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Elektroauto-Fahrer zu geizig zum Laden: In Wüste gestrandet

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Von: Marcus Efler

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Hyundai Ioniq 5 wartet in Wüste-auf den Abschleppwagen
Der Hyundai Ioniq 5 wartet auf den Abschleppwagen. © Reddit

Weil er zu einer Gratis-Ladestation wollte, reizte ein Hyundai-Fahrer die Reichweite aus. Einen Faktor hatte er allerdings nicht berücksichtigt.

Kalifornien – Man kennt es auch von Autos mit Verbrennungsmotor: Weil der Sprit an der Marken-Tankstelle zu teuer ist (und derzeit kann er richtig teuer sein), fährt man trotz grell leuchtender Reserve-Anzeige noch weiter zur Billig-Station. Meistens reicht es ja auch. Und wenn nicht, genießt man einen netten Spaziergang mit dem Benzinkanister (und riskiert freilich ein heftiges Bußgeld).

Deutlich komplizierter ist das bei Elektroautos. Auch wenn der ADAC schon einige mobile Ladestationen unterhält, sollte man es nicht darauf ankommen lassen – zumal man Stromer nicht von einem anderen Auto zur nächsten Ladesäule ziehen lassen sollte, sondern auf den Abschlepp-Lkw warten muss.

Elektroauto-Fahrer zu geizig zum Laden: In der Wüste gestrandet

Genau das passierte dem Fahrer eines Hyundai Ioniq 5, der in einer Wüstenregion von Kalifornien auf Camping-Tour unterwegs war. Für den Rückweg hatte er sich eigentlich eine Ladestation herausgesucht – diese dann aber aus Geiz ausgelassen, weil die Akkus bis einem 60 Meilen (97 Kilometer) entfernten Gratis-Ladepunkt (gibt es in Deutschland hier) hätten halten sollen: 70 Meilen, also 112 Kilometer, waren laut Reichweiten-Anzeige noch drin.

Doch der Amerikaner hatte die Rechnung ohne das Wetter gemacht: „Ich bemerkte nicht, dass ich mit 20 mph Gegenwind fuhr“, berichtete er später auf Reddit. Die immerhin 48 km/h von vorn strapazierten den Akku so stark, dass sie knapp 50 Kilometer vor der Ladesäule nur noch Strom für 15 Kilometer meldeten.

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Elektroauto-Fahrer zu geizig zum Laden: In der Wüste gestrandet

Da stoppte der Hyundai-Fahrer – und rief einen Abschleppwagen. Mit der verbliebenen Energie konnte er immerhin noch selbständig auf dessen Ladefläche rollen. Sein Wüsten-Abenteuer abseits des in Kalifornien eigentlich gut ausgebauten Ladenetzes postete er, um andere Elektroautofahrer davor zu warnen, die angezeigte Reichweite komplett ausnutzen zu wollen.

Genau das tun nämlich offenbar viele, wie der Fahrer des Trucks dem Gestrandeten verriet: „Er erzählte mir, er würden jede Woche Elektroautos abschleppen, und bei der großen Mehrzahl sei der Akku bis null gefahren worden“, so berichtet der Stromer-Fahrer. Das immerhin habe er nicht getan.

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