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BMW i3: Reichweite, Akku, Kosten – alle Infos zum Elektro-Kleinwagen von BMW

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Von: Sebastian Oppenheimer

Als BMW im Jahr 2013 den Elektro-Kleinwagen BMW i3 auf den Markt brachte, war das ein mutiger Schritt. Das Design des BMW i3 war außergewöhnlich, die Technik aufwendig und teuer.

München – Im Jahr 2013 wagte der Münchner Autobauer BMW einen mutigen Schritt: Der Hersteller begann mit der Fertigung des Elektro-Kleinwagens BMW i3. Mutig zum einen, weil damals bei allen anderen deutschen Herstellern die Elektromobilität eher halbherzig angegangen wurde. Mutig zum anderen, weil man auf eine Fahrgastzelle aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) setzte, die sehr aufwendig und teuer in der Fertigung ist. Vor allem deshalb wird der BMW i3 auch zu einem relativ hohen Preis angeboten. Der BMW i3 rollt im Werk in Leipzig vom Band.

Einen ersten Ausblick auf das Design des BMW i3 gaben zwei Konzeptfahrzeuge: Der BMW i3 Concept wurde 2011 auf der IAA in Frankfurt gezeigt, der BMW i3 Concept Coupé (eine dreitürige Variante) wurde auf der Los Angeles Auto Show im Jahr 2012 präsentiert. Federführend für das Exterieur-Design des BMW i3 verantwortlich war der koreanisch-amerikanische Autodesigner Richard Kim (39), der auch bei der Gestaltung des Sportwagens BMW i8 eine entscheidende Rolle spielte.

Standaufnahme eines BMW i3 (schwarz) der Generation I01.

Der BMW i3 wird in Leipzig gebaut. © BMW

Aktuell ist der Elektro-Kleinwagen von BMW in Deutschland nur noch in den Varianten BMW i3 mit 125 kW (170 PS) sowie in einer leistungsgesteigerten Version als BMW i3s 135 kW (184 PS) bestellbar. Beide Modelle haben einen Lithium-Ionen-Akku mit einer Netto-Kapazität von 37,9 kWh verbaut. Laut Konfigurator gibt es den BMW i3 zu einem Preis ab 39.000 Euro.

In drei Batterie-Varianten war der BMW i3 bislang erhältlich:

ModellNetto-Batteriekapazität
BMW i3 (60 Ah)18,8 kWh
BMW i3 (94 Ah)27,2 kWh
BMW i3 (120 Ah)37,9 kWh

Ein Range-Extender (REX) ist in Deutschland nicht mehr erhältlich. Diese Variante findet sich auf der BMW-Website nur noch als Gebrauchtwagen. Die Preise für gebrauchte Modelle beginnen aktuell bei rund 20.000 Euro.

BMW i3: Der Elektromotor wird in Landshut gefertigt, das Auto im BMW-Werk in Leipzig montiert

Der BMW i3 ist Teil der 2010 ins Leben gerufenen Submarke BMW i. Gebaut wird der BMW i3 seit dem Jahr 2013 im BMW-Werk Leipzig. Bei dem verbauten Elektromotor handelt es sich um einen von BMW selbst entwickelten hybriderregten Synchronmotor mit einer Leistung von 125 kW (170 PS) beziehungsweise 135 kW (184 PS) bei der stärkeren Version BMW i3s. Gefertigt wird der Elektromotor für den BMW i3 im BMW-Werk Landshut.

Fahraufnahme eines BMW i3 (blau).

Beim BMW i3 ging der Münchner Autobauer komplett neue Wege. © BMW

Zur Serienausstattung gehören ein fünf Meter langes Ladekabel (230 V) für die Haushaltssteckdose (Schuko) sowie ein fünf Meter langes Zubehör-Ladekabel (Mode 3) für das Laden an öffentlichen Ladestationen. Beide Ladekabel kommen mit einer Aufbewahrungstasche.

Ein Zweizylinder-Motor als Range Extender konnte die Reichweite des BMW i3 um bis zu 150 Kilometer verlängern

Zu Beginn der Produktion war der BMW i3 optional mit einem Range Extender (Reichweitenverlängerer) bestellbar. Wählte ein Kunde diese Variante, dann handelte es sich bei dem Fahrzeug somit um einen Plug-in-Hybrid. Der Range Extender (REX) ist in Deutschland aber inzwischen nicht mehr erhältlich.

Fahraufnahme (Heckansicht) eines BMW i3 der Generation I01.

Zunächst wurde der BMW i3 in Deutschland auch mit einem Range-Extender angeboten. © BMW

Bei dem Range Extender handelte es sich um einen 650-cm³-Zweizylinder-Ottomotor mit einer Leistung von 28 kW (38 PS). Der Range Extender diente dazu, den Ladezustand der Batterie zu halten. Mit dem 9-Liter-Benzintank konnte durch das Zusatz-Aggregat die Reichweite des BMW i3 um 120 bis 150 Kilometer verlängert werden.

Der Range Extender ließ sich ab einem Ladezustand der Batterie von unter 75 Prozent starten, beziehungsweise schaltete sich ab einem Ladezustand von weniger als 7 Prozent selbstständig zu. Gelegentlich startete der Range Extender auch außerhalb dieser Regelungen, um zu lange Standzeiten zu vermeiden.

Im Jahr 2017 erhielt der BMW i3 ein Facelift – seit diesem Zeitpunkt ist auch die leistungsgesteigerte Variante BMWi3s. Bis Ende des Jahres 2019 wurden rund 165.000 BMW i3 verkauft – die meisten Exemplare allerdings im Ausland.

Teure Technik: Das Fahrgestell des BMW i3 besteht aus Aluminium, die Fahrgastzelle aus CFK

Bei der Fertigung entschied sich BMW mit dem i3 völlig neue Wege zu gehen. Das Auto besteht aus einem Fahrgestell aus Aluminium und einer Fahrgastzelle aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK). Auch das Design hatte mit bis zu diesem Zeitpunkt erschienenen BMWs kaum etwas gemein.

Weil die Batterien im Fahrzeugboden untergebracht sind, hat der BMW i3 einen niedrigen Schwerpunkt – was die Fahreigenschaften grundsätzlich positiv beeinflusst. Gleichzeitig ist der BMW i3 durch den dort platzierten Akku relativ hoch.

Eine weitere technische Besonderheit des BMW i3 ist die fehlende B-Säule. Weil die vorderen Türen vorne angeschlagen sind, die hinteren Türen dagegen hinten – sie also gegenläufig öffnen – spricht man von sogenannten Portaltüren. Die vorderen Türen sind deutlich größer als die hinteren – an letztgenannten sind auch die Sicherheitsgurte für die Fondpassagiere befestigt.

Für den BMW i3 ist Apple Car Play verfügbar – Android Auto soll ab Mitte 2020 für sämtliche BMW-Modelle verfügbar sein. Auch eine Handvoll Zubehör ist für den BMW i3 erhältlich: beispielsweise eine Wallbox (1237,74 Euro), eine Reisedecke (177 Euro) oder Schneeketten (258 Euro.)

Auch Leasing ist beim BMW i3 möglich: Das Beispiel der BMW Bank im Konfigurator gibt bei einem Basismodell für 39.000 Euro, einer Laufleistung von 5.000 Kilometern, einer Laufzeit von 36 Monaten und einer Leasing-Sonderzahlung von 3.900 Euro eine monatliche Leasing-Rate von rund 523 Euro an. Genauso ist der BMW i3 als Jahreswagen erhältlich.

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