Teurer Spaß

Audi-A8-Raser prescht mit Rekordgeschwindigkeit durch Elbtunnel – die Strafe ist empfindlich

  • Jasmin Pospiech
    vonJasmin Pospiech
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Mitten in Hamburg prescht plötzlich ein Audi-Fahrer an einem Streifenwagen vorbei. Im Elbtunnel gibt er dann noch mal richtig Gas – die Strafe ist allerdings empfindlich.

Hamburg – Was sich jetzt in Hamburg abgespielt hat, ist einfach nur zum Kopfschütteln: Beamte der Verkehrsdirektion Innenstadt/West fahren gerade auf der BAB 7 in Fahrtrichtung Süden, als sie plötzlich in einer Autobahnbaustelle im Bereich Hamburg-Volkspark von einem Audi-A8-Fahrer überholt werden.

Audi-A8-Raser heizt mit Rekordgeschwindigkeit durch Elbtunnel – die Folgen sind drakonisch

Weil der junge Mann darin sehr flott unterwegs ist, entschließen sich die Polizisten der ProViDa-Streife, die Verfolgung aufzunehmen und eine Videoaufzeichnung durchzuführen. ProViDa steht für „Proof Video Data System“ und bedeutet, dass Verkehrsverstöße (durch die Videoanlage) beweissicher festgehalten werden. Zum Leidwesen des Audi-A8-Fahrers. Das kann man wohl auch bei diesem jungen Audi-Fahrer sagen, der mit über 200 Sachen über eine österreichische Autobahn gebrettert ist und man nun weiß, dass er unter Drogeneinfluss gestanden hat.

Mit über 185 km/h durch den Elbtunnel brettern? Das kann ja nur ins Auge gehen. (Symbolbild)

Schließlich beschleunigt er nach der Baustelle zunächst auf 145 km/h, wie die Videoanlage misst, dabei sind an dieser Stelle nur 100 km/h erlaubt. Doch es kommt noch dicker: Kurze Zeit später fährt der 32-Jährige in den Elbtunnel, doch weil auf seiner Fahrbahn viel Verkehr herrscht, muss er zunächst die vorgeschriebenen 80 km/h einhalten. Ähnlich gefährdend hat sich unlängst ein bekannter Formel-3-Fahrer auf einer Autobahn verhalten, als er ein rasantes Überholmanöver hinlegt und dafür nun angefeindet wird.

Audi-A8-Raser heizt mit Rekordgeschwindigkeit durch Elbtunnel – und erreicht 187 km/h

Das geht jedoch nicht lange so, denn sobald die Spur wieder frei ist, zieht der Raser mit seinem 350 PS starken Wagen richtig ab: Am Ende heizt der junge Mann doch tatsächlich mit sage und schreibe 187 km/h durch den Tunnel – anstatt der erlaubten 80 km/h. Da sind nicht nur die Verkehrspolizisten fassungslos. Doch es geht noch doller, wie ein Raser jetzt beweist. Nachdem er mit 224 km/h auf dem Tacho von der Polizei gestoppt wird, macht seine Reaktion auch noch sprachlos.*

Kein Wunder also, dass solch ein rücksichtloses und gefährliches Fahrverhalten hart bestraft wird. Nachdem die Beamten den Wagen anhalten können, hagelt es nun Bußgelder & Co. (Jugendlicher surft auf Autodach: Mutter von drei Kindern „traut ihren Augen nicht“ – so reagiert sie)

Wie die Polizei Hamburg in einem offiziellen Pressestatement berichtet, erwarten den Audi-Fahrer nicht nur drei Monate Fahrverbot sowie zwei Punkte in Flensburg, sondern wegen der vorsätzlich und deutlich erhöhten Geschwindigkeitsüberschreitungen auch ein Bußgeld von satten 1.200 Euro. Ein teurer Spaß. *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Waldmüller

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