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Honda: Civic, Jazz, Accord – der japanische Autobauer und seine Modelle

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Von: Sebastian Oppenheimer

Der japanische Autobauer Honda ist bekannt für Modelle wie den Honda Civic, den Honda Jazz und den Honda Akkord. Doch der Konzern ist in noch vielen weiteren Bereichen aktiv.

Tokio - Honda wurde im Jahr 1948 von Sōichirō Honda (84, † 1991) in Minato, einem Bezirk der japanischen Hauptstadt Tokio, gegründet. Der Ingenieur hatte bereits jahrelange Erfahrung im Bereich der Motorenentwicklung und -produktion. Nach der Firmengründung von Honda wurden zunächst Motoren für Fahrräder entwickelt und schließlich ab 1949 das erste eigenentwickelte Motorrad, genannt Honda D-Type, auf den Markt gebracht.

In den 1950er-Jahren wurde Honda der weltweit größte Motorradhersteller. Maßgeblich dazu beigetragen hat das Modell Honda Super Cup. Die Ambitionen stiegen in den 1960ern: Die erste von vielen Tochterfirmen wurde gegründet, und der Einstieg in den Motorsport wurde angestrebt. Ab 1963 wurden die ersten Autos aus dem Hause Honda produziert, darunter der Kleinlaster Honda T360 und der Sportwagen Honda S500. Im Jahr 1967 gelang mit dem Kleinwagen Honda N360 der endgültige Durchbruch im Automobilbereich.

Ein gelber Honda Civic der ersten Generation.
Die erste Generation des Honda Civic wurde von 1972 bis 1979 gebaut. © Honda

In den 1970ern folgten die ersten Generationen der erfolgreichen Modelle Honda Civic in der Kompaktklasse und Honda Accord in der Mittelklasse. Mit den CVCC-Motoren wurde der effizienteste Ottomotor seiner Zeit vorgestellt. In den 1980ern folgte das erste Navigationssystem. Den Durchbruch in den USA gelang 1988 mit dem Honda Acura Legend Coupé. Weitere erfolgreiche Modelle wie der Kleinwagen Honda Jazz oder der Sportwagen Honda S2000 folgten in den nächsten Jahren.

Honda heute: Der japanische Konzern produziert Autos, Motorräder und Motoren

Honda ist bis heute nicht nur der größte Hersteller von Motorrädern, sondern von Motoren im Allgemeinen. Mehr als 22 Millionen Motoren produziert der japanische Konzern zusammen mit seinen Tochterfirmen jedes Jahr. Neben den Bereichen Auto und Motorrad werden Motoren für Gartengeräte und andere Gerätschaften, Außenbordmotoren und Motoren für die Luftfahrt produziert. Neben eigenen Fahrzeugen baut die Firma elektrische Anlagen, Kraftwerksanlagen und Flugzeuge. Weiterhin ist Honda in der Robotik aktiv und forscht im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Zudem ist Honda im Motorsport sehr engagiert.

Der Honda-Roboter Asimo winkt Richtung Kamera.
Auch auf dem Gebiet der Robotik ist Honda aktiv. © Kimimasa Mayama/dpa

Seit 2015 leitet Takahiro Hachigō (60) als CEO den Honda-Konzern. Mehr als 215.000 Mitarbeiter arbeiten für Honda und dessen Tochterfirmen. Honda lässt seine Modelle auf allen Kontinenten produzieren – teilweise in Kooperation und in speziellen Ausführungen für die jeweiligen Märkte.

Die erfolgreichsten Modelle von Honda werden bereits seit mehreren Jahrzehnten produziert und einer permanenten Modellpflege mit Modernisierungen unterzogen. Dabei sind alle Fahrzeug- und Motorradklassen vertreten. Im Kleinwagenbereich ist das vor allem der Honda Jazz, in manchen Teilen der Welt auch als Honda Fit oder Honda City verkauft, in der Kompaktklasse der Honda Civic und der Mittelklasse der Honda Accord.

Honda im Segment der Kleinwagen: der Jazz und weitere Modelle

Honda ist neben dem Bereich Motorrad vor allem als Anbieter von Klein- und Kompaktwagen bekannt. Die Anfänge des Kleinwagens Honda Jazz gehen zurück bis zum Honda N360 beziehungsweise Honda N600, die ab 1967 produziert wurden. Anfang der 1980er kam der Honda Jazz erstmals für wenige Jahre auf den Markt. Im Jahr 2001 wurde der Modellname Honda Jazz in Europa für den Honda Fit wiederbelebt. Seit 2020 gibt es die vierte Modellgeneration des Autos.

In Deutschland wird die vierte Generation des Honda Jazz ausschließlich als Hybrid zu einem Preis von etwa 22.000 Euro angeboten. Mit seinen Abmessungen von unter vier Metern Länge, etwa 1,7 Metern Breite und 1,5 Metern Höhe bleibt der Honda Jazz ein kompakter Kleinwagen. Das Gewicht beträgt etwa eine Tonne. Weitere technische Daten sind ein Hubraum von 1,5 Litern und maximal 109 PS (Elektromotor). Der Verbrauch liegt bei 3,6 bis 3,9 Litern auf 100 Kilometern, das Kofferraumvolumen bei 298 Litern.

Das Logo des japanischen Autobauers Honda.
Honda wurde 1948 in der japanischen Hauptstadt Tokio gegründet. © Kimimasa Mayama/dpa

Über Hondas Produktionsstätten, Tochterfirmen und Joint Ventures wird der Honda Jazz weltweit – teilweise unter anderem Namen – gebaut und vertrieben. Das macht den Honda Jazz neben dem Honda Civic und dem Honda Accord zum meistproduzierten Modell von Honda. Weitere Modelle von Klein- und Kleinstwagen werden nur in Asien vertrieben. Eine Ausnahme ist der vollelektrische Honda e.

Honda im Segment der Kompakt- und Sportwagen: der Civic und weitere Modelle

Motorrad und Kleinwagen sind nicht die einzigen bekannten Tätigkeitsbereiche von Honda und seinen Tochterfirmen. Mit dem Honda Civic hat der japanische Autohersteller eines der bekanntesten Modelle im Bereich der Kompaktfahrzeuge überhaupt geschaffen. Im Jahr 1972 wurde der Honda Civic erstmals produziert. Seit 2015 gibt es die zehnte Generation, das Auto wurde 2020 optisch und technisch noch einmal überarbeitet.

Ein roter Honda Civic der dritten Generation.
Die dritte Generation des Honda Civic wurde von 1983 bis 1987 gebaut. © Honda

Den Honda Civic gibt es in verschiedenen Modellvarianten, wobei der Honda Civic Type R die Lücke zu den kompakten Sportwagen schließt. Die Preise beginnen je nach Variante bei 20.990 Euro (Civic), 29.690 Euro (Civic Limousine) oder 37.990 Euro (Type R). Den Honda Civic gibt es als Benziner oder Dieselfahrzeug mit Motoren zwischen einem und zwei Litern Hubraum. Die technischen Daten unterscheiden sich je nach Modellvariante teils deutlich. Ähnlich sind aber die Abmessungen von 4,5 bis 4,65 Metern Länge, etwa 1,8 Metern Breite und etwas über 1,4 Metern Höhe. In den Kofferraum passen zwischen 457 und 519 Liter. Das Gewicht liegt bei 1,3 bis 1,433 Tonnen.

Ein gelber Honda e auf einer Automesse.
Der Honda e ist ein reines Elektroauto. © Frank Rumpenhorst/dpa-tm

Der Honda Civic ist variantenreicheres Modell als der Honda Jazz oder der Honda Accord. Der Honda e bezieht sich optisch auf den klassischen Honda Civic. Bis 2006 wurde der Honda Integra als Mittelklasse-Version des Honda Civic produziert. Der kompakte Sportwagen Honda NSX wird zusätzlich in Europa angeboten.

Ein schwarzer Honda NSX (NA1) der ersten Generation.
Der Mittelmotor-Sportwagen Honda NSX kam 1990 auf den Markt. © Honda

Honda und seine Modelle: von der Mittelklasse bis zum Van

Mit dem Honda Acura Legend gelang Honda 1988 der Durchbruch auf dem US-amerikanischen Markt. Bereits zwölf Jahre zuvor eroberte der japanische Autobauer mit dem Honda Accord die europäischen Märkte endgültig. Die Modellnamen Acura, Legend und Accord wurden von Honda nachfolgend immer wieder in anderen Kombinationen für ihre Fahrzeuge der oberen Mittelklasse und Oberklasse verwendet. Unter Acura, Accord oder auch Inspire wurden und werden teils gleiche Modelle in Japan, den USA und in Europa vertrieben.

Der vor allem in Deutschland bekannte Honda Accord wird aber in Europa nicht mehr angeboten. Die zehnte Generation ist nur außerhalb Europas erhältlich, vor allem auf dem nordamerikanischen Markt. Mit seinen 1,5- oder 2-Liter-Motoren mit bis zu 256 PS passt dieses Modell eher in den dortigen Markt. In Europa setzt Honda neben Honda Jazz und Honda Civic auf sein SUV Honda CR-V, das es auch als Hybrid gibt, sowie das Kompakt-SUV Honda HR-V.

Ein silberfarbener Honda Odyssey.
Der Van Honda Odyssey kam 1994 auf den Markt. © Tannen Maury/dpa

Auch der Minivan Honda Odyssey wird in Europa nicht mehr vertrieben, allerdings in anderen Teilen der Welt. Der Nachfolger Honda Elysion wurde in Europa gar nicht erst eingeführt. Nicht nur beim Thema Auto ab der Mittelklasse werden die Modellvarianten komplizierter, sondern auch beim Thema Motorrad. Honda und seine Tochterfirmen bietet hier neben Motorrollern von Leichtkrafträdern bis zum Sportbike alles an – aber nicht weltweit einheitlich.

Honda: die Modelle des japanischen Autobauers von neu bis gebraucht

In Deutschland und Europa setzt Honda auf Modelle mit geringem Verbrauch, umfangreicher Ausstattung sowie großzügigem Innenraum. Für jedes Modell vom Honda Jazz über den Honda Civic bis zum Honda CR-V gibt es verschiedene Pakete für die Ausstattung und das gewünschte Zubehör. Der Konfigurator von Honda hilft bei der Zusammenstellung für einen Neuwagen. Honda und seine Tochterfirmen bieten außerdem die Möglichkeit für ein Leasing zu monatlichen Preisen ab 199 Euro.

Ein weißer Honda Jazz der dritten Generation.
Der Honda Jazz wird in manchen Ländern auch als Honda Fit verkauft. © Honda

Für die modernisierten Modelle spielt für Honda neben verbrauchsarmen Motoren eine hohe technische Ausstattung eine wesentliche Rolle. Konnektivität, beispielsweise über Android Auto und Apple CarPlay, bieten alle aktuellen Modelle.

Fahraufnahme eines blauen Honda Civic der zehnten Generation.
So sieht der Honda Civic in der zehnten Generation aus. © Honda

In Deutschland gibt es für Honda-Modelle einen großen Markt an Gebrauchtwagen und Jahreswagen. Das gilt nicht nur für ein gesuchtes Auto, sondern auch für ein gesuchtes Motorrad. Neben älteren Modellvarianten des Honda Jazz, Honda Civic oder Honda Accord finden sich hier auch ältere Modelle, beispielsweise:

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