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Sprit so günstig wie zuletzt vor einem Jahr – Experte erwartet noch mehr

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Von: Robin Dittrich

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Die Benzinpreise machen Autofahrern in Deutschland zu schaffen. Ein Experte des ADAC sagt jetzt jedoch sinkende Preise für Benzin und Diesel voraus.

Berlin – Im Zuge des Ukraine-Krieges stiegen die Preise für Benzin und Diesel 2022 stark an. Zwischenzeitlich wurden sogar die zwei Euro pro Liter deutlich überschritten. Geht es nach einem ADAC-Experten, wird bald ein gegenläufiger Trend zu beobachten sein – die Preise an der Zapfsäule sollen sinken.

ADAC-Experte rechnet mit günstigeren Preisen für Benzin und Diesel

Im Jahr 2021 lag der durchschnittliche Preis für einen Liter Diesel laut ADAC noch bei 138,5 Cent, E10 kostete 152,2 Cent. Aufgrund des Ukraine-Krieges stiegen die Preise 2022 schlagartig an. Benzin kostete dort durchschnittlich 186 Cent, Diesel sogar 194,6 Cent. Zwischenzeitlich wurden Benzinpreise von 2,37 Euro gemeldet. Experten gaben damals an, dass Preise von 3 Euro pro Liter keine Unmöglichkeit mehr seien. Wie der ADAC-Kraftstoffmarkt-Experte Jürgen Albrecht gegenüber der dpa jetzt angibt, ist für das Jahr 2023 ein deutlich anderer Kurs zu erwarten, wie kreiszeitung.de berichtet.

Ein ADAC-Experte sagt sinkende Preise für Benzin und Diesel voraus – kommen die noch 2023?
Ein ADAC-Experte sagt sinkende Preise für Benzin und Diesel voraus – kommen die noch 2023? © Hauke-Christian Dittrich/dpa (Symbolbild)

Im Februar 2023 lagen die Preise für Diesel und E10 gleichermaßen bei 175,4 Cent pro Liter – nur knapp über denen im Februar 2022. Halten sich diese Preise auch im März 2023, könnte sich das laut ADAC sogar in der Inflationsrate bemerkbar machen. Die Spritpreise machen rund 3 Prozent des Verbraucherpreisindexes aus: „Dadurch ergibt sich rechnerisch eine dämpfende Auswirkung von knapp einem halben Prozentpunkt.“ Obwohl die Preise für die Kraftstoffe deutlich unter denen vor einem Jahr liegen, sollten sie noch niedriger sein.

ADAC-Experte erwartet günstigere Benzinpreise in naher Zukunft

Für ADAC-Experte Albrecht sind die Preise für Benzin und Diesel noch immer zu hoch, wenn man sie mit dem Ölpreis und Eurokurs abgleicht. „Aber die Entkopplung mit extremen Preisen ist vorbei.“ Vor allem Diesel, das in den Vorjahren deutlich unter dem Preis von Benzin lag, hat laut Albrecht noch Potenzial. Positiv zu sein scheint der erneute Zusammenhang des Benzinpreises mit dem Ölpreis: „Ich halte es nicht für sehr wahrscheinlich, dass er stark steigt“ – so wie auch der Preis an der Zapfsäule.

Fallen die Preise an der Tankstelle nicht weiter, ruft Jürgen Albrecht die Verbraucher zum Handeln auf. Diese sollen bewusst nur zu günstigen Preisen tanken. „Die Mineralölkonzerne werden ihre Margen nicht freiwillig aufgeben.“ Albrecht erwartet, dass die Preise an der Zapfsäule sinken werden, wenn auch der Ölpreis sinkt. Auch dieser liegt aktuell deutlich unter dem, was noch vor einigen Monaten gezahlt werden musste. Eine genaue Vorhersagte für 2023 zu treffen, fällt auch dem Experten schwer. Das Überraschende: Obwohl der Preis für Benzin und Diesel im Jahr 2022 in die Höhe schoss, wurde nicht weniger Sprit als in den Vorjahren verbraucht.

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