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Porsche Macan: Name, SUV, Allrad – so viel kostet der Macan und hier wird er gebaut

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Von: Jan Schmidt

Seit 2014 markiert der Macan den Einstieg in die SUV-Welt von Porsche. Als Basis dient ihm der Audi Q5, mit dem er sich den Modularen Längsbaukasten teilt. Die Bezeichnung Macan kommt aus dem Indonesischen und bedeutet übersetzt Tiger. Die Produktion erfolgt im Leipziger Porsche-Werk.

Stuttgart –  Zum Marktstart im April 2014 wurde der Macan mit einem Diesel- und zwei Benzinmotoren angeboten. Alle drei Motoren stammten aus dem Audi-Regal. Die beiden V6-Benziner verfügten über eine doppelte Turboaufladung. Der 3,0-Liter-Motor im Macan S leistete 340 PS und die 3,6-Liter-Version im Macan Turbo kam auf 400 PS. Dazwischen positionierte Porsche den Macan GTS, der 360 PS leistete. Im Oktober 2016 präsentierte Porsche ein Performance Paket für den Macan Turbo. Damit stieg die Leistung auf 440 PS.

Auch der Diesel-Motor war eine ursprünglich von Audi vorangetriebene Entwicklung. Im Macan S Diesel leistete der 3,0-Liter-V6-Selbstzünder 258 PS. Doch im Zuge des Abgas-Skandals stellte Porsche im Februar 2018 vorerst die Produktion aller Dieselmodelle ein.

Porsche Macan: Ausschließlich Benziner mit 245 bis 440 PS

Seit der Modellpflege im Jahr 2018 hält leistet der 2,0-Liter-Vierzylinder im Macan 245 PS und bietet ein Drehmoment von unverändert 370 Newtonmeter. Gekoppelt ist der Motor an ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, das die Kraft variabel auf die Vorder- und Hinterachse verteilt. So gerüstet beschleunigt das SUV in 6,7 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 225 km/h. Die Macan-Preise starten bei 59.792,00 Euro.

Darüber rangiert der Macan S, der von einen 3,0-Liter-V6 angetrieben wird. Dank Turboaufladung leistet der Motor 354 PS und stemmt ein maximales Drehmoment von 480 Newtonmeter. Die Power portioniert ebenfalls ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen. Dank des variablen Allradantriebs spurtet der Macan S in 5,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei Tempo 254. Der Macan S kostet mindestens 65.385,00 Euro.

Seit Dezember 2019 gibt es auch wieder einen Macan GTS. Dieser wird von einem 2,9-Liter-Biturbo angetrieben, der 380 PS leistet und ein maximales Drehmoment von 520 Newtonmeter bietet. Auch hier sind ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und variabler Allradantrieb mit für die Kraftübertragung verantwortlich. Aus dem Stand beschleunigt der Macan GTS in 4,9 Sekunden auf Tempo 100 – maximal sind 261 km/h drin. Der Macan kostet als GTS mindestens 77.880,00 Euro.

Im August 2019 stellte Porsche den neuen Macan Turbo vor. Auch hier kommt der 2,9-Liter-Biturbo zum Einsatz. Allerdings leistet dieser im Macan Turbo 440 PS und maximal 550 Newtonmeter Drehmoment. Die Schaltarbeit erledigt ebenfalls ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen. Die Kraftübertragung erfolgt mit variabler Momentenverteilung auf alle vier Räder. Für den Standardsprint genügen dem Macan Turbo 4,5 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 270 km/h. Wer den Macan als Turbo kaufen möchte, muss mindestens 91.922,00 Euro bezahlen.

Für alle vier Motorisierungen ist das sogenannte „Sport Chrono-Paket“ erhältlich. Dank automatisierter Launch-Control im „Sport Plus“-Modus stürmen die vier Macan-Versionen jeweils 0,2 Sekunden schneller von 0 auf 100 km/h.

Porsche Macan: Modellpflege im Detail

Neben den neuen Motorisierungen überprüften die Fahrwerkingenieure zur Modellpflege jede Chassis-Komponente auf weiteres Optimierungspotenzial. Mit detaillierten Verbesserungen und einer komplett neuen Abstimmung legt der Macan die sportliche Messlatte nun noch etwas höher.

So ersetzen an der Vorderachse jetzt Federgabeln aus Aluminium die bisherigen Stahlbauteile. Die Federgabeln, die sich über die Antriebswellen spreizen, verbinden die Federn und Dämpfer mit dem Vorderachsträger. Die neue Leichtmetallkonstruktion ist steifer und reduziert die ungefederten Massen um rund 1,5 Kilogramm. Das Resultat: Der Macan lenkt noch präziser und federt noch komfortabler. Dank optimierter Abrollkolben und neuer Stoßdämpfer-Hydraulik verbessern sich auch die Federeigenschaften der optionalen Luftfederung.

Porsche Macan mit durchgehendem LED-Leuchtenband
Porsche Macan mit durchgehendem LED-Leuchtenband © Porsche

Optisch sind die neuen Macan-Modelle vor allem am neu gestalteten Heck zu erkennen. Hier verbindet nun ein LED-Leuchtenband die beiden Heckleuchten miteinander.

Porsche Macan nach der Modellpflege mit größerem Touchscreen
Porsche Macan nach der Modellpflege mit größerem Touchscreen © Porsche

Im Innenraum fällt der neue Touchscreen auf, dessen Diagonale von 7,2 auf 10,9 Zoll vergrößert wurde.

In puncto Assistenzsystemen ist der neue Stauassistent zu nennen, der die Stop-and-Go-Funktion um eine Lenkunterstützung erweitert. Auf Basis der optimierten Radar- und Video-Sensorik erkennt das System in einem Geschwindigkeitsbereich von null bis 65 km/h Fahrspurmarkierungen sowie vorausfahrende Fahrzeuge auf der eigenen Spur und der Nachbarspur. Ist das System aktiv, wird das eigene Fahrzeug durch gezielte Lenkeingriffe in der Spur gehalten.

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