„Aus Drive By wird Miles“

Miles Carsharing will mit „Meilen statt Minuten“ Share Now abhängen

  • Jasmin Pospiech
    vonJasmin Pospiech
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„Meilen statt Minuten“- Das Berliner Carsharing-Startup Miles will unter neuen Namen Anbietern wie Share Now Kunden abspenstig machen – mithilfe eines völlig anderen Preissystems.

  • Aus Drive By wurde Miles Mobility Carsharing
  • Abgerechnet werden Fahrten nach Kilometern, nicht nach Minuten
  • Minutentarife bei Share Now & Co. sollen Kunden unter Stress setzen

Berlin – Carsharing nach Kilometern, nicht nach Minuten - „für alle, die mehr wollen, als ein Leben im Minutentakt“. Mit diesem neuen Preis-Konzept will sich das Berliner Startup Miles Mobility von der Konkurrenz wie Share Now oder Sixt Share abgrenzen.  

Köln, München & Co: Hier ist Miles Mobility für Carsharing-Kunden verfügbar

In folgenden Geschäftsgebieten warten die Miles Mobility-Fahrzeuge auf Kunden: 

  • Berlin
  • Hamburg
  • Köln
  • Düsseldorf
  • München

Miles Mobility Carsharing: Preise und Gutscheine nach Kilometern, nicht nach Minuten

Um Miles Mobility-Kunde zu werden, müssen Sie zuerst die App herunterladen. Die Registrierung und Anmeldung car sind im „MILEShello5“-Tarif kostenlos. Dazu geben Sie Ihre persönlichen Daten an und verifizieren sich mit Ihrem Führerschein. Zudem erhalten Sie als Neukunde einen Gutschein über ein Startguthaben von fünf Euro oben drauf. 

Wollen Sie mehr Guthaben in der App auf Ihr Konto laden, haben Sie die Wahl zwischen folgenden Tarifen

MILEShello 5„Fahre für fünf Euro, zahle null Euro.“
MILEShello25„Fahre für 25 Euro, zahle nur 15 Euro.“
MILEShello100„Fahre für 100 Euro, zahle nur 50 Euro.“

Bei Miles Mobility zahlen Sie nach einem neuartigen Preissystem – und zwar nach Kilometern statt nach Minuten. Für längere Fahrten gibt es dagegen einen 6h- oder Tagestarif, die sich automatisch während der Fahrt (ohne zusätzliche Buchung) berechnen. 

PKWs (S,M)

S: VW Polo, Audi A1, Fiat 500

M: Audi A3, VW Golf Variant

Basistarif pro km0,89 Euro + 1 Euro/Buchung (Freischaltgebühr). Parkminuten 0,29 Euro/min.
6h-Tarif (6h & 75km)35 Euro, Zusatzkilometer nur 0,29 Euro/km. Parkminuten im Paketpreis enthalten.
24h-Tarif (24h & 150km)59 Euro, Zusatzkilometer nur 0,29 Euro/km. Parkminuten im Paketpreis enthalten.

Transporter (L)

L: VW T6, VW Crafter, Renault Master

Basistarif pro km1,19 Euro + 1 Euro/Buchung (Freischaltgebühr). Parkminuten 0,29 Euro/min.
6h-Tarif (6h & 75km)59 Euro, Zusatzkilometer nur 0,29 Euro/km. Parkminuten im Paketpreis enthalten.
24h-Tarif (24h & 150km)99 Euro, Zusatzkilometer nur 0,29 Euro/km. Parkminuten im Paketpreis enthalten.

Diese Zusatzkosten kommen auf Miles Mobility-Kunden auch noch zu

Neben einer Freischaltgebühr, die pro Fahrt bei einem Euro liegt, müssen sogenannte Rookies mit einer monatlichen Grundgebühr von neun Euro rechnen. Als Rookie gelten Kunden, die in den ersten zwölf Monaten nach dem Führerscheinerwerb bei Miles Mobility anmelden.

Aber für jeden Kilometer, den Sie zurücklegen, wird ein Cent an soziale Projekte im jeweiligen Geschäftsgebiet des Kunden gespendet.

Für Vielfahrer des Carsharing-Anbieters gibt es sogenannte Prepaid-Pakete. Damit sollen Sie laut Anbieter bis zu 15 Prozent sparen können. Diese sehen wie folgt aus:

Prepaid50„10% gespart: Fahre für 50 Euro, zahle nur 45 Euro.“
Prepaid100„15% gespart: Fahre für 100 Euro, zahle nur 85 Euro.“

Ein Euro Freischaltgebühr wird bei den Prepaid-Paketen mit Guthabenpunkten im Konto direkt verrechnet und nicht extra abgebucht. Sie können direkt in der Miles Mobility-App unter „Konto aufladen“ gebucht werden.

Wenn Sie Ihre Fahrt unterbrechen wollen und das Auto parken, stellt das Carsharing-Fahrzeug automatisch auf Parkmodus. Mit der Folge, dass die Türen automatisch verschlossen werden. Das heißt konkret: Das Fahrzeug bleibt für andere Fahrer blockiert und nur für Sie weiter nutzbar. Allerdings kostet dieser spezielle Service 0,29 Euro pro Minute.

Wollen Sie dagegen ein Fahrzeug in der App für eine Fahrt reservieren, sind die ersten 15 Minuten gratis. Danach zahlen Sie pro Minute für eine Reservierung 0,09 Euro. Übrigens: Im Gegensatz zu vielen anderen Carsharing-Anbietern ist das Abstellen eines Miles Mobility-Fahrzeugs an einem Flughafen gratis

So tanken Sie ein Miles Mobility-Fahrzeug – und wer dafür aufkommt

Wenn Sie während der Fahrt merken, dass der Tankstand unter fünf Prozent liegt, sind Carsharing-Kunden dazu angehalten, das Auto zu betanken. Ansonsten lässt sich die Miete nicht beenden. Und auch dann, wenn Sie eine weitere Strecke planen sollten.

Dazu halten Sie an einer Aral- oder Total-Tankstelle. Dann nehmen Sie die hinterlegte Tankkarte aus der Halterung aus dem Handschuhfach. Die PIN für die Karte entnehmen Sie aus der App.

Sie setzen das Fahrzeug in den Parkmodus und tanken das Auto voll. Die Kosten fürs Tanken übernimmt Miles Mobility. Im Tankdeckel des Fahrzeugs steht, welchen Treibstoff Sie tanken müssen. Als Faustregel gilt aber: PKW von Audi, VW und Fiat sind Benziner, alle Transporter brauchen dagegen Diesel.

Tipp: Wenn das Fahrzeug weniger Tankstand als 25 Prozent aufweist, wird Ihnen 24 Stunden nach der Fahrt vom Carsharing-Anbieter 500 Guthabenpunkte, sogenannte MILEScredits, gutgeschrieben.

Rubriklistenbild: © Jan Woitas/dpa

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