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BMW X5: E53, E70, F15, G05 – das SUV wird mittlerweile in der 4. Generation gebaut

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Von: Sebastian Oppenheimer

Mit dem BMW X5 sprang der Münchner Autobauer 1999 auf den Trend zum SUV auf. Mittlerweile läuft im BMW-Werk in Spartanburg die vierte X5-Generation vom Band.

München – Im Jahr 1999 brachte der Münchner Autobauer BMW sein erstes Sports Utility Vehicle (SUV) auf den Markt: den BMW X5. Der Hersteller bezeichnet die Fahrzeugkategorie selbst allerdings als SAV (Sports Activity Vehicle). Mittlerweile ist die vierte Generation des BMW X5 (G05) auf dem Markt. Hauptkonkurrenten in dem Segment sind die Premiumhersteller Audi, Porsche und Mercedes-Benz mit ihren Modellen Audi Q7, Porsche Cayenne und Mercedes GLE.

Fahraufnahme eines BMW X5 (weiß) der Generation G05.
Ein BMW X5 der vierten Generation (G05). © BMW

Die Modellgenerationen des BMW X5 im Überblick:

BauzeitInterner Code
1999–2006BMW X5 (E53)
2006–2013BMW X5 (E70)
2013–2018BMW X5 (F15)
2018–heuteBMW X5 (G05)

Trotz der geländewagenartigen Optik ist der BMW X5 weniger für schwere Einsätze im Gelände geeignet – was unter anderem mit einer fehlenden Getriebeuntersetzung zu tun hat. Gebaut wurde das Fahrzeug von Beginn an in Greer (Spartanburg County) im US-Bundestaat South Carolina.

BMW X5 (E53): Sechs- und Achtzylinder-Motoren – Allradantrieb ist in der ersten Generation des Münchner SUVs Serie

Erhältlich war die erste Generation des BMW X5 (E53) mit einem 3,0-Liter-Reihensechszylinder-Dieselmotor, der im BMW X5 3.0d 135 kW (184 PS) beziehungsweise später 160 kW (218 PS) leistete. Des weiteren bot BMW einen 3,0-Liter-Reihensechszylinder-Ottomotor an, der im BMW X5 3.0i 170 kW (231 PS) leistete. Die Top-Motorisierung bestand aus einem V8-Motor, der in einem Leistungsspektrum von 210 kW (286 PS) im BMW X5 4.4 bis zu 265 kW (360 PS) im BMW X5 4.8is erhältlich war.

Fahraufnahme eines BMW X5 der ersten Generation E53.
Die erste Generation des BMW X5 (E53) kam 1999 auf den Markt. © BMW

Die BMW-X5-Baureihe der ersten Generation war serienmäßig mit Allradantrieb ausgestattet. Eine technische Besonderheit war die horizontal geteilte Heckklappe. Im Sommer 2003 erhielt der BMW X5 (E53) ein Facelift, das vor allem kleinere optische Änderungen beinhaltete.

Im Jahr 2000 präsentierte BMW auf dem Genfer Auto-Salon ein fahrbereites Einzelstück mit dem Namen BMW X5 Le Mans. Das Fahrzeug hatte den BMW S70-V12-Motor mit 6,1 l Hubraum verbaut, der sich schon im BMW V12 LMR und auch im McLaren F1 bewährt hatte. Der Motor mit einer Leistung von rund 515 kW (700 PS) beschleunigte das SUV in 4,7 Sekunden auf 100 km/h und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 300 Stundenkilometern. Der Rennfahrer Hans Joachim Stuck umrundete mit diesem Fahrzeug in 7:49 Minuten die Nürburgring Nordschleife. Eine extrem schnelle Rundenzeit für ein SUV: Noch bis Mitte der 1990er-Jahre hatten nur wenige straßenzugelassene Sportwagen die 8-Minuten-Grenze unterboten.

Aufgerüstet: Der BMW X5 der zweiten Generation (E70) verfügt optional über eine Wankstabilisierung und ein Head-up-Display

Die zweite Generation des BMW X5 (E70) präsentierte der Münchner Autobauer im Sommer 2006. Wie der Vorgänger, verfügte auch dieses Modell wieder serienmäßig über Allradantrieb. Optional erhältlich waren nun unter anderem eine Wankstabilisierung, ein Head-up-Display sowie eine Aktivlenkung, die die Lenkübersetzung je nach Geschwindigkeit und Fahrweise veränderte. Auch eine dritte Sitzreihe, die aus dem SUV einen 7-Sitzer macht, war nun erstmals bestellbar.

Fahraufnahme eines BMW X5 der Generation E70.
Die zweite Generation des BMW X5 (E70) wurde von 2006 bis 2013 gebaut. © BMW

Im Herbst des Jahres 2009 war ein auf 500 Exemplare limitiertes Sondermodell „10 Jahre BMW X5“ erhältlich.

Im Frühjahr 2010 erhielt der BMW X5 (E70) ein Facelift, das kleinere optische Änderungen beinhaltete sowie eine komplette Erneuerung der Motorenpalette.

Erhältlich waren Reihensechszylinder-Dieselmotoren mit einer Leistung von 173 kW (235 PS) im BMW X5 3.0d (später BMW X5 xDrive 30d) bis hin zu 280 kW (381 kW) im BMW X5 M50d sowie Reihensechszylinder- und V8-Ottmotoren in einem Leistungsspektrum von 200 kW (272 PS) im BMW X5 3.0si (später BMW X5 xDrive 30i) bis zu 408 kW (555 PS) im BMW X5 M.

Abgespeckt: In der dritten Generation des BMW X5 (F15) ist der Allradantrieb nicht mehr Serie

Die dritte Generation des BMW X5 (F15) kam im Jahr 2013 auf den Markt. Anders als in den Vorgängermodellen war in dieser Generation Allradantrieb nicht mehr Standard – die Kraftübertragung übernahm immer eine 8-Gang-Automatik.

Erstmals bot BMW nun auch Vierzylinder-Motoren im BMW X5 an. Sechszylinder- und V8-Motoren waren aber weiterhin erhältlich. Das Leistungsspektrum reichte von 160 kW (218 PS) im BMW X5 sDrive 25d bis hin zu 423 kW (575 PS) im BMW X5 M.

Erstmals war in dieser Generation ein Plug-in-Hybrid bestellbar: Im BMW X5 xDrive 40e kombinierte der Münchner Autobauer einen Reihenvierzylinder-Ottomotor mit einem Elektromotor. Die Systemleistung lag bei 230 kW (306 PS).

Bärenstarke Top-Version in der vierten BMW-X5-Generation: Der BMW X 5 M Competition mit 460 kW (625 PS)

Die aktuelle, vierte Generation des BMW X5 (G05) erschien 2018. Alle momentan erhältlichen Versionen haben Allradantrieb an Bord.

Die Preise für den BMW X5 (G05) beginnen im Konfigurator bei 67.050 Euro für den BMW X5 xDrive 25d. Die potenteste Variante ist zugleich auch die teuerste: Der BMW X5 M Competition mit einem 4,4-Liter-V8-Motor und 460 kW (625 PS) kostet laut Preisliste mindestens 141.400 Euro.

Auch ein Plug-in-Hybrid ist erhältlich: Beim BMW X5 xDrive 45e kombiniert BMW einen Reihensechszylinder-Ottomotor mit einem Elektromotor und bringt es so auf eine Systemleistung von 290 kW (394 PS). Die rein elektrische Reichweite gibt BMW mit 86-97 Kilometern (NEFZ) an.

Optional bestellbar ist für den BMW X5 (G05) unter anderem eine dritte Sitzreihe zum Preis von 1.700 Euro, die das SUV in einen 7-Sitzer verwandelt.

Fahraufnahme eines BMW X5 xDrive45e (Plug-in-Hybrid) der Generation G05.
Den BMW X5 (G05) gibt es auch als Plug-in-Hybrid (BMW X5 xDrive45e). © BMW

An Zubehör hat BMW für den BMW X5 unter anderem einen Fahrradheckträger zum Preis von 585 Euro, einen Relingträger (Basiseinheit für das BMW-Dachträger-System) zum Preis von 290 Euro sowie eine Gepäckraum-Formmatte zum Preis von 172 Euro im Angebot. Erhältlich ist auch eine Vorbereitung für Apple CarPlay Android Auto soll in allen neueren BMWs ab Mitte 2020 verfügbar sein.

BMW bietet auf seiner Homepage auch Gebrauchtwagen an, darunter auch Jahreswagen. Der Münchner Hersteller bietet für den BMW X5 auch Leasing an: Das Basismodell BMW X5 xDrive 25d gibt es bei der BMW Bank bei einer Laufzeit von 36 Monaten, einer jährlichen Laufleistung von 10.000 Kilometern, und einer Leasing-Sonderzahlung von 6.670 Euro zu einem Preis von monatlich 778,68 Euro.

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