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ADAC prüft Preise an der Autobahn: Besser runter Richtung Autohof?

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Von: Simon Mones

Der ADAC hat die Preise an Autohöfen und Raststätten verglichen, um zu klären, wo es günstiger ist. Doch es gibt Kritik.

München – Wer viel auf den deutschen Autobahnen unterwegs ist, der kommt nicht drumherum, irgendwann an einer Raststätte oder einem Autohof zu halten. Sei es, weil der Magen knurrt, der Tank leer ist oder einfach, um eine kurze Pause einzulegen. Dabei dürfte sich der ein oder andere Autofahrer schon mal diese Frage gestellt haben: Wo ist es eigentlich günstiger?

Die hat sich auch der ADAC gestellt und die Preise von 35 Paaren aus Raststätte und Autohof miteinander verglichen. Diese durften jeweils maximal 20 Kilometer auseinanderliegen. Das Ergebnis: Die Raststätten waren im Schnitt bei 13 der 14 verglichenen Produkte teurer. (ADAC Mitgliedschaft: So kommt sie Ihnen günstiger - trotz Beitragserhöhung)

ADAC prüft Preise an der Autobahn: Besser runter Richtung Autohof?

Im Test des ADAC zeigten sich mitunter deutliche Preisunterschiede. So kostete die günstige Halbliterflasche Mineralwasser an den Autohöfen im Schnitt 1,42 Euro. An den Raststätten waren es 2,15 Euro. Zudem wurden auch die Preise für das günstigste belegte Brötchen, ein süß gefülltes Croissant sowie einen halben Liter Cola verglichen. Hier war die Raststätte jeweils rund 33 Prozent teurer als der Autohof. (Autofahren bald unbezahlbar? Das sind die krassesten Preistreiber)

Die Autobahnraststätte Beverbach an der A40 Stadtgrenze Dortmund und Bochum Ruhrgebiet Nordrhein West (Symbolbild)
An Raststätten zahlen Autofahrer oft mehr. (Symbolbild) © imagebroker/Imago

Auch beim Tanken stellte der ADAC einen deutlichen Preisunterschied fest. Diesel und Super E10 kosteten im Schnitt an den Raststätten 25 beziehungsweise 26 Cent mehr als an den Autohöfen. Mit Blick auf die steigenden Benzinpreise lohnt es sich hier also definitiv, die Autobahn zu verlassen. (Spritpreise gehen durch die Decke – so können sich Autofahrer wehren)

ADAC prüft Preise an der Autobahn: Kritik von Tank & Rast

Anders sieht es hingegen bei den warmen Mahlzeiten aus. Hier hat der ADAC die Preise für ein Schnitzel mit Beilage und ein Nudelgericht mit vegetarischer Soße verglichen. Die Preisunterschiede waren dabei nur minimal. Der Autoklub bemängelt jedoch, dass es an zahlreichen Anlagen kein vegetarisches Hauptgericht gibt. (Gegen E-Autos? ADAC will kein Verbrenner-Verbot – das steckt dahinter)

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Doch auch der ADAC muss sich Kritik stellen, wie die dpa berichtet. Der Raststättenbetreiber Tank & Rast wirft dem Autoklub „signifikante methodische Schwächen“ vor. Unter anderem sei die Entfernung von maximal 20 Kilometern für einen Vergleich zu weit. Zudem werde „das sich stark unterscheidende Leistungsspektrum von Autobahnraststätten und Autohöfen neben der Autobahn“ ausgeblendet. Denn anders als die Autohöfe blieben die Raststätten auch in umsatzschwachen Zeiten wie in der Nacht“ geöffnet.

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