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Lufthansa-Lounge als Vorbild: So edel ist Audis erster Charging Hub

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Von: Jasmin Pospiech

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Tesla als Vorbild? Audi will noch höher hinaus: Die erste eigene Ladestation erinnert eher an eine edle Vielflieger-Lounge als an eine Strom-Tanke.

Update vom 4. Januar 2022, 15:15 Uhr: Mittlerweile hat Audi seinen ersten Charging Hub eröffnet: An der B8 in Nürnberg können Fahrer des e-Tron GT und anderer Modelle mit Stecker nun bestaunen, wie edel sich die Ingolstädter die Elektromobilität künftig vorstellen. Zwar dürfen auch die Fabrikate fremder Marken an den sechs Ladepunkten mit jeweils 320 kW Leistung Energie zapfen, aber nur Audi-Besitzer haben per Tür-Code Zutritt zu einer exklusiven, 200 Quadratmeter großen Lounge – so wie nur Vielflieger mit prallem Meilenkonto und Reisende in der Business- oder First Class in die abgeschirmten Luxusräume der Airlines gelangen.

Auch das edle Interieur ist klar von den Räumlichkeiten von Lufthansa und Co. inspiriert – und lässt sogar die Supercharger-Stationen von Tesla alt aussehen. Bequeme Sessel, kleine Tische und für wärmere Tage eine Terrasse lassen die Wartezeit tatsächlich wie im Fluge vergehen. Dazu gibts Kaffee, Kaltgetränke und Snacks, hier können sich aber auch Fremd-Fahrer am Automaten bedienen. (Porsche plant eigenes Schnellladenetz – mit einer Besonderheit)

Lufthansa-Lounge als Vorbild: So edel ist Audis erster Charging Hub

Tagsüber ist ein hilfsbereiter Concierge zugegen. Wer die Pause zum Arbeiten nutzen möchte, findet ruhige Bereiche und W-LAN – oder kann sein hart verdientes Geld auch gleich wieder loswerden, indem er seinen nächsten Audi konfiguriert.

Innenbereich der Audi Charging Lounge
Luxus à la Airline-Lounge: Der exklusive Bereich für Audi-Fahrer in der Charging Lounge. © Manuel Hollenbach/Audi

Erstmeldung vom 25. Mai 2021, 15:44 Uhr: Ingolstadt – Vor Kurzem hat Audi das neueste vollelektrische Modell im Livestream vorgestellt: Der Q4 e-tron des Ingolstädter Autoherstellers ist das erste kompakte Elektro-SUV der Marke. Doch damit will sich Audi nicht zufriedengeben und plant jetzt noch ein weiteres Prestige-Projekt, das einmalig in Deutschland sein soll.

„Audi charging hub“: Schnelllade-Station mit Lounge – Fremdfabrikate kriegen weniger

Denn neben der Reichweite von E-Autos stellen auch die ewig langen Ladezeiten sowie die durchwachsene Ladeinfrastruktur für manche Kunden ein überwindbares Argument gegen die Stromer dar. Dem will Audi mit dem sogenannten „Audi charging hub“ entgegenwirken. Dabei handelt es sich um riesige Lade-Boxen in Würfelform, die neben Ladesäulen auch „gebrauchte Lithium-Ionen-Batterien als Stromspeicher“ bieten, wie es in einem offiziellen Pressestatement heißt.

Bis dato sollen sechs solcher reservierbarer Premium-Ladepunkte mit integriertem Lounge-Bereich geplant sein, „um den Aufenthalt als echtes Premium-Erlebnis zu gestalten“. Während sich also Audi-Kunden ganz entspannt einen Kaffee in der Premium-Lounge holen können, wird ihr E-Auto in der Zwischenzeit geladen. So zumindest die Vision. Der Audi Q4 e-Tron kann schließlich in etwa fünf Minuten Energie für bis zu 100 Kilometer Reichweite nachladen. (Kostenlos E-Auto fahren: Eine Lücke im Gesetz macht’s möglich)

Die Schnellladestation von Audi: „Audi charging hub“
Unten das E-Auto schnellladen, oben derweil in der Premium-Lounge sitzen: So soll die Ladestation „Audi charging hub“ funktionieren. © Audi

Doch auch E-Auto-Fahrer anderer Marken (Fremdfabrikate) sollen Audi zufolge „freie und nicht reservierte Ladepunkte sowie Teile der Lounge nutzen“ können, heißt es weiter. Allerdings gilt das laut Pressemitteilung erst mal nur für das Pilotprojekt, das noch 2021 anlaufen soll. Zudem ist nicht ersichtlich, in welchem Bereich der Premium-Lounge genau die E-Auto-Besitzer mit den Fremdfabrikaten sitzen dürfen – oder ob überhaupt. Konkurrenz bekommt Audi ausgerechnet von den Niederländern, das Unternehmen Fastned will hierzulande eine Supercharger-Station nach Tesla-Vorbild errichten.

„Audi charging hub“: Schnelllade-Station mit Lounge – Verhandlungen laufen noch

Dafür allerdings, wie der „Audi charging hub“ funktionieren soll: „Durch den Einsatz von 2nd-Life-Modulen, die aus zerlegten Entwicklungsfahrzeugen stammen, werden die Batteriezellen nicht nur einer nachhaltigen Zweitverwendung zugeführt – ein großer Vorteil liegt vor allem in ihrer Eigenschaft als Pufferspeicher für Gleichstrom“, heißt es. Und auf diese Innovation sollen Audi-Kunden auch nicht mehr lange warten müssen. (Wallbox: So finden Sie den richtigen Lader für Ihr Zuhause – so viel Geld gibt’s vom Staat)

Der erste dieser „Audi charging hubs“ könnte im Rahmen eines Pilotprojekts noch in der zweiten Jahreshälfte in Betrieb genommen werden. Entsprechende Verhandlungen bezüglich eines Standorts in Deutschland sowie mit möglichen Partnern, die für das Projekt infrage kommen, würden aktuell aber noch laufen. Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

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