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Audi ruft mehr als 100.000 Autos zurück – darum ist das ein bisschen peinlich

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Von: Marcus Efler

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Wegen eines Fahrwerk-Problems ruft Audi mehr als 100.000 Autos in die Werkstätten. Darum hätte sich der Hersteller den Aufwand sparen können.

Ingolstadt – Rückruf-Aktionen kommen bei den besten Herstellern vor. Auch mal mehrere hintereinander. Auch mal welche, die ziemlich viele Autos betreffen. Wenn trotzdem bei dem jüngsten Rückruf, den Audi veranlasst, einige Kunden ungläubig den Kopf schütteln dürften, haben sie wirklich einen guten Grund dafür. (Audi-A3-Fahrer will Fluss durchqueren – es endet dramatisch)

Audi ruft mehr als 100.000 Autos zurück – darum ist das ein bisschen peinlich

Mehr als 100.000 Fahrzeuge aus vielen Baureihen, nämlich A4, A5, A6, A7, A8, Q5, Q7, Q8 und e-Tron, die von November 2019 bis April 2021 produziert wurden, müssen weltweit in die Werkstätten. So weit, so teuer (für Audi) und nervig (für die Halter). Grund für den unfreiwilligen Boxenstopp ist eine fehlerhafte Fahrwerks-Einstellung, die zu ungleichmäßigem beziehungsweise übermäßigem Verschleiß der hinteren Reifen führt.

Audi A5, fahrend
Vom zweiten Rückruf betroffen: Der Audi A5. (Symbolbild) © Audi

In einem vergleichbaren Fall beim Porsche Cayenne (der dem Audi Q7 technisch ähnelt) könne laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die „verstellte Spureinstellungen im Extremfall zu einem Druckverlust der Reifen“ führen. Für die Audi-Modelle gibt es eine vergleichbare Warnung zwar nicht – trotzdem ist die Angelegenheit für die Volkswagen-Tochter recht peinlich. (Kurswechsel: Audi streicht kleine Modelle – und setzt auf Elektro-Luxusfahrzeuge)

Audi ruft mehr als 100.000 Autos zurück – und das nicht zum ersten Mal

Denn genau wegen Problemen mit der Spur der Heckachse waren ca. 150.000 Audi-Fahrzeuge im vergangenen Sommer schon einmal in die Werkstätten gebeten worden. Aber offenbar gab es zwischen diesen und der Ingolstädter Zentrale ein größeres Kommunikationsproblem: Denn bei zwei Drittel der Autos wurde wohl das Fahrwerk nach der Korrektur nicht noch mal vermessen – obwohl das notwendig gewesen wäre.

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In der Arbeitsanweisung für die Werkstätten aber fehlte offenbar der entsprechende Hinweis. Als sich mehrere Audi-Fahrer später über den unterschiedlichen Verschleiß des Reifenprofils beschwerten, musste Audi reagieren – und bittet die betroffenen über 100.000 Autos nun eben noch mal auf die Hebebühne.

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