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ADAC testet Wallboxen: Zwei Kandidaten fallen durch Sicherheitsprüfung

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Wer sein E-Auto zu Hause zügig und sicher laden will, braucht in der Regel eine Wallbox. Der ADAC hat 12 Geräte getestet – zwei fielen dabei durch.

München – Die Elektromobilität ist auf dem Vormarsch – und immer mehr Menschen greifen zu einem Stromer. Natürlich gibt es dabei einige Dinge im Vorfeld zu klären – und eines davon, ist die Frage nach dem Laden zu Hause. Zwar lassen sich manche Elektroautos tatsächlich an einer Haushaltssteckdose aufladen – doch selbst bei verhältnismäßig kleinen Batterien dauert der Ladevorgang dann eine halbe Ewigkeit. Wer sich einen Stromer zulegt, dürfte um den Kauf einer Wallbox also kaum herumkommen. Der ADAC hat in einem Test nun zwölf Exemplare unter die Lupe genommen. (Continental entwickelt Laderoboter – mithilfe von Start-up)

ADAC testet Wallboxen: Zwei Kandidaten fallen durch Sicherheitsprüfung

Besonderen Fokus legten die Tester bei den Wallboxen – die inzwischen allerdings nicht mehr von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert werden – auf die Kriterien Funktion und Sicherheit. Aber auch die Themen Ausstattung, Lieferung bzw. Montage sowie – wenn vorhanden – die dazugehörige App, flossen in die Bewertung mit ein. (Mobiles Nachladen: Schnelle Hilfe, wenn der E-Auto-Akku leer ist)

Ein Ladestecker steckt in einem E-Auto (Symbolbild)
Wer sein Auto zu Hause aufladen möchte, kommt um eine Wallbox kaum herum – der ADAC hat 12 Geräte getestet. (Symbolbild) © Martin Bäuml Fotodesign / Imago

ADAC testet Wallboxen: Sieger ist eine Überraschung

Eine Überraschung ist der Sieger des ADAC-Tests: Die Homefix von go-echarger landete in dem Vergleich ganz vorne – obwohl diese Wallbox die billigste im Test war. Bei einem Preis von 675 Euro (UVP) überzeugte das Gerät die Experten mit einer „sicheren und zuverlässigen Ladefunktion“ sowie einer „sehr guten“ App. Die zweitplatzierte Commander 2 von Wallbox Chargers – das einzige Modell im Test mit Touchscreen – kostet mit 1300 Euro fast das Doppelte. (Streit um Ladesäulen: Wer bestimmt im Mietshaus? Gericht hat entschieden)

Hier ein Überblick über die Testergebnisse:

Platzierung/FabrikatPreis (UVP)/Gesamtnote
1. go-eCharger HOMEfix 11 kW675 Euro / 1,8
2. Wallbox Chargers Commander 21300 Euro / 1,8
3. ABB Terra AC W11-G5-R-01090 Euro / 1,9
4. Easee Home 10103850 Euro / 1,9
5. ABL eMH2 2W2231 Extender1570 Euro / 2,0
6. Innogy eBox smart1200 Euro / 2,0
7. LRT EMOBILITY Home Essential Plus 11kW AC09C900 Euro / 2,0
8. Heidelberg Wallbox Energy Control790 Euro / 2,2
9. KEBA KeContact P30 x-series 981011330 Euro / 2,3
10. Mennekes AMTRON Charge Control 11 C21290 Euro /2,4
11. Alfen Eve Single S-line 90446058720 Euro / 5,0
12. PC Electric Wallbox GLB 363419P + WLAN-Modul1275 Euro / 5,0

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ADAC testet Wallboxen: Zwei Geräte mit Problemen beim Fehlerstromschutz

Die meisten Geräte schnitten im ADAC-Test mit „gut“ ab – zwei Wallboxen jedoch bekamen die Note „mangelhaft“ und landeten ganz hinten. Die Eve Single S-line 90446058 von Alfen fiel durch die Sicherheitsprüfung der Tester, weil sie bei der DC-Fehlstromschutzmessung zu spät auslöste – und wurde dadurch abgewertet. Auch die Wallbox GLB 353419P + WLAN-Modul von PC Electric rasselte durch die Sicherheitsprüfung: Der integrierte DC-Fehlerstromschutz der Wallbox löst bei verschiedenen Stromstärken nicht oder zu spät aus.

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