1. 24auto
  2. News

Auto bald rauchfreie Zone? Verstoß soll bis zu 3.000 Euro kosten

Erstellt:

Von: Simon Mones

Kommentare

Zum zweiten Mal haben einige Länder im Bundesrat ein Rauchverbot im Auto angeregt. Die Strafen sollten drastisch ausfallen.

Berlin – Rauchen ist nicht nur teuer, sondern schadet auch der eigenen Gesundheit sowie den Mitmenschen. Entsprechend herrscht in einigen Bundesländern in Bars und Kneipen längst ein Rauchverbot. Im eigenen Auto darf jedoch noch immer nach Lust und Laune gepafft werden – auch in Anwesenheit von Beifahrern. Doch genau das soll sich nun ändern.

Im Bundesrat haben Nordrhein-Westfalen, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein eine Änderung der Paragrafen 1,2 und 5 des Bundesnichtraucherschutzgesetzes (BNichtrSchG) auf den Weg gebracht. Das Rauchen im Auto soll so in bestimmten Fällen untersagt werden. Es ist bereits der zweite Anlauf, schon 2019 wurde ein entsprechendes Verbot angestrebt.

Auto bald rauchfreie Zone? Verstoß soll bis zu 3.000 Euro kosten

Sollte das Vorhaben dieses Mal erfolgreich sein, ist das Rauchen in Fahrzeugen im Beisein von Minderjährigen und Schwangeren künftig untersagt. Bei einem Verstoß gegen das geplante Verbot drohen den Autofahrern dann Bußgelder zwischen 500 und 3.000 Euro.

Hand einer Frau mit Zigarette am Steuer. (Symbolbild)
Geht es nach dem Bundesrat, ist Rauchen im Auto bald teilweise verboten. (Symbolbild) © Oskar Eyb/Imago

Diese werden auch dann fällig, wenn Fenster und Schiebedach teilweise oder ganz geöffnet sind. Einzig Cabrios mit komplett offenen Verdeck sollen von dem Rauchverbot ausgenommen werden. Die Bundesländer begründen ihren Vorstoß damit, dass auf freiwilliger Basis nicht darauf verzichtet würde, im Auto in Anwesenheit von Schwangeren oder Minderjährigen zu rauchen.

Auto bald rauchfreie Zone? Bundestag entscheidet über Gesetzesentwurf

Zudem stelle ein Rauchverbot nur einen leicht erhöhten „Vollzugsaufwand“ dar, da es im Rahmen der allgemeinen Verkehrskontrolle überprüft werden könne. In seiner Begründung verweist der Bundesrat außerdem auf die Folgen des Passivrauchens: Weltweit würden jährlich 166.000 Kinder an den Folgen des Passivrauchens sterben, heißt es in dem Gesetzentwurf.

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Für Minderjährige und Schwangere sei das Rauchen im Auto besonders schädlich. Denn: Nirgends sei die Passivrauchkonzentration so hoch wie im Auto als Mitfahrer. Messung Deutschen Krebsforschungszentrums (dkfz) hatten ergeben, dass die Schadstoffbelastung in einem verrauchten Auto rund fünfmal so hoch liegt wie in einer durchschnittlich verrauchten Bar. Der Schätzung des dkfz zufolge sind derzeit rund eine Million Minderjähriger in Deutschland Tabakrauch im Auto ausgesetzt. Der Gesetzesentwurf des Bundesrats wird nun an den Bundestag weitergegeben, dieser entscheidet, ob er den Vorschlag aufgreifen will. In einigen europäischen Staaten ist ein Rauchverbot im Auto bereits gesetzlich festgelegt. So zum Beispiel auch in Großbritannien, wo das Verbot bereits seit 2015 gilt. Einen BMW-Fahrer störte das jedoch nicht.

Auch interessant

Kommentare