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Raser überholt Polizei mit 204 km/h in Tempolimit – der Grund ist entwaffnend ehrlich

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Von: Jasmin Pospiech

Mit 204 km/h brettert ein Audi A6 an einer zivilen Polizeistreife vorbei. Die Beamten nehmen die Verfolgung auf – der Grund für die Raserei ist entwaffnend ehrlich.

Leoben (Steiermark) – Raser gibt es wie Sand am Meer, fast täglich haben Polizeistreifen mit Temposündern zu tun, die die Geschwindigkeitsbegrenzungen partout nicht einhalten wollen. Nach teils hitzigen Verfolgungsjagden stellt sich oftmals heraus, dass es die uneinsichtigen Raser eilig haben, unter Betäubungsmitteln stehen und/oder sogar ohne Führerschein unterwegs sind. Doch was dieser Bleifuß als Grund angegeben hat, weshalb er zu schnell gefahren ist, ist irgendwie grundehrlich.

Raser überholt Polizei mit 204 km/h in 130er-Tempolimit – der Grund ist entwaffnend ehrlich

Die zivile Polizeistreife wird nachmittags auf der Schnellstraße S 36 von Zeltweg in Fahrtrichtung St. Michael in der Steiermark auf den Raser aufmerksam. Dieser überholt den Streifenwagen mit „weit überhöhter Geschwindigkeit“, wie es später im Polizeibericht heißt. Doch das ist noch freundlich ausgedrückt!

Der Fahrer des Audi A6 brettert mit sage und schreibe 204 km/h über einen Streckenabschnitt, in dem 130 km/h erlaubt sind. Die Beamten nehmen sofort die Verfolgung des Pkw auf und können den Fahrzeuglenker schließlich bei der Ausfahrt St. Michael von der Schnellstraße leiten. (15-Jähriger kauft Mercedes CL 500 – doch wie hat er das geschafft?)

Haltekelle der österreichischen Polizei (Symbolbild)
Eine Polizeistreife nimmt die Verfolgung auf, als der Audi A6 sie mit 204 km/h überholt. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago

Bei der anschließenden Kontrolle stellt sich heraus, dass dieser nicht nur erst 18 Jahre alt ist, sondern es sich bei dem Wagen, einem Audi A6, um das Fahrzeug der Eltern handelt. Doch es kommt noch dicker: Der 18-Jährige besitzt erst seit drei Wochen seinen Probeführerschein. Doch das wird wohl nicht mehr lange so bleiben. (Raser fährt 234 km/h bei Tempo 100 – mit dieser Wendung rechnet er nicht)

Raser überholt Polizei mit 204 km/h in 130er-Tempolimit – Probeführerschein ist erst mal futsch

Zwar hat der junge Mann den Polizisten zufolge sofort Reue gezeigt und eingesehen, dass er sich falsch im Straßenverkehr verhalten habe, dennoch leuchtet sein Grund, warum er es getan hat, nicht wirklich ein. Demnach habe er (Sport-)Training gehabt und wollte anschließend „schnell nach Hause“, gibt er zu entwaffnend ehrlich Protokoll, wie das Nachrichtenportal Heute.at berichtet. Auch dieser 23-Jährige ist kürzlich in einer 100er-Zone mit über 200km/h durchgebrettert, doch hier fragen sich die Beamten, ob er nicht unter Drogeneinfluss stand. Doch dieser Leichtsinn wird ihm jetzt zum Verhängnis: Der Fahranfänger wird angezeigt.

Anschließend soll der 18-Jährige noch selbst mit dem Audi A6 nach Hause gefahren sein, da den Beamten zufolge keine weitere Gefahr für den Straßenverkehr von ihm ausgegangen sei. Zudem sei das Verkehrsaufkommen sehr gering gewesen, heißt es schließlich, andere Autofahrer würden also durch den Temposünder nicht mehr in Mitleidenschaft gezogen.

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