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99-Jährige macht Führerschein neu – für ein besonderes Auto

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Ihr Wunsch war, wieder mobil zu sein: Eine Frau aus Kempten hat deshalb ihren Führerschein neu gemacht – im Alter von fast 100 Jahren.

Kempten – Wenn ein Mensch mit 100 Jahren noch hinter dem Lenkrad eines Autos sitzt, dann ist das sicher nichts Alltägliches. Ausgeschlossen ist es natürlich nicht: Erst vor kurzem ermöglichte Ford einem 101-Jährigen eine Vergleichsfahrt zwischen einem Model T – und einem elektrischen Mustang Mach-E. Der Mann hatte 1936 als einer der ersten Briten überhaupt seinen Führerschein gemacht. Ganz anders ein Mann, der kürzlich in einer Polizeikontrolle aufflog – er war 72 Jahre (!) ohne „Lappen“ unterwegs gewesen. In Deutschland hat sich nun eine 99-Jährige dazu entschieden, ihren Führerschein neu zu machen.

99-Jährige macht Führerschein neu – für ein besonderes Auto

Wie die „Illertisser Zeitung“ berichtet, handelt es sich um eine ehemalige Ärztin, die wieder mobil sein möchte. Deshalb hat sie sich entschieden, den Führerschein noch einmal zu machen – und zwar für die „Mopedklasse“ AM. Allerdings darf man damit nicht nur Zweiräder steuern, sondern auch sogenannte Leichtmobile oder Leichtfahrzeuge – und genau so eines möchte die Frau, die im Dezember 100 Jahre alt wird, in Zukunft fahren. (Opel Rocks-e im Test: Darum ist der Elektrozwerg mit 45 km/h der Schnellste in der City)

Eine Frauenhand greift an den Zündschlüssel. (Symbolbild)
Mit 99 Jahren hat eine Frau in Kempten ihren Führerschein neu gemacht. (Symbolbild) © Kentaroo Tryman / Imago

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99-Jährige macht Führerschein neu – „umeinandrasen werde ich ja nicht“

Ein solches Leichtmobil ist stark limitiert, was die Höchstgeschwindigkeit betrifft: bei 45 km/h ist Schluss. Der 99-Jährigen macht das aber nichts aus: „umeinandrasen werde ich ja nicht“, sagte sie gegenüber der Zeitung. Und in Kempten dürfe man ja ohnehin nur 30 oder 50 Stundenkilometer fahren. Ein Vorteil von Leichtfahrzeugen: In Deutschland sind sie von der Hauptuntersuchung und der Zulassung befreit, was bedeutet, dass auch keine Kfz-Steuer fällig wird. Anstatt eines Kfz-Kennzeichens genügt ein Versicherungskennzeichen. Nachteil gegenüber einem „normalen“ Auto ist – neben der stark gedrosselten Geschwindigkeit – die geringere passive Sicherheit.

99-Jährige macht Führerschein neu – Rundfahrt durch Tempo-30-Zonen

Mit zehn Fahrstunden in einem „normalen“ Auto hat die 99-Jährige ihre Fahrpraxis wieder aufgefrischt. Ihr blaues Leichtmobil will sie nun in erster Linie zum Einkaufen nutzen, wie die „Illertisser Zeitung“ berichtet. Ihre erste Fahrt im neuen Gefährt unternahm die bald 100 Jahre alte Frau dann aber doch nicht ganz alleine: Auf einer Kempten-Rundfahrt durch Tempo-30-Zonen saß sicherheitshalber ihr Neffe auf dem Beifahrersitz.

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