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Uber: Kosten, Einsatz in Deutschland und App: Das ist der bekannteste Ridehailing-Anbieter der Welt

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Von: Sebastian Oppenheimer

In Deutschland kann man ein Taxi bestellen – oder beispielsweise auf den Fahrdienstleister Uber zurückgreifen. Das Ridhailing-Angebot wird über eine App gesteuert.

Der Name Uber geht auf einen sogenannten englischen Germanismus zurück. Gemeint ist das Wort „über“, das ausdrücken soll, dass dieser Ridehailing-Service überdurchschnittlich gut sei. Die Bedeutung des Namens ist zudem ein Ausdruck der Unternehmenskultur. Uber hat es sich zum Ziel gesetzt, die sogenannte Sharing Economy voranzutreiben und Dienste wie den Personenverkehr zu optimieren. Hauptsitz des Unternehmens ist in San Franciso.

Das Unternehmen Uber wurde im Jahr 2009 von Garret Camp und Travis Kalanick gegründet. Schnell verbreitete sich die Idee, das Bestellen eines Taxis auf eine App umzulegen, die auch Privatpersonen nutzen können. Die ursprüngliche Idee bestand darin, dass Privatpersonen andere Nutzer der App zu ihren Zielen mitnehmen und so wie eine Art Mitfahrgelegenheit agieren. Die geringen Preise sollten vor allem dazu dienen, die eigenen Kosten zu decken. Inzwischen sind die Preise des Ridehailings höher und viele Uber-Fahrer haben das Befördern von Fahrgästen zu ihrem Job gemacht.

Die Nutzung der App, funktioniert über das Smartphone oder andere mobile Endgeräte. Fahrgäste installieren die App, registrieren sich und richten eine Zahlungsmöglichkeit ein. Im Anschluss geben sie Ausgangs- und Zielort in der Suchmaske ein, wählen eine Fahroption aus und können Wartezeit, Art des Autos und Preise einsehen. Nach der Bestätigung ist das Uber-Fahrzeug zumeist in wenigen Minuten vor Ort und bringt den Passagier an seinen Zielort. Es folgt eine gegenseitige Bewertung.

Ein Blick auf ein Logo vom Fahrdienst-Vermittler Uber auf einem Bürogebäude.

Der Fahrdienst-Vermittler Uber hat seinen Hauptsitz in San Francisco. © Seth Wenig/AP/dpa

Bei der Bestellung eines Ubers haben – je nach Ort – Nutzer die folgenden Optionen:

Uber: Das kostet eine Fahrt mit dem Ridehailing-Anbieter

Der Funkmietwagen von Uber kostet je nach Stadt, Strecke und Tageszeit unterschiedlich viel. Eine konkrete Preiskalkulation ist jedoch – im Gegensatz zu einer Fahrt bei einem Taxiunternehmen – nicht möglich. In Deutschland liegen die Uber-Preise jedoch meist ein wenig unter den Kosten für das Bestellen eines Taxis, obwohl das Unternehmen aus San Franciscos Silicon Valley Nutzern im Prinzip den gleichen Dienst anbietet.

Laut dem Personenbeförderungsgesetz in Deutschland müssen die Fahrer von Uber einen gültigen Führerschein sowie eine Lizenz zur Personenbeförderung besitzen. Dabei ist es möglich, sich als Privatperson bei Uber zu registrieren und nach einer Prüfung Fahrer zu werden. Es ist jedoch wichtig, das Ridehailing von der klassischen Mitfahrgelegenheit, bei der die Fahrer durch die Mitnahme fremder Personen ihre Kosten decken, zu unterscheiden.

Uber in München und anderen Städten: das Angebot des Unternehmens wächst

Aktuell (Stand März 2020) ist Uber in sechs deutschen Städten aktiv: München, Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und Köln bieten das Ridehailing an. Der jeweilige Service hängt dabei von der Stadt ab. Besonders beliebt sind Fahrten zum Flughafen und Hauptbahnhof. Doch nicht nur die größten deutschen Städte sollen bald von dem Fahrdienst profitieren. Uber plant, in Deutschland zu expandieren und seinen Service in weiteren Städten anzubieten. Trotz Kritik und Demonstrationen in einigen Städten – vor allem seitens der Taxi-Branche – sowie beispielsweise einer einstweiligen Verfügung gegen Uber in Köln expandiert der Fahrdienst weiter.

Hamburg: Ein Leuchtschild mit der Aufschrift „Scheuer‘s Uber-Opfer“ ist bei einer Demonstration von Hamburger Taxi-Fahrern auf dem Dach eines Fahrzeugs angebracht.

Die Taxibranche ist von der Geschäftspolitik des Fahrdienstleisters Uber wenig begeistert © Axel Heimken/dpa

Wer bei Uber Fahrer werden möchte, kann sich auf der Website des Unternehmens über aktuelle Jobs informieren. Grundsätzlich ist der Fahrer sein eigener Chef und kann entscheiden, zu welchen Uhrzeiten er arbeiten möchte. Der Nachteil besteht darin, dass das Gehalt nicht feststeht. Da die Fahrer bei Uber ihre Tarife selbst festlegen, kann es an einigen Stellen zu einer Unterbietung der Preise kommen, wodurch das Einkommen weiter geschmälert wird.

Uber: so steht es um die Aktie des Ridehailing-Anbieters

Der Börsengang von Uber erfolgte im Mai 2019. Trotz eines Einbruchs des Kurses direkt nach dem Start ist die Uber-Aktie ist nach wie relativ stabil – der Wert liegt rund etwa 28 Euro pro Aktie (Stand April 2020). Die bekanntesten Investoren von Uber sind dabei Goldman Sachs sowie die Benchmark Capital Management Co. LLC. Auch der Online-Bezahldienst PayPal beteiligte sich 2019 mit 500 Mio. Euro an dem Fahrdienst.

Nach wie vor versucht Uber immer neue Innovation einzubinden: E-Autos, UberEats, Pläne für autonomes Fahren und weitere Experimente werden von CEO Dara Khosrowshahi vorangetrieben.

Laura Puttkamer

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