1. 24auto
  2. Marken

Mercedes-Benz C-Klasse: Motoren, Abmessungen, Preis - das ist die Mittelklasse-Limousine

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Jan Schmidt

Die Wurzeln der 1993 vorgestellten ersten C-Klasse reichen zurück bis ins Jahr 1982. Damals präsentierte Daimler den 190er mit der internen Modellbezeichnung W201.

Stuttgart – Nach den Erfolgen, die BMW mit der Einführung des 3ers einfuhr, brauchte Mercedes dringend etwas vergleichbares. So entstand die neue Mittelklasse-Limousine. 

Mercedes 190: Beginn der Mittelklasse-Reihe

Mercedes-Benz Mittelklasse-Limousine der Baureihe W201
Mercedes-Benz Mittelklasse-Limousine der Baureihe W201 © Daimler

Als erster Mercedes wurde der 190er mit der sogenannten Raumlenker-Hinterachse ausgestattet. Diese hatte nicht nur aufgrund der kompakteren Baumaße Vorteile gegenüber der zuvor verwendeten Schräglenkerachse, sondern sie war auch deutlich leichter. Außerdem konnte die Aufhängung der Räder weicher und damit komfortabler erfolgen.

Mercedes 190: Abmessungen des W201 in Millimetern

Länge4.420
Breite1.678
Höhe1.390
Radstand2.665

Neu war auch der Einarmwischer, den Mercedes erstmals beim 190er verbaute. Zunächst kam die kompakte Limousine ausschließlich als Benziner auf den Markt – der 190 E. Erst ab Herbst 1983 ergänzte ein Diesel die Motorenpalette. Im gleichen Jahr schob Daimler die 16-V-Sportversion 190 E 2.3-16 nach. Ab 1985 baute Mercedes die Motorenpalette sukzessive aus. Neben dem 190 D 2.5 und dem 190 E 2.3 kam auch ein Sechszylinder im 190 E 2.6 zum Einsatz. 1986 lief der 190 E 2.5-16, der sich auch als Tourenwagen im Motorsport einen Namen machte, erstmals vom Band. Ab 1990 ergänzte der 190 E 1.8 als neues Einstiegsmodell das Angebot. Gegen Ende seiner Laufbahn nahm sich auch der Mercedes-Haustuner AMG den 190er vor. Das Ergebnis war der 190 E 3.2 AMG, der ab 1992 auch über Mercedes-Benz-Händler verkauft wurde.

Auf den W201 folgt der W202 – die erste „echte“ C-Klasse

Die erste C-Klasse: Die Baureihe W202 trägt seit 1993 den Namen Mercedes-Benz C-Klasse.
Die erste C-Klasse: Die Baureihe W202 trägt seit 1993 den Namen Mercedes-Benz C-Klasse. © Daimler

Im Mai 1993 stellte Mercedes die C-Klasse als Nachfolger des 190ers vor. Bei nur wenig veränderten Außenabmessungen punktete die neue Mittelklasse-Limousine mit einem deutlich verbesserten Raumangebot. Zudem konnten Kunden aus einem Angebot von vier Ausstattungslinien (Classic, Esprit, Elegance und Sport) wählen. Das umfangreiche Sicherheitspaket umfasste zunächst einen Fahrerairbag, verbesserte Crash-Eigenschaften der Karosserie, Seitenaufprallschutz, Gurtstraffer vorn und ein serienmäßiges Antiblockiersystem.

Mercedes C-Klasse: Abmessungen des W202 in Millimetern

Länge4.487 bis 4.516
Breite1.720 bis 1.723
Höhe1.460
Radstand2.690

Ab Mai 1993 waren vier Benziner (C 180, C 200, C 220 und C 280) und drei Selbstzünder (C 200 Diesel, C 220 Diesel und C 250 Diesel) erhältlich. Im September kam das vorläufige Topmodell C 36 AMG auf den Markt. Mit der kleinen Modellpflege im September 1995 führte Mercedes den C 230 Kompressor und den C 250 Turbodiesel ein.

Im März 1996 wurde die Kombiversion – das sogenannte T-Modell – als weitere Karosserievariante vorgestellt.

Durch die große Modellpflege im Juni 1997 hielten zwei neue V6-Motoren Einzug in die C-Klasse – der C 240 und der neue C 280. Der, auf dem alten Reihensechszylinder aufbauende, C 36 AMG wurde eingestellt. Die neue Sportversion C 43 AMG präsentierte Mercedes auf der IAA im September 1997 als Limousine sowie als Kombi. Daneben debütierte der neue Dieselmotor im C 220 CDI – das erste Mercedes-Modell mit der wegweisenden Common-Rail-Direkteinspritzung.

Wem der 4,3-Liter-V8 des Topmodells noch zu schwach auf der Brust war, konnte ab Juli 1998 den C 55 AMG ordern. Hierzu wurde ein serienmäßiger C 43 als Neuwagen bei AMG in Affalterbach zum C 55 umgerüstet. Aufgrund der hohen Kosten blieben die Stückzahlen jedoch sehr gering.

C-Klasse W203: Die dritte Generation der Mercedes-Mittelklasse

Mercedes-Benz C 55 AMG: Der damals neue C 55 AMG (W203) fährt ab 2004 als offizielles Safety Car in der DTM.
Mercedes-Benz C 55 AMG: Der damals neue C 55 AMG (W203) fährt ab 2004 als offizielles Safety Car in der DTM. © Daimler

Die Produktion des W203 startete im März 2000 in den Werken in Bremen, Sindelfingen und im südafrikanischen East London. Zunächst kam die Limousine auf den Markt. Ab Oktober 2000 ergänzte das kompakte Sportcoupé (später CLC genannt) die Modellpalette. Das T-Modell folgte im Januar 2001.

Mercedes C-Klasse: Abmessungen des W203 in Millimetern

Länge4.343 bis 4.626
Breite1.728
Höhe1.401 bis 1.466
Radstand2.715

Basismotorisierung war der C 180 (129 PS): ein 2,0-Liter-Vierzylinder, der aber schon im April 2002 von einem Kompressor-aufgeladenen 1,8-Liter-Vierzylinder im C 180 Kompressor (143 PS) abgelöst wurde. Den gleichen Motor gab es auch noch in drei weiteren Leistungsversionen als C 200 Kompressor (163 PS), C 200 CGI (170 PS) und C 230 Kompressor (192 PS). Ab 2002 kamen die ersten C-Klasse-Modelle mit Allradantrieb – C 240 4MATIC (170 PS) und C 320 4MATIC (218 PS) – auf den Markt. Auf letzterem basierte die AMG-Version, die von Dezember 2000 bis Februar 2004 gebaut wurde. Hier wurde ebenfalls ein Kompressor verbaut, der den 3,2-Liter-V6 auf 354 PS brachte.

Ab 2005 hielt eine neue Generation von Sechszylinder-Motoren Einzug. Den Einstieg in die Sechszylinder-Liga markierte fortan der C 230, der mit einen Hubraum von 2,5 Litern 204 PS mobilisierte. Darüber rangierte der C 280, der bei einem Hubraum von 3,0 Liter aufwies und 231 PS leistete. Neues Topmodell der Sechszylinder-Formation war der C 350 mit 3,5 Litern Hubraum und einer Leistung von 272 PS. Darüber rangierte nur noch die AMG-Version: Hier sorgte ein 5,5-Liter-V8 mit 367 PS für kräftigen Vortrieb.

Zur Markteinführung gab es die C-Klasse als C 220 CDI mit 2,2 Litern Hubraum und einer Leistung von 143 PS. Die leistungsreduzierte Variante C 200 CDI mit 116 PS kam ab September 2000 zum Einsatz. Ab April 2003 wurden optimierte Versionen angeboten: So kam der C 200 CDI auf 122 PS und der C 220 CDI leistete 150 PS.

Ab Dezember 2000 gab es die C-Klasse auch mit einem 2,7-Liter-Fünfzylinder-Diesel, der im C 270 CDI auf 170 PS kam. Auf dessen Basis bot AMG – als bislang einzigen Diesel im AMG-Portfolio – auch eine sportliche Variante an. Die Affalterbacher erweiterten den Hubraum auf 3,0 Liter und steigerten die Leistung auf 231 PS – geboren war der C 30 CDI AMG.

Im Januar 2005 ergänzte der 3,0-Liter-V6 das Angebot: der C 320 CDI kam auf eine Leistung von 224 PS.

C-Klasse W204: Die vierte Generation der Mittelklasse von Mercedes

Mercedes-Benz C-Klasse Limousine der Baureihe W204, Typ C 220 CDI.
Mercedes-Benz C-Klasse Limousine der Baureihe W204, Typ C 220 CDI. © Daimler

Die Baureihe mit der internen Bezeichnung W204 kam im März 2007 auf den Markt. Zur Limousine gesellte im Dezember des gleichen Jahres das T-Modell. Ein kompaktes Sportcoupé – wie beim Vorgänger – gab es nicht. Stattdessen ergänzte ein klassisches Coupé ab Juni 2011 die Baureihe.

Als Basismotorisierung im C 180 Kompressor diente der 1,8-Liter-Vierzylinder, der dank Kompressoraufladung 156 PS lieferte. Bei gleicher Leistung wurde dieser Motor nur ein Jahr später von einer 1,6-Liter-Variante abgelöst. Dieser C 180 Kompressor BlueEfficiency verbrauchte bei ähnlichen Fahrleistungen deutlich weniger. Darüber rangierte der C 200 Kompressor mit 184 PS. Ab 2009 stellte Mercedes die Aufladung von Kompressor auf Turbo um. Der C 200 leistete weiterhin 184 PS und der C 250 (204 PS) mit ebenfalls 1,8 Litern Hubraum kam hinzu.

Mercedes C-Klasse: Abmessungen des W204 in Millimetern

Länge4.581 bis 4.596
Breite1.770 bis 1.854
Höhe1.406 bis 1.459
Radstand2.760

Bei den Sechszylindern stellte der 2,5 Liter große C 230 (204 PS) den Einstieg dar. Darüber rangierte der C 280 mit 231 PS. Der C 350 mit dem 3,5-Liter-V6 wurde im Laufe der Bauzeit von Saugrohr- (272 PS) auf Direkteinspritzung (306 PS) umgestellt. Die Leistungsspitze übernahmen erneut die AMG-Modelle, welche aus einem 6,3-Liter-V8 457 PS, 487 PS, 507 PS und 517 PS in verschiedenen Ausbaustufen lieferten.

Bei den Selbstzündern stellt ein 2,2-Liter-Vierzylinder die Basis dar. Im C 180 CDI leistet der Motor 120 PS und im C 200 CDI sind es 136 PS. Dank Biturbo-Aufladung kommen der C 220 CDI auf 170 PS und der C 250 CDI auf 204 PS. Die Sechszylinder-Diesel haben durchweg 3,0 Liter Hubraum. Zwischen 2007 und 2009 leistete der 320 CDI 224 PS und der C 350 CDI 231 PS. Ab 2011 gab es die leistungsgesteigerte Variante des C 350 CDI mit 265 PS.

C-Klasse W205: Mercedes-Mittelklasse in der 5. Generation

Mercedes-Benz C-Klasse: C 250 BlueTEC Avantgarde
Mercedes-Benz C-Klasse: C 250 BlueTEC Avantgarde © Daimler

Im Januar 2014 wurde die aktuelle C-Klasse als Limousine erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Das T-Modell folgte im Mai. Im September 2015 schob Mercedes das Coupé nach und im Februar 2016 kam erstmals auch eine Cabrio-Variante hinzu.

Dank des gestiegenen Anteils an Aluminium konnte eine Gewichtsreduzierung von insgesamt rund 100 Kilogramm erreicht werden. Neben der Karosserie, die zu 48 Prozent aus Aluminium gefertigt wird, besteht auch die komplette Vorderachse aus Aluminium. Überhaupt ist die Architektur des Chassis stark an die größere E-Klasse angelehnt. So ist beispielsweise erstmals die Luftfederung Airmatic für die C-Klasse lieferbar.

Mercedes C-Klasse: Abmessungen des W205 in Millimetern

Länge4.686 bis 4.702
Breite1.810
Höhe1.405 bis 1.457
Radstand2.840

Ein weiteres Novum gibt es beim Antrieb: Mercedes bietet die C-Klasse erstmals als Hybrid an. Anfangs gab es den C 300 h, der einen Dieselmotor mit einem in das Getriebegehäuse integrierten Elektromotor kombinierte, der lediglich 20 kW leistete. Von März 2015 bis April 2018 wurde der C 350 e angeboten, dessen Elektromotor lieferte bereits 60 kW. Seit 2019 bietet Mercedes den C 300 e und den C 300 de an. Beide Modelle besitzen einen 90 kW leistenden Elektromotor, der von einer Batterie mit einer Kapazität von 13,5 kWh gespeist wird. Damit sind rein elektrische Reichweiten von etwa 50 Kilometern möglich.

Bei den Benzinern bildet der C 180 mit einem 1,6-Liter-Vierzylinder und 156 PS die Basis – er steht ab 34.986,00 Euro in der Preisliste. Zwischen Mai 2015 und November 2019 gab es auch einen C 160, der auf eine Leistung von 129 PS kam. Darüber rangiert der C 200 mit 184 PS. Auf einen 2,0-Liter-Vierzylinder vertrauen die Modelle C 250 (211 PS) und C 300 (245 PS). Einen 3,0-Liter-V6 haben die Modelle C 400 4MATIC (333 PS), C 450 AMG 4MATIC (367 PS) und AMG C 43 4MATIC (390 PS). Bei den Topmodellen AMG C 63 (476 PS) und AMG C 63 S (510 PS) sorgt ein 4,0-Liter-V8 für Vortrieb.

Der C 180 d besitzt einen 1,6-Liter-Dieselmotor, der anfangs 116 PS und seit Juli 2018 122 PS leistet. Darüber rangiert der C 200 d, der 2018 einen Sprung von 136 PS auf 160 PS machte. Eine Stufe darüber lag der C 220 d, dessen 2,2-Liter-Dieselmotor 170 PS leistete. Seit Juli 2018 wurde zwar der Hubraum auf 2,0 Liter reduziert, dennoch stieg die Leistung auf 194 PS. Damit flog dann auch der C 250 d (204 PS) aus dem Programm. Neues Diesel-Topmodell ist der C 300 d, dessen Leistung bei 245 PS liegt.

Auch interessant

Kommentare