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Vogelkot und Blütenstaub entfernen: Tipps zur Autoreinigung im Sommer

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Im Sommer haben Autofahrer ein Problem: Auf dem Fahrzeug landen Blütenstaub, Vogelkot und Insektenreste. Bei der Entfernung sollte man ein paar Dinge beachten.

München – Was das Salz für den Autolack im Winter, sind im Sommer Blütenstaub, Vogelkot und Insektenreste. Wer sein Auto optisch frisch halten will, sollte deshalb auch in der warmen Jahreszeit zeitnah und strategisch gegen Verunreinigungen vorgehen. Neben der regelmäßigen Wäsche ist dabei außerdem die richtige Pflege wichtig, um langfristige Schäden am Lack zu vermeiden. Denn die Hinterlassenschaften von Flora und Fauna sind nicht nur klebrig, sie können sich sogar in die Oberfläche vom Lack einarbeiten und sogar Risse verursachen.

Im Sommer haben Autofahrer ein Problem: Auf dem Fahrzeug landen Vogelkot, Blütenstaub und Insektenreste.
Das wird richtig viel Arbeit: Ein Auto ist bedeckt mit Vogelkot. (Symbolbild) © Rolf Poss/Imago

Insektenreste und Blütenstaub entfernen: Tipps zur Autoreinigung im Sommer

Ein typisches Schmutzproblem im Frühjahr und Sommer sind Insektenreste. Diese sammeln sich vor allem nach längeren Überlandfahrten in größeren Mengen vornehmlich im Frontbereich und an den Außenspiegelkappen. Bevor sich die Insektenreste unter Einwirkung der Sommerhitze in die Lackoberfläche „einbrennen“, sollte diese zeitnah manuell entfernt werden. Bleibt die Bio-Kontamination länger auf dem Lack, härtet sie aus. Wer schnell reagiert, hat weniger Arbeit mit der Reinigung. Zuletzt waren viele Autos von Sahara-Staub überzogen – für dessen Entfernung der ADAC spezielle Tipps parat hat.

Insektenreste vom Auto entfernen: Nasses Zeitungspapier kann helfen

Eine einfache und günstige Methode ist es, betroffene Oberflächen mit feuchten Küchentüchern oder nassem Zeitungspapier zu bedecken. Nach wenigen Minuten Einwirkzeit lassen sich die aufgeweichten Insektenreste zum großen Teil wegwischen. Ist der Erfolg dieser Methode nur mäßig, sollte man auf spezielle Reiniger aus dem Zubehörhandel zurückgreifen, die Insektenreste tiefengründlich aufweichen. Wer diese einsetzt, sollte allerdings unbedingt auf die vom Hersteller angegebenen Einwirkzeiten achten. Bleiben die Mittel zu lange auf dem Lack, riskiert man unschöne Flecken.

Insektenreste von der Windschutzscheibe entfernen: Spezielle Schwämme eignen sich für Glas

Für einen guten Durchblick durch die Windschutzscheibe ist ebenfalls ein regelmäßiges Entfernen von Insektenresten wichtig. Hierfür bieten sich vor allem spezielle Insektenschwämme an, die sich allerdings nur für Glas- und nicht für Lackoberflächen eignen. Auf dem Lack können sie Kratzer verursachen. Auf der Scheibe lassen sich die Insektenteile mit dem Schwamm unter Zugabe von Wasser leicht mechanisch und meist rückstandslos entfernen. Vorsicht geboten ist übrigens auch bei der Unterbodenwäsche – die kann dem Auto laut einem Experten sogar schaden.

Blütenstaub und Vogelkot auf dem Lack: Am besten gleich in die Waschanlage

Während das Insekten-Problem nur bei fahrenden Autos entsteht, kommen während Standzeiten häufig Blütenstaub sowie Ausscheidungen von Bäumen und Vögeln hinzu. Präventiv vermeiden lässt sich diese Verschmutzung, indem man Parkplätze unter Bäumen nach Möglichkeit meidet. Steht das Auto jedoch mehrere Tage unter Bäumen, lassen sich Blütenstaub und andere Hinterlassenschaften leicht mit klassischer Autowäsche entfernen. Schnell und günstig geht das mit dem Besuch einer Hochdruckreiniger-Anlage. Etwas gründlicher und bequemer ist meist der Besuch einer Waschstraße. Vogelkot und Insektenreste werden allerdings selbst hier nicht immer vollständig entfernt. Direkt nach der Ausfahrt aus der Waschstraße kann es deshalb sinnvoll sein, noch einmal mit einem feuchten Lappen betroffene Stellen, eventuell auch unter Zuhilfenahme von speziellen Reinigungsmitteln kurz nachzubearbeiten.

Im Sommer haben Autofahrer ein Problem: Auf dem Fahrzeug landet Blütenstaub, Vogelkot und Insektenreste. Bei der Entfernung sollte man ein paar Dinge beachten.
Polieren sollte man das Fahrzeug keinesfalls in der prallen Sonne – die Polierpaste kann den Lack ausbleichen. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago

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Vorsicht beim Polieren: In der prallen Sonne kann der Lack Schaden nehmen

Um den Lack nach einer Wäsche wieder richtig auf Hochglanz zu bringen, ist nach der Außenwäsche noch eine Politur hilfreich. Wichtig dabei: Polituren werden nach Möglichkeit nicht in der prallen Sonne durchgeführt, sondern im kühleren Schatten. Die Polierpaste trocknet sonst zu schnell aus und kann ebenfalls den Lack angreifen, sodass dieser ausbleicht. Außerdem fallen das spätere Abreiben und das eigentliche Auspolieren deutlich leichter, solange die Lotion noch feucht ist. Empfehlenswert ist es deshalb immer einen Teilbereich nach dem anderen zu bearbeiten.

Vorsicht beim Polieren: Kunststoffteile aussparen

Wichtig ist auch, dass beim Auto lediglich der Lack behandelt wird. Kunststoffteile wie Außenspiegel, unlackierte Stoßfänger, Tür- und Schiebedachdichtungen sollten geschützt werden, sonst bildet sich darauf ein hässlicher hellgrauer Schleier. Als Finish bietet sich ein Autowachs an. Damit wird die glänzende Politur versiegelt und das Auto muss bei der nächsten Verschmutzung lediglich abgespritzt werden. (Mario Hommen/SP-X)

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