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Opel – der traditionsreiche deutsche Autobauer aus Rüsselsheim


Die Opel Automobile GmbH ist ein deutscher Autohersteller mit Sitz in Rüsselsheim und gehört zum in den Niederlanden ansässigen Automobilkonzern Stellantis. Opel wurde 1862 gegründet und stellte zunächst Nähmaschinen und Fahrräder her – erst ab 1898 wurden auch Kraftfahrzeuge produziert. Neben dem Stammwerk des Unternehmens in Rüsselsheim am Main hat Opel in Deutschland noch Fabriken in Kaiserslautern und Eisenach. Das bekannte Werk Bochum wurde Ende 2014 geschlossen. Einige Modelle werden bei Konzern- oder Tochterunternehmen außerhalb Europas, beispielsweise in USA oder Südkorea, oder von Auftragsherstellern (SOVAB, Magyar Suzuki und Tofaş) zugekauft.

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Opel: Astra, Corsa, Insignia – das ist der Rüsselsheimer Autobauer



Opel ist ein deutscher Autobauer mit Hauptsitz in Rüsselsheim. Lange Zeit war das Unternehmen Teil des amerikanischen General-Motors-Konzerns. Seit dem Jahr 2017 gehörte die Opel Automobile GmbH – so der offizielle Name – zur französischen Groupe Peugeot Société Anonyme (PSA). Seit der Fusion der PSA mit Fiat Chrysler Automobiles (FCA) gehört auch Opel – wie etwa Peugeot, Citroën und DS – zum neu entstandenen Auto-Riesen Stellantis mit Sitz in Amsterdam (Niederlande), dem damit nach Volkswagen zweitgrößten Autokonzern in Europa. Die frühere Dachfirma PSA existiert nicht mehr.

Opel: Stammwerk in Rüsselsheim – Schwesterfirma Vauxhall


Neben dem Stammwerk in Rüsselsheim hat Opel in Deutschland noch Produktionsstandorte in Kaiserslautern und Eisenach. Das Opel-Werk Bochum wurde Ende 2014 geschlossen. Das Logo von Opel ist Kreis mit einem Blitz – wobei der Blitz sich über die Jahre aus einem stilisierten Zeppelin entwickelte.
Im Jahr 2019 verkaufte Opel 973.430 Fahrzeuge, die drei absatzstärksten Modelle waren: der Opel Corsa (229.210), der Opel Astra (155.750) und der Opel Crossland X (130.310). Im Jahr 2017 beschäftigte Opel mehr als 35.000 Mitarbeiter, mehr als 18.000 davon in Deutschland.
Eine Art Schwesterfirma von Opel ist Vauxhall: die englische Automarke mit Sitz in Luton wurde im Jahr 1925 von General Motors übernommen. Bis Mitte der 1970er-Marke brachte Vauxhall eigenständige Modelle auf den Markt, dann wurde die Entwicklungsabteilung der Briten geschlossen. Seitdem verkauft das Unternehmen Vauxhall Opel-Modelle unter eigenem Namen – man spricht in diesem Fall von sogenanntem Badge-Engineering.

Opel: Die aktuellen Modelle der Fahrzeugpalette


Mit der Übernahme durch die Groupe PSA im Jahr 2017 wurde die Modellpalette von Opel zunächst einmal deutlich eingedampft. Die aktuell im Konfigurator erhältlichen Opel-Modelle sind:
  • Opel Corsa (ab 13.990 Euro)
  • Opel Corsa-e (ab 29.900 Euro)
  • Opel Astra (ab 20.190 Euro)
  • Opel Crossland X (ab 18.900 Euro)
  • Opel Grandland X (ab 27.500 Euro)
  • Opel Insignia (ab 30.740 Euro)
  • Opel Combo (ab 20.742 Euro)
  • Opel Movano (ab 33.410 Euro)
  • Opel Vivaro (ab 29.893 Euro)
  • Opel Zafira (ab 34.780 Euro)


Opel: Die Geschichte des traditionsreichen Rüsselsheimer Autobauers


Auf Betreiben des Adam-Opel-Enkels von Georg von Opel (Sohn von Carl Opel) wurde 1956 bei Kronberg im Taunus ein Forschungsgehege gegründet. Daraus entstand der – neben dem Zoo Frankfurt – zweite größere zoologische Garten im Rhein-Main-Gebiet: der Opel-Zoo. Der Opel-Zoo zählt mit rund 750.000 Besuchern jährlich heute zu den meistbesuchten Freizeit- und Kultureinrichtungen im Bundesland Hessen.
Als Gründungsdatum von Opel gilt das Jahr 1862. Damals machte sich Adam Opel (58, †1895) in einem ehemaligen Kuhstall in Rüsselsheim selbstständig – er fertigte dort Nähmaschinen. Sechs Jahre später heiratete Adam Opel die Gastwirtstochter Sophie Marie Scheller (73, †1913). Diese Ehe ermöglichte Adam Opel noch im selben Jahr die Errichtung der Nähmaschinenfabrik von Adam Opel. Die Firma entwickelte sich gut: Im Jahr 1885 fertigten rund 300 Mitarbeiter etwa 18.000 Nähmaschinen.
Das Ehepaar Opel bekam fünf Söhne:
  • Carl Opel (57, †1927)
  • Wilhelm Opel (76, †1948)
  • Heinrich Opel (54, †1928)
  • Friedrich Opel (63, †1938)
  • Ludwig Opel (36, †1916)


Opel: Unternehmensgründer Adam Opel fertigt ab 1862 in Rüsselsheim Nähmaschinen


Auf Drängen der Söhne begann Adam Opel in seiner Fabrik mit der Produktion von Fahrrädern. Im Jahr 1886 wurde das erste Fahrrad der Firma Opel – ein Hochrad – gebaut. Die Fertigung der Fahrräder nahm rasch Tempo auf. Im Jahr 1895 starb Adam Opel, woraufhin seine Witwe Sophie Opel das Unternehmen mit den fünf Söhnen weiterführte.
Die Firma blieb weiter auf Erfolgskurs: So hatte das Unternehmen im Jahr 1898 rund 1200 Mitarbeiter und fertigte knapp 25.000 Nähmaschinen und 15.000 Fahrräder. Zur Bekanntheit der Fahrräder aus dem Hause Opel trugen auch die fünf Brüder selbst bei, die erfolgreiche Rennradfahrer waren. Opel gelang in den 1920er-Jahren der Aufstieg zum größten Fahrradhersteller der Welt – auch motorbetriebene Fahrräder wurden gebaut. 1936 entschloss man sich zum Verkauf der Fahrradproduktion an die NSU Motorenwerke in Neckarsulm – wo sich heute das zweitgrößte deutsche Audi-Werk befindet.

Opel als Autobauer: Im Jahr 1898 fällt der Entschluss auch Automobile zu produzieren


Drei Jahre nach dem Tod von Adam Opel – im Jahr 1898 – entschloss sich Sophie Opel in die Produktion von Automobilen einzusteigen. Der Unternehmensgründer hatte dies Zeit seines Lebens abgelehnt.
Im Jahr 1902 kam die erste Eigenkonstruktion auf den Markt: der Opel 10/12 PS, ausgestattet mit einem 1,9-Liter-Zweizylindermotor. Sieben Jahre später brachte das Unternehmen den Opel 4/8 PS auf den Markt – ein zweisitziges Cabriolet, das gerne von Ärzten für ihre Hausbesuche genutzt wurde. Das Fahrzeug bekam schließlich den Spitznamen „Doktorwagen“.
Ab 1911 bot Opel den Opel 60-PS-Motorpflug an – ein Gefährt, dass von Landwirten gut nachgefragt wurde. Bereits um das Jahr 1900 zeichnete sich ab, dass die Zukunft des Unternehmens Opel nicht in der Fertigung von Nähmaschinen liegen würde. Grund dafür war ein Überangebot für das Produkt: allein die deutsche Produktion war fast höher als der mögliche Weltabsatz. Die Folge war, dass die Nähmaschinen verschleudert wurden. Zwischen 1863 und 1911 hatte Opel insgesamt rund eine Million Nähmaschinen produziert.

Brand im Opel-Werk: 1911 wird die die Fertigung von Nähmaschinen endgültig eingestellt


Im Jahr 1911 kam es zu einem großen Brand im Opel-Werk, woraufhin die Fertigung von Nähmaschinen beendet wurde. Die restliche Produktion wurde erst im nächsten Jahr wieder fortgesetzt. Im Jahr 1912 hatte Opel rund 3000 Angestellte und fertigte 30.000 Fahrräder und 3000 Automobile.
Nach Konstruktionsvorlagen von Max Lochner entwickelte Opel 1913 den Prototyp eines Stromlinienfahrzeugs: das sogenannte „Opel-Ei“. Den Namen hatte das Fahrzeug seiner ungewöhnlichen Form zu verdanken. In dem Auto war es möglich, aufrecht zu stehen, selbst mit einem Zylinderhut auf dem Kopf – und das, wegen der guten Straßenlage, sogar bis zur Höchstgeschwindigkeit von 95 km/h. Während des Ersten Weltkriegs wurde das unter der Steuerformel 13/30 PS patentierte „Opel-Ei“ beschlagnahmt und blieb seitdem verschollen.
Nach dem Ersten Weltkrieg nahm das Opel-Werk in Rüsselsheim die Produktion als erster deutscher Automobilhersteller wieder auf. Unter anderem wurde 1919 mit dem Opel 21/55 PS der erste Opel-Sechszylinder-Pkw präsentiert.
Als erster Automobilhersteller im Deutschen Reich stattete Opel das Werk in Rüsselsheim mit Fließbändern aus, was eine wesentlich kostengünstigere Produktion ermöglichte. Nun war beispielsweise die Massenfertigung des Erfolgsmodells Opel 4 PS („Laubfrosch“) möglich.

Opel und General Motors: 1931 übernimmt US- Autobauer GM die deutsche Marke


Mit einem Anteil von 44 Prozent aller produzierten Kraftfahrzeuge im Deutschen Reich war Opel 1928 zum größten Hersteller avanciert. Noch im selben Jahr wurde die Rechtsform des Unternehmens von einer Kommanditgesellschaft in eine Aktiengesellschaft geändert. Im März 1929 verkauften Wilhelm von Opel und sein Bruder Friedrich „Fritz“ Opel 80 Prozent der Firmenanteile an den US-amerikanischen Automobilkonzern General Motors (GM).
1931 wurde Opel schließlich komplett von General Motors übernommen. Hauptgrund für den Verkauf war die hereinbrechende Weltwirtschaftskrise. Neben einem für damalige Verhältnisse enormen Verkaufspreis von 33,3 Million US Dollar beziehungsweise 154 Million Reichsmark, konnten die Opel-Brüder durchsetzen, dass sie Mitglieder im Aufsichtsrat blieben und Fritz von Opel den Vorstand leitete. Zudem blieben der Name Opel und eine eigenständige Firmenpolitik erhalten.
Die Modellpalette von Opel vor dem Zweiten Weltkrieg umfasste folgende vier Typen:
  • Opel Kadett
  • Opel Olympia
  • Opel Kapitän
  • Opel Admiral

Auf Anweisung der Reichsregierung musste Opel im Jahr 1940 die Fertigung ziviler Pkw komplett einstellen. Stattdessen produzierte das Rüsselsheimer Unternehmen unter anderem den wichtigsten Lkw der Wehrmacht: den Blitz „S“ (Standard). Ebenso wurden bei Opel Teile für Raketen, Torpedos sowie Komponenten für Flugzeuge gefertigt.
Auch während des Krieges blieb GM formal der Eigentümer von Opel, obwohl es ab 1942 keinen Kontakt mehr untereinander gab. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden bei Opel in Rüsselsheim zunächst nur ältere Modell repariert. Erst Mitte 1946 rollte wieder ein Opel vom Modell „Blitz“ vom Band. Ein Jahr später nahm der Autobauer auch wieder die Produktion des Opel Olympia und 1948 auch die des Opel Kapitän wieder auf.
Die Mittelklasse-Modelle Opel Olympia, Opel Olympia Rekord und Opel Olympia Rekord P1 gehörten in den 1950er-Jahren zeitweise zu den beliebesten Fahrzeugen in Deutschland.

Der Opel Kadett: Konkurrenz aus Rüsselsheim für den VW Käfer


Um auch in der Klasse des VW Käfer der Konkurrenz von Volkswagen etwas entgegensetzen zu können, begann Opel Ende der 1950er-Jahre auf Auftrag der General-Motors-Zentrale in den USA mit der Entwicklung eines komplett neuen Opel Kadett. Der Opel Kadett A lief ab 1962 im speziell dafür gebauten Opel-Werk in Bochum vom Band. Bei dem ausschließlich als Zweitürer erhältlichen Fahrzeug handelte es sich um ein Modell der unteren Mittelklasse – eine Fahrzeugkategorie, die man heute als Kompaktklasse bezeichnet. Selbst die heute äußerst seltene, ab 1963 hergestellte, Kombi-Variante Opel Kadett Caravan 1000 hatte lediglich zwei Türen.
Bereits 1965 erschien der Nachfolger: der Opel Kadett B. Wie der Vorgänger setzte auch dieses Modell auf Frontmotor und Heckantrieb. Neben stärkeren Motoren und technischen Verbesserungen führte Opel nun auch viertürige Varianten ein. Die Grundkonstruktion des Opel Kadett B bildete auch die Basis für den Sportwagen Opel GT. Auf Grundlage des Opel Kadett B LS entstand der luxuriöse Ableger Opel Olympia A. Bis 1973 wurden von der Nobel-Version und dem Standard-Modell mehr als 2,7 Millionen Exemplare gebaut, womit diese Kadett-Generation zu den erfolgreichsten Opel-Modellen in der Geschichte zählt.
Der Opel Kadett C wurde von 1973 bis 1979 rund 1,6 Millionen Mal produziert, das Fahrzeug setzte weitgehend auf die Technik Vorgängers. Eine komplette Neukonstruktion dagegen war der Opel Kadett D, der ab 1979 vom Band lief: Mit dieser Generation setzte Opel erstmals auf die heute bei nahezu allen Marken und Modellen von der Kompaktklasse an abwärts gängige Variante von Quermotor und Frontantrieb. Nur fünf Jahre später – 1984 – wurde der Opel Kadett D durch den Nachfolger Opel Kadett E abgelöst. Das bis 1993 gebaute Fahrzeug war das letzte Opel-Modell, dass den Namen „Kadett“ trug.

Opel Astra: der Nachfolger des Opel Kadett läuft ab 1991 vom Band


Das bereits ab 1991 produzierte Nachfolgemodell war der Opel Astra F. Zu der Änderung bei der Modellbezeichnung war es gekommen, weil sich Opel in den 1990er-Jahren dazu entschlossen hatte, die bisherigen Bezeichnungen durch Kunstnamen zu ersetzen die auf „a“ endeten – wie etwa Opel Vectra, Opel Omega und Opel Calibra.

Opel Manta: Ein Gegner aus Rüsselsheim für den Ford Capri


Um dem Konkurrenten Ford mit seinem Modell Ford Capri etwas entgegenzusetzen begann Opel Ende der 1960er Jahre mit der Entwicklung des Opel Manta. Präsentiert wurde das Fahrzeug im September 1970, nur zwei Monate später stellte der Autobauer die Limousinen-Variante vor: den Opel Ascona A, das Nachfolgemodell für den Opel Olympia A. Das Mittelklasse-Modell Opel Ascona lief über zwei weitere Generationen: den Opel Ascona B (1975–1981) und den Opel Ascona C (1981–1988).
Im Herbst 1988 wurde der Opel Ascona durch den Opel Vectra A ersetzt. Auch der Opel Vectra wurde in drei Generationen gebaut: Opel Vectra A (1988–1995), Opel Vectra B (1995–2002), Opel Vectra C (2002–2008). Das Nachfolgemodell des Opel Vectra war ab 2008 der Opel Insignia.

Der Opel Senator ersetzt Opel Kapitän, Opel Admiral und Opel Diplomat


Von 1969 an bis weit in die 1970er-Jahre produzierte Opel die Oberklasse-Modelle Opel Kapitän, Opel Admiral und Opel Diplomat der Serie B – zusammengefasst bezeichnete man diese als KAD B. Die viertürigen Stufenheck-Modelle mit Reihen-Sechszylinder-Motor waren nach Leistung und Ausstattung gestaffelt: Der Opel Kapitän war die einfachste Variante, der Opel Admiral bildete eine mittlere Version und der Opel Diplomat das Top-Modell – er war sogar mit einem V8-Motor von Chevrolet bestellbar.
Im Jahr 1978 ersetzte Opel die KAD-B-Baureihe durch den Opel Senator. Das Fahrzeug wurde teils der oberen Mittelklasse, teils auch der Oberklasse zugeordnet. Von der ersten Generation dem Opel Senator A leiteten die Rüsselsheimer sogar ein Coupé ab: den Opel Monza.
Die zweite Generation des Opel Senator – der Opel Senator B – kam im Jahr 1987 auf den Markt und war zugleich auch die letzte der Baureihe. Ein Coupé gab es diesmal nicht mehr: der Opel Monza der ersten Generation war 1986 wieder eingestellt worden. Der letzte Opel Senator B rollte im Jahr 1993 vom Band – damit endete auch die Geschichte des Autoherstellers Opel in der Oberklasse.

Opel Corsa: Der Einstieg ins Kleinwagen-Segment kommt erst 1983


Ziemlich spät stieg Opel in das immer wichtiger werdende Segment der Kleinwagen ein. Der VW Polo war bereits 1975 auf den Markt gekommen, der Ford Fiesta nur ein Jahr später. Der Opel Corsa A rollte dagegen erst 1983 zu den Händlern. Produziert wurde das Auto auch nicht in Rüsselsheim, sondern im General-Motors-Werk im spanischen Saragossa.
Bereits mit dem Opel Kadett D war der Autobauer auf die in den niedrigen Segmenten gängige Kombination aus Quermotor und Frontantrieb umgestiegen – und auch beim Opel Corsa setzten die Rüsselsheimer auf diese Variante. Erhältlich war der Opel Corsa A zunächst als dreitüriges Schrägheck, als zweitüriges Stufenheck (Opel Corsa TR) – erst ab 1985 waren beide Versionen auch als Fünf- beziehungsweise Viertürer erhältlich.
Seit 2019 ist der Opel Corsa in der sechsten Generation erhältlich (Opel Corsa F) – er basiert nun auf der PSA-Plattform CMP. Der Opel Corsa F ist ausschließlich als Fünftürer erhältlich. Mit dem Opel Corsa-e steht seit 2020 erstmals auch eine rein elektrisch angetriebene Version des Opel Corsa zur Auswahl.

Opel Calibra: Die kurze Karriere eines Hoffnungsträgers


Eine ebenfalls sehr kurze Karriere war das Schicksal des ab 1994 hergestellten Opel Tigra. Der im spanischen Saragossa produzierte Kleinwagen entstand auf der technischen Basis des Opel Corsa B. Ab 1995 wurde der Opel Tigra in einem aufwendigen Fernsehsport mit dem Olympia-Schwimmstar Franziska van Almsick beworben, in dem das Auto in New York im Stadtverkehr abtaucht.
Dennoch lief der Absatz des Fahrzeugs schleppend. Die Produktion des Opel Tigra als 2+2-sitzigiges Sportcoupé endete 2001. Als Nachfolger gilt zwar der ab 2004 gebaute Opel Tigra Twin Top, allerdings handelte es sich hierbei um ein anderes Fahrzeugkonzept. Der Opel Tigra TwinTop war ein kleiner Roadster mit versenkbarem Stahldach, der bei der Firma Heuliez in Frankreich produziert wurde. 2009 endete auch die Produktion des Opel Tigra TwinTop – diesmal komplett ohne Nachfolger.

Opel Adam und Opel Karl: Kurzes Gastspiel im Kleinstwagen-Segment


Nur eine Generation überdauerte auch der Opel Adam. Das ab 2013 im Werk in Eisenach produzierte Modell sollte im Segment der Kleinstwagen – also noch unterhalb des Opel Corsa – auf Kundenfang gehen. Dabei setzten die Rüsselsheimer vor allem auf junges Design und eine hohe Individualisierbarkeit – wie beispielsweise ein farblich abgesetztes Dach. Bereits 2019 wurde die Produktion des Opel Adam wieder eingestellt. Als Hauptgrund wird die kostenintensive Fertigung vermutet: gerade im Kleinstwagen-Segment sind für die Hersteller nur schmale Margen zu holen – dazu kommt eine große Konkurrenz. Das Klientel in diesem Segment achtet in der Regel sehr stark auf den Preis.
Der Opel Karl war sogar noch kürzer im Portfolio der Rüsselsheimer zu finden als der Opel Adam. Der Nachfolger des Opel Agila kam im Jahr 2015 als Einfach-Modell in der Kleinstwagen-Klasse auf den Markt. Als einziger Motor wurde ein 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner angeboten, der später noch um eine Autogas-Variante erweitert wurde. Der Opel Karl basierte auf einer GM-Plattform auf, die auch beim Chevrolet Spark zum Einsatz kam. Produziert wurde das Auto ebenfalls in einem General-Motors-Werk in Korea. Während sich der Opel Adam an eine junge, lifestyle-orientierte Kundschaft richtete, bot der Opel Karl kaum Individualisierungsmöglichkeiten, was sich auch im Preis niederschlug: der Opel Karl war deutlich günstiger. Dennoch ereilte ihn im selben Jahr wie den Opel Adam das Aus: 2019 wurde die Produktion eingestellte.
Ebenfalls nur für eine Generation hielt sich der Opel Mokka beziehungsweise seine überarbeitete Version – der Opel Mokka X – im Programm der Rüsselsheimer. Das technisch eng mit dem Chevrolet Trax verwandte Kompakt-SUV basierte auf Technik-Komponenten des Opel Meriva und Opel Insignia und rollte ab 2012 vom Band. Gebaut wurde der Opel Mokka in Südkorea sowie im spanischen Saragossa. Im Jahr 2019 wurde die Produktion beendet – möglicherweise gibt es einen Nachfolger auf einer PSA-Plattform.