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Ford Mustang Mach-E: ADAC deckt eklatanten Sicherheitsmangel auf

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Von: Sebastian Oppenheimer

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In einem Test hat der Automobilclub ADAC einen eklatanten Sicherheitsmangel beim Ford Mustang Mach-E aufgedeckt. Der Hersteller hat bereits reagiert.

München – Es ist noch nicht allzu lange her, da haben Tester eines schwedischen Automagazins das Fahrverhalten des Ford Mustang Mach-E scharf kritisiert. Beim sogenannten „Elchtest“ erntete der Stromer schlechte Noten. Bei einem Tempo von 72 km/h war der Mach-E demnach bei flinken Ausweichmanövern nicht mehr auf Kurs zu halten. Nun hat der Automobilclub ADAC den Ford getestet – und kam dabei ebenfalls zu einem erschreckenden Ergebnis.

Ford Mustang Mach-E: ADAC deckt eklatanten Sicherheitsmangel auf

Laut den Testingenieuren des Clubs zeige das E-SUV „ein kritisches Fahrverhalten im Grenzbereich, was zu einer erhöhten Unfallgefahr führen kann.“ Der Ford Mustang Mach-E sei im Test negativ durch eine stark ausgeprägte Tendenz zum Übersteuern aufgefallen – weshalb das Fahrzeugheck zum Ausbrechen neige. Zudem greife das Stabilitätsprogramm ESP erst sehr spät ein – sowohl im Standard als auch im Sport-Fahrmodus. (101-Jähriger fuhr schon Ford Model T – und heute im elektrischen Mustang Mach-E)

Fahraufnahme eines Ford Mustang Mach-E im Regen. (Symbolbild)
Der ADAC hat dem Ford Mustang Mach-E im Test ein „kritisches Fahrverhalten“ attestiert. (Symbolbild) © Ford

Ford Mustang Mach-E: Laut ADAC-Testern besteht erhöhte Unfallgefahr

Laut Einschätzung der ADAC-Tester bestehe ein erhöhtes Crash-Risiko, denn das Fahrzeug könne bei zu schneller Kurvenfahrt oder bei einem plötzlichen Ausweichmanöver von der Fahrbahn abkommen oder in den Gegenverkehr schleudern. Der Ford Mustang Mach-E sticht offensichtlich extrem negativ aus den bisherigen Tests heraus: „Ein vergleichbares Fahrverhalten zeigte bislang keines der Konkurrenzmodelle, die den ADAC Autotest durchlaufen haben.“ (Ford Mustang Mach-E GT: Shelby-Kur verwandelt SUV in Elektro-Musclecar)

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Ford Mustang Mach-E mit „kritischem Fahrverhalten“: Autobauer will nachbessern

Offenbar hat nun auch Ford eingesehen, dass man das SUV nicht in dieser gefährlichen Abstimmung belassen kann. Nachdem der ADAC den Autobauer mit den Testergebnissen konfrontiert hat, habe dieser zugesichert, „die ESP-Kalibrierung im Normalmodus … hin zu einer stärker kontrollierten Auslegung zu modifizieren. Für alle Fahrzeuge, die sich bereits in Kundenhand befinden, erfolgt das Update sobald möglich über die ‚Over-the-Air-Update‘-Funktionalität.“ (Ford Mustang soll verladen werden – doch das geht mächtig schief)

Wenn ein Fahrzeug mit der überarbeiteten ESP-Abstimmung verfügbar ist (voraussichtlich Anfang 2022), will der ADAC das Auto erneut testen.

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