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Kraftstoffpreise sinken – aber was ist bloß mit Diesel los?

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Von: Marcus Efler

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Parallel zur Entlastung durch die Bundesregierung sinkt auch der Spritpreis an der Tankstelle. An eine merkwürdige Entwicklung werden sich Autofahrer allerdings gewöhnen müssen.

München – Nachdem Tanken über viele Wochen regelrecht zum Luxus geraten war und zu schrägen Reaktionen seitens der Autofahrer führte (wie dem Tanken von Salatöl oder schlichtem Diesel-Diebstahl), ist nun auf breiter Front Entlastung in Sicht. Dafür sorgen schon allein die umfangreichen Maßnahmen der Bundesregierung.

Doch die sind zeitlich begrenzt. Da ist es umso beruhigender, dass der Preis für Kraftstoff jetzt ohnehin sinkt – und somit die Tankstellen-Rechnung bald insgesamt deutlich günstiger ausfallen dürfte.

ADAC: Kraftstoffpreise sinken – kehrt die Normalität zurück?

So ist der Preis für einen Liter Super E10 seit vergangener Woche um 11,2 Cent gesunken (Stand Mitte März). Danach kostet ein Liter derzeit im bundesweiten Durchschnitt 2,080 Euro, wie der ADAC ermittelt hat. Ähnlich deutlich ist der Preis für Diesel gefallen: Für einen Liter müssen die Autofahrer aktuell im Schnitt 2,173 Euro bezahlen – ein Rückgang von 11,9 Cent.

Auch wenn der Preis-Rückgang aktuell wieder zum Stillstand gekommen ist: Nachdem sich die Kraftstoffpreise trotz deutlich sinkenden Rohöl-Notierungen zuerst kaum bewegt hatten, zeigt der Trend nun klar nach unten.

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Preisschild an einer Tankstelle (Symbolbild)
Der Kraftstoffpreis entfernt sich von seinen Rekordwerten. (Symbolbild) © Jan Huebner/Imago

ADAC: Kraftstoffpreise sinken – aber Diesel bleibt teuer

Viele Autofahrer hoffen nun, dass der Preis sich – auch nach dem Auslaufen des Entlastungs-Pakets – wieder auf das Niveau einpendelt, das er vor dem Überfall Russlands auf die Ukraine hatte. Mit einer Anomalie allerdings werden sie sich wohl noch länger abfinden müssen: Dass Diesel nämlich, entgegen jahrzehntelanger Erfahrung, teurer ist als Super E10.

Durch die zeitweise Senkung der Energiesteuer wird diese Schieflage vorerst noch mal deutlich verstärkt: Während Benzin mit 30 Cent pro Liter subventioniert wird, sind es bei Diesel nur 14 Cent. Nach derzeitigem Stand würde die Differenz pro Liter also 25 Cent betragen. Der niedrige Verbrauch (ca. 20 Prozent) eines Selbstzünders gegenüber dem eines Ottomotors würde sich also bei der Tankrechnung kaum noch bemerkbar machen. Da außerdem die Kfz-Steuer für einen Diesel deutlich höher liegt, sind die meisten Halter eines Diesel-Fahrzeuges künftig teurer unterwegs, als sie es per Benziner wären.

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