1. 24auto
  2. News

ADAC-Studie zeigt, wie Autofahrer zwölf Cent beim Tanken sparen

Erstellt:

Von: Steffen Maas

Kommentare

Die Preise für Benzin und Diesel schwanken. Das ermöglicht Autofahrern, beim Tanken bares Geld zu sparen. Eine ADAC-Studie zeigt es, wie es geht.

Die Achterbahnfahrt der Preise an deutschen Tankstellen lässt sich zumindest etwas vorhersagen: Zu diesem Ergebnis kommt der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) nach der Auswertung einer Studie zu den Preisbewegungen an den rund 14.000 Tankstellen in Deutschland im Juli. In Zeiten krisengetriebener Rekordpreise ist die Erkenntnis am wichtigsten, dass Tanken den Geldbeutel der Verbraucher am meisten schont, wenn man sich zwischen 20 und 22 Uhr an der Zapfsäule bedient. Aktuell kann die Uhrzeit laut ADAC einen Unterschied von bis zu zwölf Cent pro Liter machen. Das bedeutet: Autofahrer sparen bares Geld beim Tanken.

Name:Allgemeiner Deutscher Automobil-Club
Gründung:24. Mai 1903 in Stuttgart
Sitz:München
Mitglieder:21.231.584 (Stand: Ende 2021)

Spritpreise aktuell: Wann Autofahrer beim Tanken sparen, zeigt ADAC-Studie

Ebenfalls günstig ist es zwei Stunden vorher: Von 18 bis 19 Uhr erwischt man durchschnittlich die zweitgünstigsten Preise des Tages an den Tankstellen. Generell hat der ADAC bei seiner Untersuchung beobachtet, dass sich der Preis den Tag über stetig nach unten orientiert – wenn auch mit zwischenzeitlichen, kleineren Ausschlägen zurück nach oben. Das birgt Potenzial fürs Sparen beim Tanken.

Ein Auto beim Tanken sowie ein Mann mit mehr Bargeld.
Wer zur richtigen Zeit die Zapfsäule ansteuert, der kann bares Geld sparen, hat der ADAC herausgefunden. (24hamburg.de-Montage) © Uwe Lein/dpa/Friso Gentsch/dpa

Dieser Zick-Zack-Kurs beginnt nachts bei einem neutralen Niveau und steigert sich dann von fünf bis sieben Uhr kontinuierlich, bis der Spritpreis seinen Tageshöchstwert durchschnittlich um 7.15 Uhr bei +8 Cent erreicht. Dann geht es in Wellenform bergab – wobei die Abschwünge größer ausfallen als die insgesamt sieben erneuten Preiserhöhungen.

So landet der Preis schließlich im abendlichen Keller: Um 21.45 Uhr ist man im Vergleich zum Tages-Startpreis bei -4 Cent angelangt. Wer zu diesem Zeitpunkt tankt, spart also rund zwölf Cent pro Liter im Vergleich zum Autofahrer, der morgens um sieben Uhr auf dem Weg zur Arbeit nachgefüllt hat.

Kraftstoffpreise: Benzin oder Diesel? Potentzial zum Sparen beim Tanken bei beiden gleich

Viel Einsparungspotenzial für Autofahrer also, die dabei je nach Kraftstoff auch keine Rechenspiele mehr machen müssen. Die Preisschwankungen zwischen Benzin und Diesel, die der ADAC noch im Mai 2022 festgestellt hatte, haben sich mittlerweile wieder angeglichen. Damals konnten Besitzer von Diesel-Fahrzeugen deutlich mehr sparen als Benziner-Eigentümer.

Diese Unterschiede sind jetzt nicht mehr zu erkennen. Das bedeutet, für beide Verbrenner kann der richtige Zeitpunkt beim Ansteuern der Tanke bei einer 50-Liter-Tankfüllung bei der Rechnung einen Unterschied von rund sechs Euro bedeuten.

Geld sparen beim Tanken: Spät kaufen und Konkurrenzkampf anfachen

Dementsprechend rät der ADAC dazu, diese Kostentiefpunkte zu nutzen und zudem auch auf die Unterschiede zwischen den verschiedenen Tankstellen zu beachten. So stärke man zudem den Wettbewerb und Konkurrenzkampf auf dem Kraftstoffmarkt. Das ist wichtig, da die Mineralölkonzerne laut ADAC nicht nur Opfer des Ukraine-Krieges sind.

So haben sich die Spritpreise seit März vom Ölpreis entkoppelt und seien deutlich höher gestiegen als die entsprechenden Rohmaterialpreise. „Gemessen am Rohölpreis und Dollarkurs ist Benzin derzeit sehr deutlich zu teuer“, sagte ein ADAC-Sprecher vor wenigen Tagen noch der Bild. Die Ölkonzerne haben ihre Margen seitdem mehr als verfünffacht, meldet der ADAC.

Entlastungspaket: Tankrabatt läuft Ende August aus – Preisanstieg zu erwarten

Das scheint sich nach Beobachtungen des Automobil-Clubs jetzt allerdings zu normalisieren. So seien sowohl Super E10 als auch Diesel in der zweiten Augustwoche bereits deutlich günstiger als noch in der Vorwoche: Im bundesweiten Mittel zahlen Verbraucher 1,707 Euro für Super E10 (-2,5 Cent) und 1,890 Euro für Diesel (-3,7 Cent).

Nach ADAC Einschätzung sind die gesunkenen Spritpreise „eine notwendige Anpassung an die ebenfalls niedrigeren Rohölnotierungen“. Der Sinkflug der Preise wird allerdings bald ein ziemlich sicheres Ende finden: Ende des Monats läuft der von der Bundesregierung als Steuerentlastung eingeführte Tankrabatt aus. „Danach wird die Steuer wieder in gewohntem Umfang erhoben, mit der Folge, dass die Kraftstoffpreise wieder deutlich steigen dürften“, befürchten die Experten vom ADAC.

Zuvor gab es bereits Unmut aus vielen Lagern darüber, dass die Maßnahme kaum Wirkung zeige – weil sich die Konzerne die Steuerentlastungen als Gewinne einstrichen.

Auch interessant

Kommentare