen liebstes Kind. Doch stimmt das überhaupt? Laut einer repräsentativen Studie des britischen Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov in Zusammenarbeit mit dem Online-Automarktplatz YesAuto sind zumindest Zweifel angebracht: Denn das Ergebnis der Studie ist ernüchternd. Viele Deutsche verstehen rein gar nichts von ihrem eigenen Fahrzeug.

Auto-Wissen Fehlanzeige: Kennen auch Sie ihr eigenes Fahrzeug nicht?

Die Resultate der Analyse verblüffen: So bezeichnen sich nur 27 Prozent der autofahrenden Deutschen als sachkundig. Besonders schlecht steht es um die Kenntnisse der jüngeren Befragten. Unter den 18- bis 24-Jährigen attestierten sich lediglich 13 Prozent der Frauen und 19 Prozent der Männer ein gutes bis sehr gutes Verständnis über ihre Autos. (Kuriose Namen: So nennen wir Deutsche unsere Autos)

Gerade bei den technischen Spezifikationen tappen viele der Befragten weitgehend im Dunkeln. Ein Viertel der Autobesitzer kennt nicht einmal die exakte Leistung des eigenen Motors. Unglaubliche 21 Prozent geben an, nicht in der Lage zu sein, die Motorhaube zu öffnen. Wie sollen diese Verkehrsteilnehmer nur auf deutschen Straßen klarkommen – oder gar mit einer Panne umgehen? (Autoprobleme am Geräusch erkennen? Diese neue App soll genau das können)

Ein Mann füllt in einer Werkstatt mit einem Trichter Öl in den Motor eines Autos.

Viele Deutsche stellt bereits das Nachfüllen von Öl vor Probleme – weil sie kaum Ahnung von ihrem Auto haben. © imago images / Westend61

Auto-Wissen Fehlanzeige: Mangelnde Kenntnisse in Sachen Fahrzeugchecks

Das Ölnachfüllen bereitet fast 40 Prozent der Deutschen Schwierigkeiten. Das beginnt beim Finden des Ölmessstabes (30 Prozent) und geht beim korrekten Messen des Ölstandes (33 Prozent) weiter. Ähnlich fatal sieht es beim Thema Reifen aus – dabei sind gerade sie so wichtig für die Verkehrssicherheit. Die „Liste des Schreckens“ setzt sich fort: 35 Prozent der befragten Autofahrer trauen sich nicht zu, ohne Hilfe den Reifendruck zu überprüfen, 38 Prozent scheitern bereits am Aufpumpen. In der Summe ergibt sich ein Bild, das einen daran zweifeln lässt, ob alle Fahrerinnen und Fahrer für die Teilnahme am Straßenverkehr geeignet sind. (Oranger Pfeil auf Autobahn: Was bedeutet das markante Schild?)

Auch mit den grundlegenden Basisfunktionen im Innenraum ihrer Fahrzeuge haben erschreckend viele Probleme. So wissen 31 Prozent der Befragten nicht, wie sie die Uhr ihres Pkw stellen können und nur 50 Prozent trauen sich auf Anhieb zu, ein Handy per Bluetooth mit dem Auto zu verbinden. Kaum zu glauben, aber wahr: Zwölf Prozent aller Autobesitzer können nicht einmal die Funktionalität ihrer Scheibenwischer problemlos nutzen. Fahren wirklich dermaßen viele Ahnungslose herum? (Gebrauchtwagenkauf: Checkliste, Preisverhandlung, Probefahrt – worauf Sie achten sollten)

Ein älterer Mann steht vor der geöffneten Motorhaube seines Autos und telefoniert.

Ob alt oder jung – was die Technik ihres Wagens angeht, offenbaren viele Autobesitzer erschreckendes Unwissen. © imago images / Panthermedia

Auto-Wissen Fehlanzeige: Kuriose Kriterien für Kaufentscheidungen

Angesichts derartiger Zahlen verwundert es nicht, dass der Autokauf vielen Deutschen erhebliche Kopfschmerzen verursacht. Die technischen Eigenschaften des neuen Autos sind zwar in der Theorie ein wichtiges Kaufkriterium, am Ende sind aber häufig weniger komplexe Faktoren wie Preis (74 Prozent), Sitzheizung (37 Prozent) oder Farbe (37 Prozent) entscheidend. Ein letztes Mal Kopfschütteln gefällig? Für immerhin elf Prozent der deutschen Autofahrer ist tatsächlich der Getränkehalter maßgeblich für die Kaufentscheidung. (Mit Material vom mid)

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