Carpooling mit MOIA 

MOIA: Kosten, Gutschein, App – so funktioniert das Ridesharing-Unternehmen der Volkswagen AG

  • Arne Roller
    vonArne Roller
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Der Ridepooling-Dienst MOIA gehört zur Volkswagen AG. Er bietet in seiner App gemeinsame Fahrten durch Hamburg und Hannover zu überschaubaren Kosten an.

  • MOIA sitzt in Hamburg und Berlin und bietet seit 2018 Ridepooling in deutschen Großstädten an
  • Derzeit funktioniert die App in Hamburg und Hannover; eine Einführung in München ist geplant
  • Der Service von MOIA ist günstiger als ein Taxi

Hamburg – die MOIA GmbH hat ihre Zentrale an der Stadthausbrücke in Hamburg. Zudem gibt es einen Sitz in Berlin. Das 2016 gegründete Start-up ist in Hamburg am weitesten verbreitet. Von hier aus steuert das Unternehmen, das zur Volkswagen AG gehört, seit 2018 seine Services – vor allem das Ridepooling. Die Grundidee besteht darin, Passagieren mit ähnlichen Fahrzielen ein gemeinsam nutzbares Shuttle anzubieten. Im Unterschied zu CleverShuttle, einem ähnlichen Anbieter, legt MOIA viel Wert auf einen Luxusaspekt. Die elektrisch betriebenen VW-Mobile sind sehr leise, bieten Services wie einen Bildschirm und USB-Ladestellen und sind derzeit in Hamburg und Hannover verfügbar. Die Inbetriebnahme weiterer Fahrzeuge ist in München geplant.

Um MOIA zu nutzen, müssen Fahrgäste die App herunterladen, eine Registrierung vornehmen und die Bezahlung einrichten. Über die App nimmt man dann Kontakt zu Fahrzeugen in der Nähe auf. MOIA erhebt keine eigenen Gebühren von den Fahrgästen, sondern berechnet immer nur die Kosten für die jeweilige Fahrt. Immer wieder gibt es Gutscheine, die das praktische Ridehailing noch günstiger machen.

MOIA: Kosten und Gebühren

Das praktische Ridepooling in Hamburg und Hannover (sowie bald in München) überzeugt unter anderem durch vergleichsweise niedrige Kosten. Im Unterschied zu CleverShuttle sowie zum öffentlichen Nahverkehr ist MOIA zwar etwas teurer. Allerdings ist der Service auch günstiger als ein Taxi. Dies ist möglich, indem sich mehrere Fahrgäste das Shuttle teilen. Wer sich regelmäßig nach Gutscheinen erkundigt und den Newsletter des Anbieters abonniert, erhält attraktive Sonderangebote wie Rabatte, die über längere Zeit oder für mehrere Fahrten eingesetzt werden können.

Die Gebühren für MOIA (zusätzlich zur Grundgebühr von 3,20 Euro) hängen von den folgenden Faktoren ab:

  • Aktuelle Auslastung des Carpooling-Dienstes
  • Tageszeit
  • Länge der Strecke
  • Wartezeiten, etwa im Stau
  • Trinkgeld für den Fahrer

Das Trinkgeld können Fahrgäste nach erfolgreich abgeschlossener Fahrt über die App, auf Wunsch aber auch in bar bezahlen. Immer mehr Taxifahrer sowie Angestellte von anderen Anbietern von Ridehailing wechseln derzeit zu MOIA. Die Volkswagen-Tochter bietet ihren Fahrern nämlich eine vergleichsweise gute Bezahlung. Jobs bei MOIA sind daher recht beliebt.

Hamburg und Hannover: Derzeit nur kleines Geschäftsgebiet

VW hat MOIA als Teil seiner Mobilitätsstrategie eingeführt. Bis zum Jahr 2025 will der Autokonzern hohe Beträge in den Carpooling-Service investieren und immer weitere Städte einführen. Obwohl MOIA als Start-up in Berlin sitzt, ist das Unternehmen bisher nur in Hamburg und Hannover unterwegs. Als Nächstes ist eine Öffnung von MOIA in München geplant. Der Name „MOIA“ stammt übrigens aus dem altindischen Sanskrit, und die Bedeutung lässt sich mit „magisch“ umschreiben.

Fahrgäste können in der App erkennen, wie groß das jeweilige Geschäftsgebiet von MOIA ist. In Hamburg befährt der Carpooling-Anbieter seit März 2020 ein Gebiet von 300 Quadratkilometern, das zukünftig noch weiter ausgedehnt werden soll. Derzeit decken die Fahrzeuge etwa zwei Drittel des Hamburger Stadtgebiets ab und sind somit der größte Ridesharing-Dienst der zweitgrößten deutschen Stadt. Die Kosten und Gebühren in Hamburg sind im Unterschied zu CleverShuttle etwas höher, jedoch ist MOIA weiter verbreitet. In München sind ähnliche Preise zu erwarten. Beim Start des Service in der bayerischen Hauptstadt sollten Interessierte nach Gutscheinen für MOIA Ausschau halten.

Von Laura Puttkamer

Rubriklistenbild: © picture alliance/Christian Charisius/dpa

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