In Corona-Zeiten

Carsharing-Hygiene: Diese Vorsichtsmaßnahmen sind unerlässlich

  • Jasmin Pospiech
    vonJasmin Pospiech
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In Corona-Zeiten ist Autohygiene wichtiger denn je. Das gilt nicht nur für ihr eigenes Fahrzeug, sondern besonders dann, wenn Sie Kunde bei einem Carsharing-Anbieter sind. Welche Maßnahmen die Unternehmen ergreifen und was Sie selbst tun können.

  • In Coronazeiten ist die Autohygiene wichtiger denn je – vor allem beim Carsharing
  • Experten warnen vor Schmierinfektionen und geben Hygienetipps
  • Auf welche Mittel Sie allerdings verzichten sollten, erfahren Sie hier

München – Für viele Autobesitzer ist die gründliche Reinigung ihres Wagens Pflicht. Besonders in Zeiten von Corona ist eine regelmäßige Pflege wichtig, vor allem natürlich für die Hygiene. Darauf sollten Sie vor allem achten, wenn Sie sich Autos von Carsharing-Anbietern wie Share Now, Sixt Share & Co. ausleihen.

Carsharing in Zeiten von Corona: Regelmäßiges Händewaschen ist ein Muss

Carsharing ist seit einigen Jahren in Großstädten voll im Trend. Demnach ist es nachhaltiger und kostengünstiger, versprechen Anbieter. Doch viele Kunden haben Angst in Zeiten der Krise, sich mit dem gefährlichen Virus anzustecken. Wie kann man sich beim Carsharing also vor einer Infektion schützen?

Ob für den eigenen Gebrauch oder fürs Carsharing: Maßnahmen zur richtigen Hygiene in Coronazeiten gelten grundsätzlich für alle Fahrzeughalter. Erste Hygieneregel ist daher, mehrmals am Tag die Hände zu waschen. Besonders dann, bevor Sie in ein Carsharing-Fahrzeug einsteigen. „Regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife, etwa vor und nach der Fahrt, sollte immer durchgeführt werden“, bestätigt auch Dr. Klaus-Friedrich Bodmann, Facharzt für Innere Medizin und Infektiologie vom Klinikum Weiden sowie Vorsitzender der Infektliga.

Hygiene beim Carsharing: Darauf sollten Sie im Auto besser verzichten

Wenn Sie tanken müssen, empfiehlt es sich, an den Tankstellen die bereitgestellten Einweghandschuhe zu benutzen sowie an der Kasse besser mit der Karte zu bezahlen. Außerdem ist es ratsam, vor der Fahrt Oberflächen wie Lenkrad oder Armaturenbrett mit Desinfektionsmittel oder Feuchttüchern, die Wasch-Tenside enthalten, zu säubern.

Außerdem sollten Sie besser auf (mehrere) Mitfahrer verzichten – besonders dann, wenn es keine Angehörigen des eigenen Hausstandes sind. Wenn es sich allerdings nicht vermeiden lässt, raten Experten noch immer dazu, während der Fahrt eine Maske zu tragen und Mitfahrer hinten rechts ins Auto einsteigen zu lassen. Dadurch wird der größtmögliche Abstand zum Fahrer gewährleistet. Auch vom Händeschütteln oder Übergeben von Autoschlüsseln raten Experten ab.

Autohygiene: Wann professionelle Fahrzeugdesinfektionen Sinn machen

Zudem erklären Carsharing-Anbieter wie Sixt Share oder Share Now, dass ihre Wagen aktuell strenger kontrolliert und häufiger als sonst gereinigt würden.

Unsere Fahrzeuge werden von einem speziell dafür beauftragten Dienstleister regelmäßig desinfiziert. Alle eingesetzten Servicekräfte sind für das Thema sensibilisiert und legen einen besonderen Augenmerk auf die gründliche Desinfektion des Lenkrads und des Schalthebels“, bestätigt etwa Share-Now-Sprecherin Madeleine Schulze gegenüber dem Nachrichtensender n-tv und ergänzt: „Die Desinfektion der Fahrzeuge findet zusätzlich zu der regelmäßigen Reinigung der Fahrzeuge statt, sodass diese nun häufiger zu den sonst üblichen Intervallen desinfiziert werden.“

Auch Carsharing-Konkurrent Sixt Share stimmt mit ein und versichert auf seiner Homepage, dass die Mitarbeiter dazu angewiesen wurden, alle Hygieneempfehlungen der WHO bezüglich den Coronavirus zu beachten. Darüber hinaus steht dort: „Alle Fahrzeuge unserer SIXT-Flotte werden in einem mehrstufigen Prozess professionell gereinigt, um das potenzielle Risiko einer Keimübertragung zu minimieren.

Dennoch rät Experte Franz Eiber von der Werkstattkette A.T.U. mit Sitz in Weiden in der Oberpfalz dazu, vor Fahrtantritt Schlüssel, Griffe, Lenkrad, Schalthebel, Handbremshebel und Steuerelemente mit einem Desinfektionsmittel abzuwischen.

Auf aggressive Reinigungsmittel hingegen verzichtet man besser, um Beschädigungen zu vermeiden“, erklärt Eiber. Wem das zu aufwendig ist, dem bieten bereits mehrere Werkstätten professionelle Fahrzeugdesinfektionen an, bei der der Fahrzeug-Innenraum sowie das Lüftungssystem gereinigt werden – inklusive einer Erneuerung des Innenraumfilters. (Mit Material von mid)

Rubriklistenbild: © Christin Klose/dpa

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