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Nach Auto-Unfall: Star-Magier verlangt Schadenersatz, weil er Hellsichtigkeit verloren hat

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Von: Jasmin Pospiech

Erst Auto-Unfall, dann Karriereknick und Liebesfrust: Ein Promi-Hellseher verlangt deshalb 172.000 Euro Schadenersatz. Doch er hat die Rechnung ohne die Richterin gemacht.

London – Es ist schon fünf Jahre her, aber Maurice Amdur hat angeblich noch immer darunter zu leiden: Der einstige „Promi-Guru“ hatte einen Auto-Unfall im Marble-Arch-Kreisverkehr in London. Seitdem geht es für ihn nur noch bergab: karrieretechnisch wie auch in der Liebe.

Nach Auto-Unfall: Star-Magier will Schadenersatz, weil er Hellsichtigkeit verloren hat

Damals war der heute 56-Jährige gerade auf dem Heimweg in seinem Jaguar Cabrio, als ihm jemand unglücklicherweise von hinten ins Auto fuhr. Das angebliche Medium, das einst die „Reichen und Schönen“ beriet und sogar seine eigene Show namens „Maurice’s Psychic World“ beim Fernsehsender Sky hatte, hat seitdem angeblich nur noch Pech. In einem Fall in den USA kann man dagegen davon ausgehen, dass ein Autofahrer sich mutwillig hat anfahren lassen, um Geld abzukassieren.

Maurice Amdur als Einklinker, dazu ein Jaguar XKR-S Cabrio (Symbolbild)
Promi-Medium Maurice Amdur hat nach einem Auto-Unfall mit seinem Jaguar angeblich mit Spätfolgen zu kämpfen. (Symbolbild) © Imago, Jaguar

Denn Amdur behauptet, dass er durch den Zusammenstoß seine übernatürlichen Kräfte bzw. seine Hellsichtigkeit verloren habe. Schließlich soll der angebliche „Promi-Guru“ nicht nur Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen erlitten haben, sondern sich seitdem nicht mehr richtig konzentrieren können. Das habe seine Arbeit, seine Klienten zu „lesen“, massiv beeinträchtigt. Auch bei diesem Tesla-Fahrer fragt man sich, ob er die Wahrheit spricht, als er nach einem Crash behauptet, dass sein Autopilot aktiviert war.

Außerdem habe der Unfall dafür gesorgt, dass er impotent geworden sei und ihn deshalb schließlich seine damalige Freundin verlassen habe.

Nach Auto-Unfall: Star-Magier will Schadenersatz – Richterin lehnt ab

Deshalb hat er von der Versicherung des Unfallverursachers einen saftigen Schadenersatz von 172.000 Euro gefordert. Doch das Gericht hat jetzt seine Forderung zurückgewiesen und ihm schließlich noch die Prozesskosten aufgebrummt, die voraussichtlich bei über 115.000 (!) Euro liegen werden. (Gericht nimmt Verkehrsrowdy Ferrari weg – auch zweites Auto ist erst mal futsch)

Die zuständige Richterin Elizabeth Backhouse begründet ihr Urteil so: „Ich bin bereit zu akzeptieren, dass er [Maurice Amdur; Anm. d. Red.] sich vielleicht nicht gut genug fühlte, um so viele Arbeiten wie üblich zu erledigen oder mit normaler Arbeitsleistung zu arbeiten, aber ich bin überzeugt, dass er einige Sitzungen durchgeführt hat.“ Die Richterin findet, dass er „in Bezug darauf unehrlich gewesen“ sei. Dabei hätte Maurice Amdur eigentlich knapp 12.000 Euro für seine Unfallverletzungen zugesprochen bekommen, aber die gesamte Klage wurde aufgrund ihrer „grundlegenden Unehrlichkeit“ als „Strafmaßnahme“ abgewiesen. (Mann wegen unerlaubten Fahrens vor Gericht – Richter ist fassungslos, wo er gerade sitzt)

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