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Wie weit muss man nach Starthilfe fahren, um die Batterie zu laden? Manchmal bis zu einer Stunde

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Von: Marcus Efler

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Niedrige Temperaturen belasten die Auto-Batterie, nicht selten müssen sich Fahrer Starthilfe geben lassen. So lange es dauert es danach, bis der Stromspeicher wieder voll ist.

Gerade in der kalten Jahreszeit haben Pannendienste gut zu tun. Die häufigste Ursache für die Einsatzfahrten der Autoclubs sind, sogar über das ganze Jahr gerechnet, schwächelnde Autobatterien: Der Wagen springt nicht an. Das Problem betrifft dabei nicht nur Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, sondern auch Elektroautos. Bei denen muss der 12-Volt-Energiespeicher zwar keine Zylinder mit kältezähem Motoröl in Schwung bringen, aber mechanisch den Starkstromkreis für den Fahr-Akku schließen.

ADAC-Pannendienst bei Starthilfe. (Symbolbild)
Starthilfe ist der häufigste Einsatzgrund für Pannendienste. (Symbolbild) © Jens Wolf/dpa

Nach Starthilfe: So weit muss man fahren, um die Batterie zu laden

Klassischerweise überbrückt der Pannenhelfer – oder ein netter Nachbar – die ausgelaugte Batterie mit einem Starthilfe-Kabel, und nutzt so den Strom seines eigenen Fahrzeuges. Der Pannen-Pkw kann dann problemlos fahren, beim Verbrenner lädt derweil ein Generator, die sogenannte Lichtmaschine, die 12-Volt-Batterie wieder (bei E-Autos übernimmt das natürlich der große Fahrstrom-Akku).

Doch wie weit müssen Benziner und Diesel dann überhaupt fahren, damit wieder genug Saft für den nächsten Startvorgang in die Batterie fließt? Der ADAC empfiehlt etwas schwammig „eine längere Fahrzeit“ oder „eine längere Strecke am Stück“. Tatsächlich ist eine präzise Kilometer- und Minutenzahl auch kaum zu nennen, weil der Wert von vielen Faktoren wie dem Alter der Batterie, der Leistung der Lichtmaschine und der Außentemperatur abhängt.

Nach Starthilfe: Manchmal muss es sogar eine Stunde Fahrt sein

Eine Faustregel, um sicherzugehen, gibt es aber dennoch: Eine halbe, unter schlechten Bedingungen maximal eine ganze Stunde Fahrbetrieb sollten reichen, um eine halbwegs brauchbare Batterie an Bord zu haben. Für jene, die eine etwas längere Strecke pendeln, gelten 50 Kilometer, bei guten Bedingungen 30, als Richtwert.

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Wer schneller an seinem Arbeitsplatz ist, sollte das aber nicht durch besonders hochtouriges Fahren ausgleichen: Die Motor-Drehzahl hat nämlich kaum einen Einfluss auf den Ladestrom. Andererseits sollte man auch nicht versuchen, das Ziel möglichst energiesparend zu erreichen, etwa in dem man an roten Ampeln den Motor abstellt (eine Stopp-Start-Automatik greift übrigens nur bei ausreichendem Batterie-Level): Schon unter normalen Bedingungen bringt das nur unter gewissen Voraussetzungen etwas. Mit (noch) leerer Batterie kann man dann schnell zum Ampel-Blockierer werden.

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