Porsches Börsenpläne: Noch in diesem Jahr geht’s los

Porsches Börsenpläne: Noch in diesem Jahr geht’s los

Nun geht es doch schneller als gedacht: Noch in diesem Jahr bringt VW seine Sportwagen-Tochter Porsche an die Börse – allerdings nur teilweise.
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Ein Fahranfänger (17) wurde zweimal von der Polizei gestoppt, weil er deutlich zu schnell war. Beide Male wurde er dabei von seiner Mutter begleitet.
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Porsche 911 GT3 RS fährt mit aktiver Aerodynamik

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Damit die sportlichste Variante des Porsche 911 auch in schnellen Kurven nicht die Bodenhaftung verliert, setzen die Schwaben beim neuen GT3 RS auf eine ausgeklügelte Aerodynamik.
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Porsche – der Luxus-Automobil-Hersteller aus Zuffenhausen

Die Porsche AG ist ein deutscher Automobilhersteller mit Sitz im schwäbischen Stuttgart-Zuffenhausen. Ursprung des Unternehmens ist ein 1931 von Ferdinand Porsche gegründetes Konstruktionsbüro. Dieses ging nach 1945 in einer Automobilfabrik auf, die vor allem Sportwagen produzierte – und damit berühmt wurde. Inzwischen hat Porsche jedoch auch SUV wie den Porsche Macan oder Porsche Cayenne im Angebot. Die Porsche AG ist seit 2009 Teil des Volkswagen-Konzerns und beschäftigt weltweit rund 35.000 Mitarbeiter. Die Top-Modelle des Autobauers konkurrieren mit Marken wie Aston Martin, McLaren oder Ferrari.

Porsche: Eigentümer, Firmensitz, Historie – der deutsche Sportwagen-Hersteller aus Stuttgart

Die Porsche AG ist ein Autohersteller mit Sitz in Stuttgart-Zuffenhausen. Ursprünglich war das Unternehmen – das heute zum Volkswagen-Konzern gehört – ein reiner Sportwagenbauer. Inzwischen hat Porsche jedoch auch SUV im Angebot: den Porsche Macan und den Porsche Cayenne. Porsche beschäftigt weltweit rund 35.000 Mitarbeiter. Die Top-Modelle des Autobauers konkurrieren mit Fahrzeugen von Marken wie Aston Martin, McLaren oder Ferrari. In anderen Baureihen heißen die Hauptgegner Audi, BMW und Mercedes-Benz beziehungsweise deren Performance-Töchter Audi Sport, BMW M GmbH und Mercedes-AMG.

Vorstandsvorsitzender der Porsche AG ist Oliver Blume, er übernahm das Amt von seinem Vorgänger Matthias Müller. Der Chefdesigner des Autobauers ist Michael Mauer, der bis 2020 auch für das Design des gesamten Volkswagen-Konzerns verantwortlich war. Seine Nachfolge trat Klaus Bischoff an.

Das Stammwerk von Porsche befindet sich im Stuttgarter Stadtbezirk Zuffenhausen. Hier werden nicht nur die Sportwagen von Porsche produziert, sondern auch sämtliche Motoren. Im Werk in Leipzig werden die SUV gebaut: der Porsche Macan und der Porsche Cayenne, außerdem rollt hier der Porsche Panamera vom Band. Eine Werksabholung – möglicherweise verbunden mit einer Werksbesichtigung – ist sowohl am Standort Zuffenhausen als auch im Werk Leipzig möglich.

In der Gemeinde Weissach im Landkreis Böblingen hat seit 1971 das Entwicklungszentrum von Porsche seinen Sitz. Rund 25 Kilometer vom Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen entfernt, in Sachsenheim, hat Porsche das zentrale Ersatzteillager eingerichtet. In Bietigheim-Bissingen haben einige Dienstleistungs-Tochtergesellschaften von Porsche ihren Sitz, darunter die Porsche Consulting GmbH und die Porsche Financial Services GmbH.

Porsche-Logo: Die ganze Welt kennt das ikonische Porsche-Wappen

Das weltweit berühmte Logo von Porsche – das sogenannte Porsche-Wappen – entstand im Jahr 1952. Ob der Entwurf ursprünglich von Franz Xaver Reimspieß oder von Erwin Komenda erstellt wurde, ist umstritten. Es besteht aus verschiedenen Komponenten:

  • dem Wappen der Stadt Stuttgart
  • dem Wappen des freien Volksstaates Württemberg (1922–1933)
  • dem Schriftzug „Porsche“
  • dem Schriftzug „Stuttgart“
  • den Farben Schwarz, Rot und Gold

Porsche: Das Unternehmen entstand aus einem Konstruktionsbüro von Ferdinand Porsche

Die Anfänge des Autoherstellers Porsche gehen auf Ferdinand Porsche (75, †1951) zurück. 1931 machte sich Ferdinand Porsche mit einem Konstruktionsbüro in Stuttgart (Kronenstraße 24) selbstständig. Dieses Datum gilt als Gründungszeitpunkt der heutigen Porsche AG.

Zuvor hatte Ferdinand Porsche unter anderem als Mechaniker beim Elektromotorenhersteller Béla Egger & Co. gearbeitet – im Alter von nur 22 Jahren wurde er dort Leiter der Versuchsabteilung. Unter anderem war er an der Entwicklung des Egger-Lohner-Elektromobils, das auch als Porsche P1 bezeichnet wird, beteiligt. Gegen Ende des Jahres 1899 wurde Ferdinand Porsche von der k.u.k. Hofwagenfabrik Ludwig Lohner & Co. in Wien abgeworben und arbeitete dort als Konstrukteur. Unter anderem entwickelte er dort ein Nachfolgemodell der Elektrokutsche, das auf der Weltausstellung 1900 in Paris als Lohner-Porsche präsentiert wurde.

Nach acht Jahren wechselte Ferdinand Porsche als Technischer Direktor beziehungsweise Chefkonstrukteur zu Austro Daimler. Ab 1923 war er für sechs Jahre Leiter des Konstruktionsbüros und Vorstandsmitglied der Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG) in Stuttgart, die ab 1926 in die Daimler-Benz-AG integriert wurde. Der letzte Posten von Ferdinand Porsche vor der Selbstständigkeit war der des Chefkonstrukteurs bei den Steyr-Werken.

Den Schritt in die Selbstständigkeit wagte Ferdinand Porsche gegen Ende des Jahres 1930 – ins Register für Gesellschaftsfirmen wurde das Unternehmen aber erst am 25. April 1931 eingetragen. Dieses Datum gilt heute als Gründungszeitpunkt der Porsche AG. Der offizielle Name lautete: Dr. Ing. h.c. F. Porsche GmbH, Konstruktion und Beratung für Motoren- und Fahrzeugbau.

Zu den ersten Mitarbeitern gehörten unter anderem:

  • sein Sohn Ferry Porsche
  • Oberingenieur Karl Rabe
  • Getriebeexperte Karl Fröhlich
  • Motorenfachmann Josef Kales
  • der Experte für Achskonstruktionen Josef Zahradnik

Porsche: Die ersten Entwicklungsaufträge kommen von Zündapp, Wanderer und der Auto Union

Einer der ersten Aufträge von Porsche war die Entwicklung eines Kleinwagens für Zündapp in Nürnberg: der Porsche Typ 12. Für NSU entwarf Porsche das Mittelklassefahrzeug Porsche Typ 32 – das schon viele Parallelen zum späteren VW Käfer aufwies, wie zum Beispiel den luftgekühlten Vierzylinder-Boxermotor im Heck. Für Wanderer konstruierte Porsche einen Zwei-Liter-Tourenwagen. Alle genannten Fahrzeuge gingen jedoch nie in Serienproduktion, weil die Produktionskosten zu hoch gewesen wären.

Erfolgreich endete dagegen die Entwicklung eines Grand-Prix-Rennwagens mit einem 16-Zylinder-Mittelmotor für die Auto Union: der Auto-Union Rennwagen Typ C.

Ab 1934 begann die Entwicklung eines der legendärsten Fahrzeuge in der Geschichte des Automobils: Im Auftrag des Reichsverbandes der Automobilindustrie konstruierte Porsche den deutschen Volkswagen – später auch KdF-Wagen genannt, der schließlich als VW Käfer weltberühmt wurde.

1937 zog Porsche auf das heutige Werksgelände in Stuttgart-Zuffenhausen um. Nun begann das Unternehmen unter anderem mit der Entwicklung von Traktoren.

Während des Zweiten Weltkriegs erhielt Porsche Entwicklungsaufträge unter anderem für:

  • den Kübelwagen
  • den Schwimmwagen
  • für verschiedene Panzer-Typen

Porsche 356 entsteht unter der Leitung von Ferry Porsche

Unter Leitung von Ferry Porsche begann ab Mitte 1947 die Entwicklung des ersten Autos mit dem Namen Porsche: der 356 Nr.1 Roadster – und schließlich die Serienversion des Porsche 356. Sein Vater Ferdinand Porsche saß zu diesem Zeitpunkt in französischer Kriegsgefangenschaft.

Aus der Ehe von Ferry Porsche und Dorothea Porsche, geboren als Dorothea Reitz, gingen vier Kinder hervor:

  • Ferdinand Alexander Porsche
  • Gerhard Porsche
  • Hans-Peter Porsche
  • Wolfgang Porsche

Mit dem Tod von Ferdinand Porsche im Jahr 1951 fiel die Hälfte der Gesellschafteranteile an seinen Sohn Ferry Porsche, der den heute weltbekannten Autohersteller aufbaute. Die andere Hälfte der Anteile erbte seine Schwester Louise Piëch (94, †1999). Louise Piëch, geboren als Louise Porsche, war mit dem Rechtsanwalt Anton Piëch (57, †1952) verheiratet. Aus dieser Ehe entstanden vier Kinder:

  • Ernst Piëch
  • Ferdinand Piëch
  • Hans-Michel Piëch
  • Louise Daxer-Piëch

Die Produktion des Porsche 356 endete im Jahr 1965 – bis dahin waren mehr als 76.000 Exemplare des Sportwagens gebaut worden.

Porsche 911: Die heutige Ikone der Marke wird im Jahr 1963 vorgestellt

Bereits zwei Jahre zuvor – im Jahr 1963 – hatte Porsche auf der IAA in Frankfurt ein neues Sportwagen-Modell vorgestellt, das inzwischen längst zur Ikone der Marke geworden ist: den Porsche 911. Präsentiert hatte das Unternehmen das Fahrzeug unter der Bezeichnung Porsche 901 – allerdings hatte sich bereits Peugeot dreistellige Typbezeichnungen mit einer Null in der Mitte gesichert, weswegen das Fahrzeug dann ab 1964 als Porsche 911 verkauft wurde.

Diverse Geschäftsführer-Positionen bei Porsche waren immer wieder mit Familienmitgliedern besetzt – im Laufe der Jahre kam es jedoch wiederholt zu Streitfällen. Im Jahr 1972 entschieden Ferry Porsche und Louise Piëch deshalb, dass in den Gesellschaften keine Familienmitglieder mehr tätig sein durften. Daraufhin verließen mehrere Enkel von Ferdinand Porsche den Autobauer, darunter: Entwicklungschef Ferdinand Piëch, Produktionsleiter Hans-Peter Porsche und Chefdesigner Ferdinand Alexander Porsche.

Ebenfalls Jahr 1972 wurde aus der Dr. Ing. h. c. F. Porsche KG die Porsche Aktiengesellschaft. Zum Vorstandsvorsitzenden – und damit zum Nachfolge Ferry Porsches – wurde Ernst Fuhrmann ernannt.

Porsche 924: Ein Einstiegsmodell hält den Sportwagenbauer über Wasser

Im Jahr 1975 erweiterte Porsche seine Modellpalette mit einem Einstiegsmodell unterhalb des Porsche 911: Der Porsche 924 war eine Abkehr des Stuttgarter Autobauers von den zuvor gebauten Fahrzeugen mit luftgekühltem Heckmotor. Der Porsche 924 kam mit einem wassergekühlten Frontmotor und dem Transaxle-Antriebskonzept auf den Markt. Ursprünglich war das Fahrzeug mit den Klappscheinwerfern als Nachfolger des VW-Porsche 914 für Volkswagen konstruiert worden. Bei den puristischen Porsche-Anhängern fand der Porsche 924 allerdings nie wirklich Anklang, er bekam bald den Spitznamen „Hausfrauen-Porsche“ – was nicht zuletzt an den für Porsche-Verhältnisse eher schwächlichen Motoren lag.

Wenn auch von den Traditionalisten und Fans des Porsche 911 verschmäht, sicherten der Porsche 924 und später der leistungsstärkere Porsche 944 sowie dessen Nachfolger Porsche 968 vermutlich das Überleben der Marke in jenen Jahren.

Weil das Konzept des luftgekühlten Heckmotors als veraltet galt, plante Porsche den Porsche 911 mit einem technisch moderneren Modell zu ersetzen. Im Jahr 1977 brachte der Stuttgarter Autobauer daher den Porsche 928 auf dem Markt. Der Gran Turismo war mit einem V8-Frontmotor und Hinterradantrieb ausgestattet – wie der Porsche 924 setzte der Autohersteller auch bei diesem Modell auf das Transaxle-Prinzip zum Zwecke einer idealen Gewichtsverteilung. Porsche ergänzte den Porsche 928 über viele Jahre mit immer weiteren Leistungsstufen (Porsche 928 S, Porsche 928 S4, Porsche 928 GT, Porsche 928 GTS) – im Jahr 1995 wurde die Produktion ohne Nachfolger eingestellt. Den Porsche 911 behielt Porsche dagegen weiterhin im Programm.

Porsche 959: Der Supersportwagen ist ein Homologationsmodell für ein Rallyefahrzeug

Eines der legendärsten Porsche-Modelle kam im Jahr 1986 auf den Markt: der Porsche 959. Wie viele Fahrzeuge genau gebaut wurden, ist umstritten – vermutlich jedoch weniger als 300 Exemplare. Gedacht war der Porsche 959 als Rallyefahrzeug in der berüchtigten „Gruppe B“. Das Fahrzeug wurde auf Basis des erfolgreichen Porsche 911 SC entwickelt. Um für die Rennen zugelassen zu werden, mussten die Hersteller dem Reglement entsprechend mindestens 200 Stück des Fahrzeugs bauen – als sogenanntes Homologationsmodell. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von knapp 320 km/h war der Porsche 959 zum Zeitpunkt seiner Markteinführung das schnellste Serienfahrzeug.

Die Preise für die Straßenversion des Porsche 959 waren dementsprechend hoch. Im Jahr 1987 kostete die günstigste Variante des 450 PS starken Supersportwagens, der in unter vier Sekunden auf 100 km/h sprintete, 420.000 D-Mark. Allerdings konnte nicht jeder Interessent einen Porsche 959 erwerben – das Fahrzeug wurde nur ausgewählten Kunden angeboten. Gebrauchte Porsche 959 kosten heute in der Regel weit über eine Million Euro.

Porsche konnte sich als relativ kleiner Sportwagenhersteller bis in die 1980er-Jahre hinein auf dem Markt behaupten. Gegen Ende des Jahrzehnts geriet der Autobauer jedoch in wirtschaftliche Turbulenzen, was insbesondere mit einem stark gesunkenen Dollarkurs zusammenhing. So verkaufte Porsche im Geschäftsjahr 1991/1992 lediglich rund 23.000 Autos – ein Jahr später stand in der Bilanz ein Verlust von 240 Millionen D-Mark.

Porsche in der Krise: Unter Wendelin Wiedeking gelingt der Wiederaufstieg

Die Wende sollte Porsche unter der Führung von Wendelin Wiedeking gelingen. Der Manager war 1991 – nachdem er bereits zuvor für Porsche gearbeitet hatte – als Produktionsvorstand zum Sportwagenbauer zurückgekehrt. Nachdem sich Porsche 1992 vom damaligen Vorstandschef Arno Bohn getrennt hatte, wurde Wendelin Wiedeking 1993 zum Vorstandsvorsitzen ernannt. Ihm gelang es, Porsche wieder in die Erfolgsspur zu bringen. Wendelin Wiedeking führte den Sportwagenhersteller nicht nur aus den roten Zahlen, sondern schaffte es auch, das Unternehmen zu einem der profitabelsten Autohersteller umzubauen.

Eine der Maßnahmen, um Porsche aus der Absatzkrise herauszuführen, war die Einführung des Porsche Boxster. Das Modell sollte den Trend zum Roadster aufgreifen, der Anfang der 1990er-Jahre mit dem Mazda MX-5 aufgekommen war. Die Studie Porsche Boxster Concept wurde 1993 auf der Detroit Motor Show der Öffentlichkeit präsentiert.

Auf den Markt kam die erste Generation des Porsche Boxster (Typ 986) in Deutschland im Jahr 1996. Die Einführung des Modells war hochumstritten – vor allem die geringe optische Differenzierung zum deutlich teureren Porsche 911 (996) brachte dem Autobauer viel Kritik in der traditionellen Fangemeinde ein. Dennoch wurde das Modell ein Erfolg, was wohl in erster Linie dem für Porsche verhältnismäßig geringen Einstiegspreis von 76.500 D-Mark zu verdanken war. Der Porsche Boxster erschloss für den Stuttgarter Autobauer einen neuen Kundenkreis und markierte den Beginn eines lang andauernden Aufstiegs.

Seit 2005 wird die Modellreihe des Porsche Boxster durch das darauf basierende Coupé Porsche Cayman ergänzt. Seit 2016 vermarktet der Stuttgarter Autobauer die beiden Karosserievarianten unter dem Kürzel 718 als ein Modell: Die Fahrzeuge heißen seitdem Porsche 718 Boxster und Porsche 718 Cayman.

Porsche und die Abkehr vom reinen Sportwagenbau: 2002 kommt der Porsche Cayenne auf den Markt

Eine weitere wegweisende Entscheidung unter der Führung von Wendelin Wiedeking war die Abkehr von der ausschließlichen Produktion von Sportwagen. Nachdem beispielsweise BMW mit dem SUV BMW X5 ab 1999 große Erfolge erzielte, entschloss man sich auch bei Porsche zur Entwicklung eines Sport Utility Vehicles. Im Jahr 2002 kam die erste Generation des Porsche Cayenne auf den Markt. Inzwischen hat Porsche den Cayenne um eine Variante erweitert: Seit 2019 ist das Porsche Cayenne Coupé auf dem Markt, das auf der dritten Generation des Porsche Cayenne (Typ PO536 oder 9YA) basiert.

Nach 17 Jahren an der Spitze von Porsche endete die Karriere von Wendelin Wiedeking für ihn und den Sportwagenbauer im Jahr 2009 bitter: Der Top-Manager war in diesem Jahr endgültig mit dem Versuch gescheitert, den wesentlich größeren Autohersteller Volkswagen zu übernehmen. Die legendäre Übernahmeschlacht endete im genauen Gegenteil: Die Marke Porsche wurde schließlich ein Teil von Volkswagen. Noch im Jahr 2009 verließ Wendelin Wiedeking den Autobauer, sein Nachfolger als Vorstandsvorsitzender wurde Michael Macht.

Im selben Jahr kam der Porsche Panamera (Porsche 970; G1) auf den Markt: eine viertürige Kombilimousine der Oberklasse mit Frontmotor. Optisch erinnert das Fahrzeug an die Ikone Porsche 911 – allerdings können in dem Gran Turismo bis zu vier Personen mitfahren. Das Fahrzeug gab es sowohl mit Benzin- wie auch mit Dieselmotor. Im Jahr 2013 kam eine Hybrid-Variante hinzu, der Porsche Panamera S E-Hybrid. 2016 stellte der Stuttgarter Autobauer die zweite Generation des Porsche Panamera (Porsche 971) vor, die ein Jahr später mit der Variante Porsche Panamera Sport Turismo um einen Shooting Brake erweitert wurde.

Porsche Macan: 2013 erweitert der Autobauer seine SUV-Modellpalette unterhalb des Porsche Cayenne

Auch als Teil des Volkswagen-Konzerns ging es für Porsche weiter steil bergauf. Die Erweiterung der Modellpalette setzte sich im Jahr 2013 mit der Vorstellung des Porsche Macan fort. Mit dem Fahrzeug erweiterte der Stuttgarter Autobauer seine SUV-Palette unterhalb des Porsche Cayenne. Der Porsche Macan basiert auf einem Fahrzeug der Schwestermarke aus Ingolstadt: dem Audi Q5.

Jüngster Spross im Konfigurator des Stuttgarter Autobauers ist der Porsche Taycan. Er ist das erste rein elektrisch betriebene Fahrzeug der Marke. Erstmalig präsentiert wurde das Elektroauto auf der IAA 2015 in Frankfurt als Konzeptstudie Porsche Mission E. Die Serienproduktion des Porsche Taycan begann im Jahr 2019.

Porsche und die Pläne zur Rückkehr an die Börse

Anfang des Jahres 2022 wurde bekannt, dass die Volkswagen AG und die Porsche SE (PSE) planen, den Sportwagenhersteller wieder an die Börse zu bringen. Entsprechende Pläne bestätigte Porsche-Chef Oliver Blume. Die Ausgliederung von Ferrari aus dem ehemaligen FCA-Konzern (heute Stellantis) könnte dabei als Vorbild dienen. Die Porsche SE soll dabei eine Sperrminorität in Höhe von 25 Prozent an dem Autobauer erhalten. Der Börsengang könnte 80 bis 100 Milliarden Euro einbringen.

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