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Apple gegen Autoklau – können neue Apples AirTags auch Fahrzeuge orten?

  • Marcus Efler
    vonMarcus Efler
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Per iPhone das Auto finden – funktioniert das mit den neuen Apple AirTags? In einem bestimmten Fall geht es jedenfalls auch nur per iPhone.

Cupertino – Die Apple AirTags waren eine der wichtigsten Neuheiten der letzten Online-Show aus dem Apple Park:* Eine für Apple frische Produktkategorie, die vieles besser machen soll als bisherige Bluetooth-Tracker. Vor allem für iPhone-User bietet sich eine sehr komfortable Anwendung: Befestigt man den 35 Euro teuren Funkchip beispielsweise am Hausschlüssel, wird sein Standort in der App „Wo ist?“ angezeigt – neben denen von Familienmitgliedern, die auch ein iPhone mit sich tragen. Die können durchaus auch viele hundert, sogar tausende Kilometer entfernt sein. Und schon starten rege Diskussionen, was man mit den AirTags alles so tracken, suchen oder überwachen könnte. Gibt es etwa sinnvolle Einsatzmöglichkeiten für das eigene Auto? Kann ein AirTag seinen Standort melden, wenn man ihn ins Handschuhfach legt, oder auch irgendwo versteckt – um das Auto zu finden, wenn man seinen Parkplatz vergessen hat – oder gar, wenn es gestohlen wird? (Vater-Sohn-Duo klaut Porsche-Oldtimer aus Parkhaus – Video zeigt, wie dreist sie vorgehen)

Apples neue AirTags kosten 35 Euro, ein Viererpack gibt’s für 119 Euro – kann man damit auch ein geklautes Auto orten? (Symbolbild)

Apple gegen Autoklau – können neue Apple AirTags auch Fahrzeuge orten?

Apple selbst gibt keine Reichweite für seine AirTags an. Allerdings geben die verwendeten Funksysteme einen kleinen Hinweis darauf: So kommt natürlich Bluetooth nach Low-Energy-Standard zum Einsatz. Das wären klar unter 100 Meter. Liegt ein AirTag im Auto, verringert die Abschirmung durch das Blech die Reichweite auf unter 50 Meter. Außerdem in dem Westentaschen-Ufo: Apples Funkstandard U1, der noch eine etwas kürzere Reichweite hat, und ein NFC-Chip, der beispielsweise beim Bezahlen per iPhone zum Einsatz kommt, und nur wenige Zentimeter weit funkt. (Für iPhone: Virtueller Schlüssel spart Platz in der Hosentasche) Das zeigt: Die AirTags orten Gegenstände zwar zentimetergenau, sind aber vor allem für Suchen auf kurze Distanz ausgelegt und optimiert.

Apple gegen Autoklau – so hilft das iPhone, das Auto zu finden

Einen Autodieb wird man damit also kaum verfolgen können. Jedenfalls nicht direkt. Allerdings behilft sich Apple hier mit einem technischen Trick: Ist zufällig ein fremdes iPhone mit aktiviertem Bluetooth in der Nähe, nutzt der Airtag das quasi als Relais-Station, und funkt über das Mobilfunknetz zum Besitzer. Es gibt also durchaus eine Chance, dass sein Standort immer mal wieder aktualisiert wird. Zur Ortung eines vergessenen Parkplatzes gibt es indes eine einfachere Möglichkeit ganz ohne Airtags: Wer sein iPhone via CarPlay mit dem Auto verbunden hatte und dann mitnimmt, bekommt den Standort relativ genau in Apple Karten angezeigt. Dafür muss er einmalig im Menüpunkt „Karten“ seines iPhones die entsprechende Funktion aktivieren. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Imago, Apple

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