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Kurswechsel: Audi streicht kleine Modelle – und setzt auf Elektro-Luxusfahrzeuge

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Audi ändert seine Strategie: Der Hersteller wirft zwei Einsteiger-Modelle aus dem Programm. Die Ingolstädter orientieren sich künftig deutlich nach oben.

Ingolstadt – Wenn ein Autobauer seine Modellpalette nach unten erweitert, dann ist das Ziel klar: Mit erschwinglicheren Fahrzeugen sollen junge Neukunden gewonnen werden, die dann im Laufe ihres Lebens bei der Marke bleiben – und mit zunehmendem Einkommen dann auch teurere Modelle kaufen. Das Problem: Je kleiner das Auto, desto schwieriger lässt sich damit Geld verdienen. So richtig Geld in die Kassen spülen vor allem die großen Oberklasse-Modelle, bei denen die Käufer fleißig Kreuze auf der Ausstattungsliste machen. Der Ingolstädter Autobauer hat Audi nun eine deutliche Entscheidung getroffen: Man will sich stärker nach oben orientieren – gleich zwei Einstiegsmodelle fliegen aus dem Programm.

Fahraufnahme eines Audi Q2
Der Audi Q2 startete erst 2016 – das SUV-Einstiegsmodell der Ingolstädter soll keinen Nachfolger bekommen. © Audi

Kurswechsel: Audi streicht kleine Modelle – und setzt auf Elektro-Luxusfahrzeuge

„Konkret haben wir entschieden, den A1 nicht mehr zu bauen, und auch vom Q2 wird es kein Nachfolgemodell mehr geben“, sagte Audi-Chef Markus Duesmann (52) gegenüber dem „Handelsblatt“. Das ist durchaus ein echter Paukenschlag, sind die beiden Einstiegsmodelle beide noch sehr jung: Der Audi A1 wurde 2010 eingeführt, aktuell ist die zweite Generation auf dem Markt, die 2018 an den Start ging. Beim Mini-SUV Audi Q2 wird es sogar bei nur einer Generation bleiben – er kam erst 2016 auf den Markt. Auch BMW hatte kürzlich einem Modell den Stecker gezogen – und wird die Produktion des i3 nach zehn Jahren beenden. (Dieb klaut Audi A4 – mitsamt darin schlafendem Passagier)

Ein Audi A1 Sportback
Die zweite Generation des Audi A1 kam 2018 auf den Markt – eine weitere wird es nicht geben. © Audi

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Derweil ist laut Duesmann ein neues Flaggschiff in der Entwicklung: eine vollelektrische Luxuslimousine. „Wir sind im Zeitplan und werden das Modell 2025 auf die Straße bringen“, erklärte der Audi-Chef. Auf der Plattform des Fahrzeuges soll es auch Versionen bei Bentley und Porsche geben. (Mobiles Nachladen: Schnelle Hilfe, wenn der E-Auto-Akku leer ist)

Audi: Die aktuell knappen Halbleiter bevorzugt in höher positionierte Modellen verbaut

Schon jetzt priorisiert der Ingolstädter Autobauer laut Duesmann die höher positionierten Modelle: Die wegen der Chipkrise knappen Halbleiter werden bevorzugt in „Modelle mit höherer Gewinnbeteiligung“ verbaut. Aktuell seien größere Modelle besonders beliebt, weil sich die Menschen in der Pandemie etwas gönnen wollten. Der Trend gehe zu mehr Ausstattung. Das sei auch der Grund, warum der Umsatz bei Audi schneller steige als der Absatz. *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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