Hyundai im Überblick

Hyundai: Alles über den südkoreanischen Autohersteller mit Sitz in Seoul und seine Modelle

  • Sebastian Oppenheimer
    vonSebastian Oppenheimer
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Der südkoreanische Autohersteller Hyundai wurde im Jahr 1967 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Seoul. Im Jahr 2018 wurde der Deutsche Albert Biermann als Entwicklungschef verpflichtet.

  • Die Hyundai Motor Company hat ihren Sitz in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul
  • Chefdesigner war bis 2020 der Belgier Luc Donckerwolke
  • Zu den bekanntesten Modellen zählen der Hyundai i30, der Hyundai Kona und der Hyundai Ioniq

Seoul – Die südkoreanische Hyundai Motor Company ging im Jahr 1967 aus einem Bauunternehmen hervor, das vom Gründer Chung Ju-yung ursprünglich 1947 ins Leben gerufen wurde. Der Autohersteller hat seine Wurzeln in Seoul und bis heute den Firmenhauptsitz in der südkoreanischen Stadt. Die Firmenbezeichnung „Hyundai“ leitet sich vom koreanischen Wort für „Moderne“ ab, was nach wie vor maßgeblich in die Firmenphilosophie einfließt. So ist Hyundai dafür bekannt, innovative Konzepte und zeitgemäße Antriebe in die Automodelle einfließen zu lassen.

Dabei waren Autos nicht immer der Fokus dieser international tätigen Firma. Obwohl Hyundai ab den 1960er-Jahren als Fahrzeughersteller gungierte, waren neben Autos auch Straßen, Elektrogeräte, Möbel, Maschinen und Schiffe im Sortiment enthalten. Ab der Wirtschaftskrise Ende der 1990er-Jahre mussten allerdings Segmente ausgegliedert werden, um den Erhalt des Unternehmens zu gewährleisten. Den Vorstandsvorsitz der Hyundai Motor Group hat seit dem Tod seines Vaters der Erbe Chung Mong-koo inne. Seit 1998 gehört der südkoreanische Autohersteller Kia Motors ebenfalls zur Hyundai-Gruppe.

Die Hyundai Motor Deutschland GmbH ist der Ableger für den deutschen Markt

Als Händler von Autos ist die Hyundai Motor Group seit 1991 am deutschen Markt zu finden. Diese Tochtergesellschaft – die Hyundai Motor Deutschland GmbH – konnte im Jahr 2019 einen Marktanteil von etwa 3,6 % aller neu zugelassenen Wagen halten und bildet damit laut dem Hersteller nicht nur die drittstärkste Importmarke, sondern auch die stärkste asiatische Marke hierzulande.

Den Hyundai Ioniq gibt es als Hybrid, Plug-in-Hybrid und als Elektroversion.

Um sich auf dem internationalen Automarkt noch weiter etablieren zu können, hat Hyundai in den letzten Jahren für namhafte Verstärkung am Firmensitz gesorgt. So wurde etwa 2016 der belgische Automobildesigner Luc Donckerwolke als Chefdesigner verpflichtet, unter dessen Führung beispielsweise das Design des Kompakt-SUV Hyundai Kona entstand. Auch das obere Mittelklasse-Modell Hyundai Genesis hat seine markanten Formen diesem Designer zu verdanken.

Zusätzlich wurde 2018 der Deutsche Albert Biermann zum Entwicklungschef der Hyundai Motor Group ernannt, was den technischen Fortschritt weiter vorantreiben und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern soll. Albert Biermann war zuvor bereits seit 2015 für den Autobauer tätig und unter anderem maßgeblich an der Einführung der Modelle Hyundai i30 N und Hyundai i30 Fastback N beteiligt, die dem Segment der Kompakt-Sportwagen zuzuordnen sind.

Den Hyundai Kona gibt es auch in einer rein elektrisch betriebenen Variante.

Hyundai: der koreanische Hersteller bietet eine große Spannweite an Modellen

In Bezug auf die angebotenen Modelle hat sich Hyundai in den letzten Jahren breit aufgestellt. Als siebtgrößter Autohersteller der Welt bietet das Unternehmen aus Seoul Optionen in allen Klassen an. Besonders die SUV-Modelle sind beliebt. Auf dem deutschen Markt sind derzeit die folgenden Modelle erhältlich:

  • Hyundai i10
  • Hyundai i20
  • Hyundai ix20
  • Hyundai i30
  • Hyundai i30 Kombi
  • Hyundai i30 Fastback
  • Hyundai i30 N
  • Hyundai Ioniq Hybrid
  • Hyundai Ioniq Elektro
  • Hyundai Ioniq Plug-in-Hybrid
  • Hyundai Kona
  • Hyundai Kona Elektro
  • Hyundai Kona Hybrid
  • Hyundai Tucson
  • Hyundai Nexo
  • Hyundai Santa Fe

Hyundai: die Koreaner haben auch Elektrofahrzeuge und Hybrid-Modelle im Angebot

Zuletzt hat sich Hyundai vor allem durch seine Elektro- und Hybridmodelle positioniert. Anders als viele andere Autobauer bewegt sich dieser Konzern damit aber nicht schwerpunktmäßig im Kleinwagen-Segment, sondern baut in Richtung SUV aus. Mit dem Kona Hybrid spendierte Hyundai diesem beliebten Kompakt-SUV nach den Diesel-, Benzin- und Elektroversionen einen weiteren Antrieb. Trotzdem geht es noch eine Nummer größer: Auch der Hyundai Tucson, der erst 2018 ein Facelift erhielt, ist mit einem 48-Volt-Bordsystem ausgestattet.

Den Hyundai Ioniq, die bieten die Koreaner als Hybrid, Plug-In-Hybrid und als Elektroversion an. Anders als bei anderen Herstellern werden in dieser Modellreihe Lithium-Polymer-Akkus als Energiespeicher verbaut, die leichter und kompakter sind als die herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus.

Hyundai Nexo: das koreanische SUV wird mit Wasserstoff betrieben

Mit dem Hyundai Nexo hat der Hersteller einen weiteren alternativen Antrieb im Programm. Dieses Modell der SUV-Klasse wurde 2018 in Las Vegas vorgestellt und ist seit dem gleichen Jahr hierzulande erhältlich. Neben dem besonderen Wasserstoffantrieb ist der Hyundai Nexo für das autonome Fahren vorgerüstet. Mit einem Einstiegspreis von 69.000 Euro kam der Automobilhersteller bei dem Modell bis 2019 auf etwa 140 Erstzulassungen in Deutschland.

In der Kleinstwagenklasse ist Hyundai mit dem Modell Hyundai i10 vertreten. Seit dem Frühjahr 2008 ist dieses Modell als Nachfolger des Hyundai Atos auf dem Markt und wurde 2013 beim Facelift optisch modifiuert. Trotz seiner kompakten Größe sind zahlreiche Ausstattungsvarianten im Konfigurator verfügbar, der Einstiegspreis liegt zwischen 10.990 Euro und 18.090 Euro. Beliebt ist dieses Modell ebenfalls als Gebrauchtwagen.

Der Hyundai i10 tritt im Kleinstwagen-Segment an.

Der Hyundai i20 gilt im Kleinwagensegment als starke Konkurrenz für den Volkswagen Polo und wurde als Nachfolger des Hyundai Getz auf den Markt gebracht. Mit dem Hyundai i20 kamen größere Außenmaße sowie ein erhebliches Upgrade der Sicherheits- und Komfortausstattungen. Die neueste Generation – inzwischen die dritte – soll 2020 auf den deutschen Markt kommen und laut Konfigurator zwischen 13.100 Euro und 21.350 Euro in verschiedenen Ausstattungen kosten.

Hyundai Accent und Hyundai i30 sind in der Kompaktklasse angesiedelt

In einem Bereich zwischen der Kleinwagen- und Kompaktklasse rangiert der Hyundai Accent, der als Nachfolger des Hyundai Pony gilt und seit Frühjahr 1994 vom koreanischen Hersteller angeboten wird. Inzwischen in der fünften Generation angekommen, ist dieses Auto auf dem deutschen Markt aber nicht mehr als Neuwagen erhältlich und kann nur noch als Gebrauchtwagen bei verschiedenen Händlern erstanden werden.

In der Kompaktklasse wartet Hyundai mit dem Modell Hyundai i30 auf, das es ebenfalls als Kombi-, Fastback und N-Version gibt. Die Basis teilt sich das Auto mit seinem Schwestermodell Kia cee‘d. In Europa ersetzt der Hyundai i30 seit 2007 den vorherigen Kompaktklassewagen Hyundai Elantra und wirbt damit, dass es sich um ein in Europa produziertes Auto mit speziell für Europa entwickelten Spezifikationen handelt. Neben einem Diesel-Motor sind zwar keine anderen Antriebe erhältlich, dafür wartet das Modell mit einem moderaten Einstiegspreis auf. Dieser beginnt im Konfigurator bei 17.990 Euro.

In der Kompaktklasse ist Hyundai mit dem i30 vertreten.

In der oberen Mittelklasse ist Hyundai mit dem Modell Genesis vertreten

Das inzwischen nicht mehr als Neuwagen in Deutschland erhältliche Modell Hyundai Genesis G80 von Hyundai wurde bis 2017 produziert und als konkurrenzfähige Alternative zum 7er von BMW sowie zur S-Klasse von Mercedes-Benz gesehen. Die geringen Stückzahlen sorgten damals dafür, dass das Modell schnell vergriffen war, weshalb es auch jetzt noch schwierig sein kann, ein geeignetes Fahrzeug als Gebrauchtwagen zu erstehen.

Ende 2019 wurde angekündigt, mit dem neuen Hyundai Genesis einen völlig veränderten Nachfolger auf den Markt zu bringen. Dieser wurde erstmals vom Chefdesigner Luc Donckerwolke und bereits international vorgestellt.

Hyundai-SUV: Die Modelle Tucson/ix35, Kona und Creta

Besonders gut aufgestellt ist Hyundai in Bezug auf seine SUV. So gibt es seit 2015 wieder das Modell Hyundai Tucson als Neuwagen, das vorher Hyundai ix35 hieß – und ursprünglich von 2005 bis 2009 bereits den Namen Tucson trug. In dritter Generation teilt er sich die technische Basis mit dem Kia Sportage und kann mit verschiedenen Antriebsarten ausgestattet werden. Ebenso ist er als Mild-Hybrid mit einem 48-Volt-System erhältlich. Laut Konfigurator beginnt der Basispreis bei 22.970 Euro.

Der Hyundai Nexo fährt mit Wasserstoff.

Auch der Hyundai Kona ist in der SUV-Klasse angesiedelt, im Vergleich zum Hyundai Tucson aber etwas kompakter, sodass er sich in eine Klasse mit dem VW T-Roc einordnet. Erhältlich ist das Modell mit Allradantrieb und Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe – bleibt dabei aber unterhalb Einstiegspreises eines VW T-Roc. In der kleinsten Ausstattung kann der Hyundai Kona bereits für 17.990 Euro konfiguriert werden.

In Deutschland nicht erhältlich ist das Modell Hyundai Creta bzw. Hyundai ix25, das seit 2015 in einigen nichteuropäischen Ländern erhältlich ist. Ob irgendwann ein Markteinstieg in Deutschland erfolgen soll, ist bisher nicht bekannt.

Svenja Leymann

Rubriklistenbild: © Hyundai

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